Heizölpreise steigen leicht

09.01.23 • 11:56 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Während die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz am Vormittag tendenziell gefallen sind und erst langsam wieder steigen, müssen die Deutschen im Vortagesvergleich bereits durchschnittlich 0,3 Cent mehr pro Liter zahlen. In Norwegen geht man davon aus, dass die Ölproduktion 2023 im Vorjahresvergleich um 6,9 Prozent gesteigert werden kann. Der Gaspreis pro Kilowattstunde ist zwischenzeitlich an der niederländischen TTF auf das Vorkriegsniveau gefallen.

Die Rohölsorten WTI und Brent haben sich wieder über die psychologisch wichtigen Marken von 75 bzw. 80 Dollar kämpfen können. Ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI wird aktuell mit 75,69 Dollar, einem Plus von 2,67 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 80,51 Dollar gehandelt, einem Plus von 2,43 Prozent. Der Euro konnte ebenfalls stark zu legen und die psychologisch wichtige 1,06 Dollar Marke wieder überschreiten. Ein Euro wird aktuell mit 1,0688 Dollar, einem Plus von 0,45 Dollar, gehandelt. Der ICE Gasoil Terminkontrakt konnte leider ebenfalls stark zulegen und wird aktuell mit einem Plus von 1,79 Prozent mit 896,00 Dollar gehandelt. Tendenziell entsteht damit ein Aufwärtstrend bei den Heizölpreisen im heutigen Tagesverlauf.

Positive Nachrichten für die Heizölpreise kommen aus Norwegen. Seit dem Ukrainekrieg hat Norwegen Russland als Hauptversorger der EU mit Gas abgelöst. Dieses Jahr erwartet das Land eine Steigerung der Rohölproduktion um ca. 6,9 Prozent. Hintergrund ist das seit dem 15.12.2022 vollständig produzierende neu erschlossene Johan Sverdrup Ölfeld. Dieses wird unter Volllast ca. 720.000 B/T Rohöl produzieren. Das kombinierte Produktionsvolumen an Öl und Gas soll dieses Jahr in Norwegen bei 4,12 Mio. B/T liegen, eine leichte Aufwärtskorrektur von den ursprünglich prognostizierten 3,99 Mio. B/T. Ein höheres und vor allem für Europa nahes Angebot wirkt sich preissenkend auf die Ölpreise aus.

Indirekt positive Neuigkeiten für Heizöl gibt es aus dem Gasbereich. Da Heizöl in einigen Industrien als Ersatz für Gas genutzt werden kann, beeinflusst die Entwicklung der Gaspreise auch das Heizöl. Aufgrund der hohen Flüssiggasimporte (LNG), des milden Wetters, der starken Einsparungen, des potentiell weiterhin milden Winterwetters und der hohen Füllstände der deutschen Gasspeicher, welche den achten Tag in Folge angestiegen sind, sinken die Gaspreise auf das Niveau vor dem Ukrainekrieg. Aktuell wird die Kilowattstunde (kWh) mit 7,2 Cent am europäischen Handelsplatz TTF gehandelt, ein Minus von 75 Prozent im Vergleich zum Höchststand im August 2022. Der deutsche Energiekonzern RWE warnt derweil, dass sich die Verdopplung der Energiekosten seit Beginn des Ukrainekrieges nicht aufhalten ließen. Zwar sinken die Gas- Rohöl- und Strompreise seit Monaten, dies wird allerdings nur als temporärer Effekt gewertet. Da die sinkenden Gaspreise nicht zuletzt auch Witterungs- und Feiertagsbedingt, aufgrund der eingeschränkten wirtschaftlichen Aktivität während dieser, auf kurzfristigen und unbeeinflussbaren Faktoren basieren, kann sich die preisliche Entwicklung schnell wieder ändern.

Die Heizölpreise in der D-A-CH-Region entwickeln sich heute Vormittag stark unterschiedlich. Während sie in Deutschland um durchschnittlich 0,3 Cent pro Liter stiegen, stagnierten sie in Österreich und sanken in der Schweiz im Schnitt um 0,7 Rappen pro Liter Heizöl.

Das Bestellvolumen an diesem Wochenende lag bei mehr als dem doppelten des vorherigen Wochenendes. Die nach den Feiertagen erst wieder anfahrende wirtschaftliche Aktivität, das milde Wetter und die vollen Gasspeicher sorgen tendenziell noch für Abwärtsdruck, auch wenn der Bedarf, wie oben am ICE Gasoil Terminkontrakt beschrieben, wieder deutlich anzieht. -fr-

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