Heizölpreis – schwächelnder Dollar stützt Euro

05.05.22 • 11:18 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

In Deutschland und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich gesunken, während es in Österreich zu einer leichten Steigerung von durchschnittlich 0,3 Cent pro Liter kam. In Deutschland vielen die Preise im Schnitt 1,45 Cent pro Liter. Das die EU-Kommission ein Sanktions-Paket vorgelegt hat, dass auch ein Embargo gegen russisches Öl enthält, treibt heute die Rohölpreise nach oben. Die OPEC+ geht für dieses Jahr von einem sich noch entwickelnden Angebotsüberschuss von 1,9 Mio. B/T an Rohöl aus.

Die Preise der beiden Rohölsorten Brent und WTI sind deutlich gestiegen. Die Nordseerohölsorte Brent hat es geschafft erneut die psychologisch wichtige 110 Dollar pro Fass Marke zu überwinden und wird aktuell mit 110,58 Dollar pro Fass, einem Plus von 0,33 Prozent, gehandelt. Die US-amerikanische Sorte WTI nähert sich ebenfalls der 110 Dollar Marke und wird aktuell mit 108,03 Dollar pro Fass, einem Plus von 0,46 Prozent, gehandelt. Positiv ist auf der anderen Seite, dass der Euro im gestrigen Tagesverlauf im Verhältnis zum Dollar an Wert gewinnen konnte. Leider musste er heute früh kleine Teile seines Gewinns wieder abgeben und wird aktuell mit 1,0587 Dollar, einem Minus von 0,35 Prozent, gehandelt. Sprich noch konnte er sich nicht wieder oberhalb der psychologisch wichtigen 1,06 Dollar Marke halten.

Preissteigernd für die Heizölpreise hat sich der Vorschlag des neusten Sanktionspaketes der EU-Kommission gegen Russland ausgewirkt. Zwar wurde es noch nicht beschlossen und könnte zum Beispiel am Widerstand Ungarns scheitern, dennoch sorgt allein der konkrete Vorschlag für die Angst vor einem geringeren globalen Rohölangebot. Positiv wiederum wirkte sich aus, dass der US-amerikanische Notenbankchef Jerome Powell angekündigt hat, dass es nach der aktuellen Steigerung des Leitzinses um 0,5 Prozent keine höheren Zinsschritte mehr kommen werden. Dies führte dazu, dass Investoren ihre Dollarpositionen verkauften und damit indirekt den Euro stärkten. Rohöl wird in Dollar gehandelt, so dass ein Kauf von Ölprodukten hierzulande günstiger wird, wenn der Euro im Verhältnis zum Dollar stark ist.

Von der OPEC+ kommen keine guten Neuigkeiten. Das Bündnis geht für das aktuelle Jahr 2022 von einem Angebotsüberschuss von 1,9 Mio. B/T an Rohöl aus. Eine Anpassung der Förderstrategie wird deshalb für das morgen stattfindende Meeting nicht erwartet und der Markt geht von einer Erhöhung der Förderquoten des Bündnisses von den bisherigen 432.000 B/T aus. Da das Bündnis diese Quoten bisher oft nicht erfüllen konnte, wird eine solche Ankündigung sehr wahrscheinlich keinerlei Preisbewegung auslösen. Die OPEC+ benennt vor allem die Lockdowns in China, welche den Ölbedarf des Landes seit Wochen massiv einschränken und die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Inflation als Treiber des prognostizierten Überschusses. Auch gibt das Bündnis an einen Wegfall der russischen Ölexporte nicht kompensieren zu können.

Trotz der steigenden Rohölpreise vielen die Heizölpreise in der D-A-CH-Region überwiegend im Vortagesvergleich. Hintergrund ist, dass die Ölpreise im europäischen Handel nicht so stark wie erwartet gestiegen sind und es deshalb an den Ölmärkten zu leichten Gewinnmitnahmen kam. Interessant könnte es werden, wenn sich diese ausbauen, da es dann theoretisch zu weiteren Heizölpreissenkungen kommen könnte. Im Angesicht der steigenden Rohölpreise, wirkt dies allerdings unwahrscheinlich. Dennoch könnten wir im Tagesverlauf relevante Preisrückgänge sehen. In Deutschland kostet ein Liter Heizöl im Vortagesvergleich durchschnittlich 1,45 Cent weniger. In der Schweiz liegt der Rückgang mit 0,2 Rappen deutlich niedriger und in Österreich müssen Heizölinteressenten mit einem Plus von 0,3 Cent pro Liter leben.

Das Bestellvolumen konnte sich gestern im Vergleich zum Vortag erneut um ca. sieben Prozent steigern. Im Zuge des aktuell wahrscheinlich erscheinenden EU-Embargos gegen russisches Öl, wollen sich die Heizölnutzer absichern und den massiven zu erwartenden Preisaufschlägen ausweichen. Dadurch, dass das EU-Embargo noch diese Woche beschlossen werden könnte, werden wir sehr wahrscheinlich weiterhin sehen, dass sich viele Heizölnutzer zumindest mit einer Teilbefüllung ihres Heizöltanks absichern. -fr-

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