Heizölpreise ziehen deutlich an

18.08.22 • 12:56 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die gestrigen US-Bestandsdaten des DOE kamen durchweg bullish her. Starke Abbauten und eine gestiegene Gesamtnachfrage stützten die Ölpreise. Für Verbraucher in Deutschland wird es heute durchweg deutlich teurer, wenn eine Heizölbestellung anstehen sollte. In Österreich bleiben die Heizölpreise weitgehend unverändert.

Die Aufwärtsbewegung der Ölpreise stabilisiert sich am Donnerstag, nachdem die offiziellen Bestandsdaten des US-Energieministeriums (DOE) den starken Rückgang der Benzinbestände bestätigte. Das Benzin-Inventar sank um 4,6 Millionen Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit November letzten Jahres. Auch bei den Rohölvorräten verzeichnete das DOE für die letzte Berichtswoche einen enorm starken Rückgang in Höhe von 7,1 Millionen Barrel und übertraf damit die vom American Petroleum Institute (API) gemeldeten Abbauten um ein Vielfaches. Die Gesamtnachfrage legte kräftig zu, was durch den Preisrückgang an den Tankstellen erklärt werden könnte, die Autofahrer zum vermehrten Tanken veranlasste. Auch die Öl-Exporte der USA kletterten auf einen Rekordwert von 5 Millionen Barrel pro Tag, was den starken Rückgang der Rohölbestände beeinflusste. Indes hat Russland begonnen, seine Rohölförderung anzuheben. Aufgrund höherer Preise für russisches Öl und gestiegenen Abnahmemengen durch asiatische Länder werde in diesem Jahr eine Steigerung der Einnahmen um 38 Prozent erwartet. Vor allem die Rohölsorte Urals zählt zu den am meisten exportierten Ölsorten Russlands. Im frühen Donnerstaghandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 93,78 US-Dollar, der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 88,22 US-Dollar an.

Die weiterhin prekäre Situation der niedrigen Flusspegel lässt die Heizölpreise heute weiter ansteigen. Auf dem Mittel- und Oberrhein ist der Frachtverkehr zum Großteil eingestellt, sodass das Heizöl nun teilweise über Straße und Schiene in die Tanklager transportiert werden muss. Zudem gibt es Tanklager entlang der Rheinschiene, die üblicherweise von Binnenschiffen beliefert werden. Der Durchschnittspreis in Deutschland für eine 3.000 Liter Bestellung erreicht heute knapp 1,57 Cent pro Liter. In Österreich bewegen sich die Heizölpreise seit der letzten Woche stabil seitwärts. Bei einem durchschnittlichen Preis von 1,58 Cent pro Liter hat die Nachfrage zum Vorwochenvergleich leicht angezogen. Ölheizer in der Schweiz müssen bei einem kantonweiten Durchschnittspreis von 1,68 Schweizer Franken ebenfalls tiefer in die Tasche greifen.

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