Heizölpreise auf Seitwärtstrend

27.06.22 • 11:06 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich durchweg gefallen. Am meisten profitieren Interessenten in der Schweiz mit einem Rückgang von im Schnitt 0,65 Rappen pro Liter. In Deutschland sparen Heizölnutzer aktuell durchschnittlich 0,35 Cent pro Liter. In den USA versuchen die Ölproduzierenden Unternehmen über „re-fracs“, dass erneute anwenden von Fracking-Methoden in bestehenden Ölförderanlagen, die Produktion kostengünstig und schnell zu erhöhen. Aufgrund mehrwöchiger Unruhen ist die Ölproduktion Ecuadors um mehr als 50 Prozent gesunken.

Die Preise der Rohölsorten Brent und WTI starten mit minimalem Plus in die Woche. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 113,20 Dollar gehandelt, einem Plus von 0,01 Prozent. Ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI wird aktuell mit 107,47 Dollar, einem Plus von 0,31 Prozent, gehandelt. Der Euro verharrt derweil seit einigen Tagen zwischen der 1,05 und 1,06 Dollar Marke und startet ebenfalls mit kleinem Plus in die Woche. Ein Euro wird aktuell mit 1,0562 Dollar, einem Plus von 0,07 Prozent, gehandelt.

Positive Neuigkeiten für die Heizölpreise kommen aus den USA. Nachdem die US-amerikanische Regierung, aufgrund der Rekordpreise von über 5 Dollar pro Gallone Benzin, Druck auf die ölfördernden Unternehmen ausgeübt hat, scheinen die eine effektive Methode gefunden zu haben. Das Ziel einer höheren Förderung wird dabei nicht über Investitionen in neue Anlagen erreicht, welche aufgrund der Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels ggf. nicht rentabel wären, sondern durch eine effizientere Nutzung vorhandener Anlagen erreicht. Das die Methode des „re-fracs“ bzw. erneuten Frackings an Popularität gewinnt, liegt dabei zum einen an den sinkenden Erträgen bestehender Förderbrunnen und zum anderen an steigenden Kosten für z. B. Stahl, Diesel und fehlende Arbeitskräfte. Experten gehen davon aus, dass ein re-frac deshalb aktuell bis zu 40 Prozent günstiger sein kann als die Erschließung neuer Fördergründe. Auch die Steigerung des Ertrages bestehender Förderbrunnen macht sich dabei gut in den Büchern der Ölproduzenten. Während ein Schieferölbrunnen in der Regel innerhalb der ersten neun Monate seines Betriebes 70 Prozent an Ertragseinbußen erleidet, kann ein re-frac diese dann wieder verdoppeln und sogar verdreifachen.

Preistreibende Neuigkeiten gibt es wiederum aus Ecuador. Seit knapp zwei Wochen gibt es in dem Land teils gewalttätige Demonstrationen aufgrund hoher Lebensmittel- und Kraftstoffpreise. Gestern gab der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso bekannt die Benzin- und Dieselpreise um 10 Cent pro Gallone (2,64 Cent pro Liter) zu senken. Zuletzt wurden diese im Oktober 2021 bei 2,55 Dollar pro Gallone Benzin und 1,90 Dollar pro Gallone Diesel staatlich festgesetzt. Aufgrund von Blockaden und Vandalismus ist die Ölproduktion des Landes laut dem Energieministerium um mehr als 50 Prozent gesunken und das Land hat allein dadurch ca. 120 Mio. Dollar an Einnahmen verloren. In der privaten Wirtschaft sollen sich die aktuellen Verluste auf ca. 500 Mio. Dollar belaufen. Vor den Protesten lag die Ölproduktion des Landes bei rund 520.000 B/T, so dass dem Weltmarkt im Zuge der Proteste eine signifikante Menge an Rohöl fehlt.

In der D-A-CH-Region starten wir zunächst mit leicht fallenden Heizölpreisen in den Tag. Am meisten profitieren Schweizer Heizölinteressenten mit einem durchschnittlichen Rückgang von 0,65 Rappen pro Liter. In Deutschland sparen Interessenten im Schnitt 0,35 Cent pro Liter Heizöl. Einzig in Österreich hält sich der atypische Trend, dass die Heizölpreise nur geringfügige Veränderungen aufgrund der globalen Nachrichtenlage erfahren. Im Schnitt sparen Heizölkunden hier 0,1 Cent pro Liter im Vortagesvergleich.

Das Bestellvolumen war über das Wochenende verhältnismäßig hoch. Im Vergleich zum vorhergehenden Wochenende wurden ungefähr zweieinhalbmal so viele Bestellungen getätigt. Der Trend, sich vor den Mitte nächsten Monat beginnenden Wartungsarbeiten an der Nordstream-1-Pipeline noch mit verhältnismäßig günstigem Heizöl einzudecken, bleibt bestehen. Bereits am frühen Vormittag wurde knapp dreimal so viel Heizölverkauft wie am Vortag. -fr-

HeizOel24-Tipp: Über den Heizölrechner können Heizölkäufer genau Ihren Bedarf einstellen. Soll z. B. das Heizöl zu einer bestimmten Tageszeit geliefert werden, benötigen Sie einen längeren Schlauch oder wollen Sie per Ratenzahlung Ihre Lieferung begleichen? Alles kein Problem und bequem per Klick auswählbar. HeizOel24 27.06.2022

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