Heizölpreis auf volatilem Seitwärtstrend

24.03.23 • 09:38 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Während die Heizölpreise in Österreich starten neutral in den Handel und stiegen leicht in Deutschland und der Schweiz. Die USA wollen trotz niedriger globaler Rohölpreise noch nicht mit dem Auffüllen ihrer strategischen Rohölreserven beginnen. In Deutschland geht der Streit um den Gesetzesentwurf zum Austausch von Öl- und Gasheizungen weiter.

Sowohl die Rohölsorten WTI und Brent, ICE Gasoil und der Euro starten im Vortagesvergleich mit kleinen Verlusten in den Tag. Damit ergibt sich minimales Abwärtspotential bei den heutigen Heizölpreisen. Die US-amerikanische Rohölsorte WTI wird aktuell mit 70,25 Dollar, einem Plus von 1,11 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 76,20 Dollar gehandelt, einem Plus von 0,81 Prozent. Der Euro konnte die 1,09 Dollar Marke nicht nachhaltig durchbrechen und wird aktuell mit 1,0830 Dollar, einem Minus von 0,02 Prozent, gehandelt. Der ICE Gasoil Terminkontrakt wird aktuell mit 780,50 Dollar gehandelt, einem Minus von 0,1 Prozent.

Die USA haben seit letztem Jahr insgesamt 221 Mio. Barrel Rohöl aus den strategischen Reserven auf den Markt gebracht. Ziel war es die Preise zu verringern, was nur bedingt funktioniert hat. Angekündigt war, dass bei Erreichen eines Rohölpreises von 67 bis 72 Dollar pro Fass angefangen wird die strategischen Reserven wieder aufzufüllen. Die US-amerikanische Energieministerin Jennifer Granholm gab nun bekannt, dass ein Beginn des Rückkaufes dieses Jahr unwahrscheinlich ist. Zum einen läuft noch ein Teil der Ausgabe der freigegebenen strategischen Reserven und zum anderen werden an einigen der Lagerstandorte für strategische Reserven Wartungsarbeiten durchgeführt. Dies ist mindestens kurz- und mittelfristig ein preissenkender Faktor für die Ölpreise.

Der deutsche Streit um den vor Fertigstellung bekannt gewordenen Gesetzesentwurf zum Aus der Öl- und Gasheizung geht weiter. Innerhalb der Ampel wurde bereites einheitlich beschlossen, dass es ab 2024 keine neuen Öl- und Gasheizungen geben werde. Der strittige Gesetzesentwurf will dies auf dieses Jahr vorziehen. In der Debatte wurde bereits erläutert, dass der Entwurf noch in der Erarbeitungsphase ist und um staatliche Hilfen ergänzt wird, z. B. durch Zuschüsse. Auch sollen alte Heizungen weiterhin genutzt und repariert werden dürfen. Erst wenn eine Neuanschaffung nötig ist, soll die Auswahl auf umweltfreundliche Lösungen wie Wärmepumpen begrenzt werden. Kritiker weisen wiederum darauf hin, dass Deutschland sowohl der Zugang zu Handwerkern als auch Material fehlt und die Preise deutlich höher sein. Zusätzlich fehlen schriftliche Belege für die Relativierungen der Befürworter, dass es z. B. nicht zum unmittelbar erzwungenem Umstieg kommt. Befürworter halten dagegen, dass es ohnehin nur um Neubauten geht und dort das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, bezogen auf die Warenverfügbarkeit, deutlich besser ist und das durch die staatliche Förderung von bis zu 35 Prozent bspw. Wärmepumpen in der Anschaffung nur unwesentlich teurer sein als z. B. Gasheizungen. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass die Preise für fossile Brennstoffe steigen und so der Unterhalt von erneuerbaren Energiesystemen günstiger ist.

Die Heizölpreise in der D-A-CH-Region haben im Schnitt ihre gestrigen Verluste ausgeglichen. Während die die Heizölpreise in Österreich auf dem Vortagesniveau in den Handel starten, stiegen sie in Deutschland um durchschnittlich 0,4 Cent und in der Schweiz um 0,15 Rappen pro Liter Heizöl. Die Anzahl der Bestellungen stieg im Vortagesvergleich um ca. zehn Prozent. -fr-

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