Heizölpreis: Vorsicht im Westen, Wartungsarbeiten in Wesseling

17.08.21 • 13:11 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Öl- und Heizölpreise geben am Dienstag nochmals etwas nach. Rohöl (Brent) notiert mit 69,20 Dollar je Barrel am Mittag deutlich unter der 70er-Marke. Die nationalen Heizölpreise bleiben unter Druck und zeigen sich je nach Region 0,3 bis 0,8 Cent bzw. Rappen je Liter niedriger als gestern. Die größten Abschläge sind in der Schweiz zu beobachten. Die Nachfrage bleibt preis- und saisonbedingt hoch.

Das kurzfristige Ölangebot auf dem Weltmarkt bleibt tendenziell knapp, sodass die aktuelle Nachfrage über den Preis entscheidet. Diese leidet mal mehr und mal weniger stark unter den coronabedingten Mobilitätsrestriktionen. Zuletzt gab es vor allem in Asien wieder stärkere Einschränkungen, was den Ölpreis unter 70 Dollar drückte. Während die OPEC+-Staaten ihre Mengen über Förderquoten begrenzen, sind es in Nordamerika marktwirtschaftliche Faktoren der limitierende Faktor. Gemäß der neuesten Zahlen der US-Energiebehörde EIA erholt sich die Produktion nur langsam vom Corona-Crash im Frühjahr letzten Jahrs. In den USA liegt die Schieferölförderung mit aktuell knapp über acht Mio. Barrel pro Tag weiterhin rund eine Mio. Barrel unter dem Vor-Corona-Nivea von Anfang 2020. Die Börsen, die für gewöhnlich die Marktlage auf Sicht eines halben Jahres widerspiegeln, bleiben dennoch entspannt. Der OPEC+-Ausstoß soll bis Anfang 2022 um monatlich 400.000 Barrel pro Tag steigen, was auch die US-Angebotslücke schließen dürfte, sofern diese weiter besteht. Läuft auch die US-Förderung zu alter Stärke auf, winkt dem Ölmarkt 2022 eine leichte Überversorgung, die sich auch bereits in den gängigen Preisprognosen wiederfindet. EIA, IEA und OPEC sehen gemäß ihrer letzten Monatsberichte tendenziell fallende Ölpreise in kommenden Jahr.

Auf dem heimischen Heizölmarkt rückt die Heizperiode näher und der August zeigt sich von seiner herbstlichen Seite. Wind, Wolken, Regen und Temperaturen von vielerorts unter 20 Grad prägen das aktuelle Wettergeschehen. Für viele ein Grund, sich mit dem Füllstand des eigenen Heizöltanks zu befassen. Gleichzeitig gibt die jüngst Preisentwicklung ein bessere Gefühl bei der Bestellung. Heizöl ist drei bis vier Prozent günstiger als vor einem Monat. Im September könnten die Inlandspreise aufgrund der erwarteten Bestellwelle tendenziell steigen. Speziell für Kunden im Westen Deutschlands kommt hinzu, dass die Raffinerie in Wesseling, mit einer Tagesverarbeitung von 140.000 Barrel Rohöl, für planmäßige Wartungsarbeiten heruntergefahren wird. Der sogenannte Shutdown soll bis Anfang Oktober dauern und regionale Preiseffekte von Nordrhein-Westfalen bis Rheinland-Pfalz sind trotz vorgehaltener Lagermengen nicht auszuschließen. Der Westen zählt aufgrund hoher Wettbewerbsdichte und günstiger Standortfaktoren für gewöhnlich zu den günstigsten Heizöl-regionen Deutschlands. - ok

HeizOel24-Tipp: Nutzen Sie die verbleibenden Sommertage für eine entspannte Heizöllieferung. Mit dem Ende der Ferien und den ersten kühlen Nächten steigen Nachfrage und Lieferfristen für gewöhnlich sprunghaft an und es wird hektisch am Markt. HeizOel24. 17.08.2021

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