Heizölpreise nehmen Jahrestief ins Visier

14.04.23 • 12:18 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

In Deutschland und Österreich starten die Heizölpreise mit einem kleinem Minus und in der Schweiz auf dem Vortagesniveau in den Handel. Die Mittagstendenz ist weiter fallend und die bisherigen Jahrestiefs rücken in unmittelbare Nähe. Die OPEC+ senkt ihre Prognose für die globale Rohölnachfrage im dritten Quartal 2023.

Der Euro startet auf dem Vortagesniveau in den Handel, während die Rohölsorten WTI und Brent sowie ICE Gasoil im Vergleich zu gestern Vormittag Verluste aufweisen. Daraus ergibt sich rechnerisches Abwärtspotential bei den Heizölpreisen. Ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI wird aktuell mit 82,53 Dollar, einem Minus von 0,7 Dollar zum gestrigen Vormittagswert gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet 86,39 Dollar, was einem Minus von 0,83 Dollar entspricht. Der Euro kann sich über der Marke von 1,10 US-Dollar halten und tendiert in Richtung 1,11 Dollar. ICE Gasoil fällt im Vergleich zu gestern Vormittag um zehn Dollar je Tonne und kostet 774,50 Dollar je Tonne.

Im aktuellen Bericht der OPEC+ senkte die Organisation ihre Prognose für den globalen Rohölbedarf im dritten Quartal 2023 um 0,11 Mio. B/T auf 102,03 Mio. B/T. Im aktuellen Quartal von April bis Juni rechnet die OPEC mit einem durchschnittlichen globalen Bedarf von 100,7 Mio. B/T. Nachfragetreibender Faktor, für den bis zum dritten Quartal steigenden Rohölbedarf, bleibt China. Nach Ende der dortigen Corona-Eindämmungsmaßnahmen erholt sich die Wirtschaft rapide und damit auch der Ölbedarf. Als potentielle Nachfragebremser sieht die OPEC die hohe Inflation und daraus resultierende restriktivere globale Geldpolitik sowie die den angeschlagenen Finanzsektor und die hohen, Staats-, Unternehmens- und Privathaushaltsschulden. Die OPEC+ geht davon aus, dass ihre Mitglieder durchschnittlich 29,3 Mio. B/T Rohöl produzieren müssten, um das globale Ölangebot mit der Ölnachfrage auszubalancieren. Allerdings förderte die OPEC im März 2023 nur 28,8 Mio. B/T und damit 86.000 B/T weniger als im Februar. Hintergrund sind die politischen Probleme in Kurdistan und Wartungsarbeiten in Angola. Zusätzlich treten die neuerlichen selbstauferlegten Förderkürzungen der OPEC+ ab Mai 2023 in Kraft und senken damit die Produktion weiter. Auf der anderen Seite geht die OPEC+ von im Vergleich zum Vorjahr gut gefüllten Lagerbeständen auf Abnehmerseite aus. Die US-Rohöllager sind entsprechend der DOE-Statistik deutlich besser gefüllt als vor einem Jahr und erreichen den höchsten Stand seit über zwei Jahren Damit sollte die Kürzung der Fördermengen keinen unmittelbaren Angebotsschock verursachen.

Die Heizölpreise in der D-A-CH-Region fallen nach leichten Verlusten am Morgen weiter und können das Tagesminus zum Mittag auf bis zu einen Cent bzw. Rappen je Liter ausbauen. In der Schweiz wird bereits heute ein neues Jahrestief erreicht und in Deutschland und Österreich rücken die bisherigen Tiefststände von Ende März in unmittelbare Nähe, was in kürze die nächste Bestellwelle triggern könnte. Vor dem Wochenende ist die Kauftätigkeit der Heizölkunden zunächst rückläufig. Die Anzahl der Bestellungen sank im Vortagesvergleich um ca. zehn Prozent. -fr-

HeizOel24-Tipp: Um die Heizkosten deutlich zu senken, lohnt sich eine Heizungsmodernisierung. Im Trend sind Öl-Hybridheizungen, die sich bei Bedarf problemlos um eine Wärmepumpe erweitern lassen. HeizOel24 - 14.04.2023

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