Heizölpreis steigt trotz fallender Rohölpreise

20.09.21 • 11:35 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise in der D-A-CH Region starten erneut mit einem Plus beim Heizölpreis in die Woche. Die Nachfrage steigt trotz hoher Heizölpreise. International deuten sich erste zaghafte Signale an, die zu niedrigeren Rohölpreisen führen könnten.

Die Rohölpreise starten unter anderem aufgrund eines starken Dollars und den sich langsam erholenden Förderungskapazitäten im Golf von Mexiko nach Hurrikan Ida mit einem Minus von 0,61 Dollar bei der Rohölsorte Brent bzw. mit 0,66 Dollar bei der Marke WTI in die Woche. In den USA ist der Benzinpreis auf einem sieben Jahres Hoch, trotz der fallenden Rohölpreise. Aktuell kostet ein Liter Benzin dort ca. 0,72 Euro pro Liter. Hierzulande ein Traum, in Amerika allerdings das letzte Mal im Oktober 2014 in dieser Höhe erreicht. Damals hat ein Barrel der Marke WTI allerdings 80 bis 90 Dollar gekostet. Aktuell kostet ein Barrel ca. 71 Dollar. Die US-Regierung vermutet, dass die hohen Preise zum Beispiel auf die sehr niedrigen Bestände zurückzuführen sind, sowie auf die erhöhte Nachfrage nach den Lockdowns. Der Irak, ein Mitglied der Ölfördernden Staaten der OPEC, geht davon aus, dass der Ölpreis sich mittelfristig im ersten Quartal 2022 auf die 70 Dollar Marke reduziert. Aktuell kostet beispielsweise ein Barrel der Rohölsorte Brent ca. 75 Dollar. Aufgrund der sich erholenden Weltwirtschaft, geht der Irak z. B. davon aus, dass die OPEC+ das Angebot von Rohöl auf dem Weltmarkt in diese Richtung ausbalanciert. Zu der Frage, ob die Fördermenge auch im November wie geplant um 0,4 Mio. Barrel pro Tag erhöht wird, wurde allerdings neutral ausweichend reagiert.

In Deutschland und der Schweiz starten die Heizölpreise mit einem Plus von 0,06 Cent bzw. 0,08 Rappen im Vergleich zum Freitag in den Tag. Die Österreicher können sich dagegen über einen leichten Preisnachlas von 0,11 Cent pro Liter Heizöl freuen. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Nachfrage nach Heizöl. Viele Heizölkäufer scheinen auf steigende Preise zu setzen und daher noch so günstig wie möglich Ihre Tanks vor der Heizsaison füllen zu wollen. Kurzfristig scheinen die Rohölpreise und damit theoretisch die Heizölpreise wieder etwas fallen zu können. Auf der anderen Seite müssen auch andere Faktoren, wie zum Beispiel der Euro/Dollar Kurs beachtet werden. Der Dollar ist im Vergleich zur Vorwoche gegenüber dem Euro etwas erstarkt, was den Import von Heizöl verteuert. Sprich trotz sinkender Rohölpreise kann man nicht sicher davon ausgehen, dass sich der Heizölpreis ebenso verhalten wird. -fr-

HeizOel24-Tipp: Es wird Zeit Ihre Ölheizung zu modernisieren und Sie suchen eine ökologisch nachhaltige Alternative? Heizpellets sind ein nachwachsender und vor allem auch günstiger Brennstoff. Zusätzlich sind z. B. staatliche Förderungen, für den Austausch Ihrer Ölheizung, von bis zu 45% möglich! HeizOel24 20.09.2021

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
88,46 €
Veränderung
+0,12 %
zum Vortag
88,46 €
/100l
Prognose
+1,31 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 08.01.2026, 15:31
$/Barrel +1,24%
Gasöl 608,50
$/Tonne +1,08%
Euro/Dollar 1,1659
$ -0,15%
US-Rohöl 57,06
$/Barrel +1,17%
Börsendaten
Montag
20.09.2021
11:35 Uhr
Schluss Vortag
19.09.2021
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
74,14 $
pro Barrel
75,49 $
pro Barrel
-1,79%
Gasöl
622,50 $
pro Tonne
633,75 $
pro Tonne
-1,78%
Euro/Dollar
1,1702 $
1,1728 $
-0,22%
(etwas schwächer)
USD/CHF
0,9328 CHF
0,9311 CHF
+0,18%
(konstant)
Heizölpreis
Montag
20.09.2021
11:35 Uhr
Schluss Vortag
19.09.2021
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
73,53 €
73,44 €
+0,13%
Österreich
76,66 €
76,57 €
+0,12%
Schweiz
89,58 CHF
89,59 CHF
-0,01%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht fallend
Heizöl leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Öl- und Heizölpreise bewegen sich kaum
08.01.26 • 10:36 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise standen am Mittwoch unter Druck, nachdem die US-Sanktionen gegen Venezuela gelockert werden sollen und das DOE starke Aufbauten bei den Rohölbeständen meldete. Noch nicht sicher, wohin die Reise gehen soll, bewegen sich die Heizölpreise in der DACH-Region erstmal vorsichtig um das Vortagsniveau. Die Nachfrage ist seit Jahresbeginn spürbar angezogen.Die Ölpreise bleiben zum Donnerstag von Weiterlesen
Heizölpreise rutschen deutlich ab
07.01.26 • 10:25 Uhr • Janin Wordel
Am Ölmarkt setzt sich die Abwärtsbewegung fort. Während die US-Maßnahmen gegen Venezuela zuletzt viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, richtet sich der Blick der Marktteilnehmer zunehmend auf die Angebotsseite. Die Erwartung einer weiterhin komfortablen Versorgung drückt die Notierungen an den Börsen. Und das kommt spürbar bei den Heizölpreisen im Inland an. Diese können mit durchschnittlich Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv