Ölpreis geht steil: Unruhe in Arabien und Kälte in Amerika

15.02.21 • 10:56 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Am Weltmarkt kommen die Ölpreise mit einem Katapultstart aus dem Wochenende. Nachdem es bereits am Freitagnachmittag kräftige Zugewinne gab, schraubt sich der Ölpreis auf 63,40 Dollar je Barrel Brent – den höchsten Stand seit 13 Monaten. Die Heizölpreise in der DACH-Region ziehen nach und klettern um durchschnittlich 1,3 Cent bzw. Rappen je Liter. Die Nachfrage bleibt durch die Kältewelle stabil.

Zum Wochenauftakt dominieren zwei kurzfristige Faktoren das Geschehen an den Ölbörsen. Saudi-Arabien meldet einen Drohnenangriff im Süden des Landes und macht vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen aus dem Jemen dafür verantwortlich. Der zweite wichtige Faktor, der den Ölpreis aktuell nach oben treibt, ist das Wetter. Parallel zur hiesigen Kältewelle, die sich gerade dem Ende zuneigt, ist es auch in Nordamerika bitterkalt. In vielen Teilen der USA, bis weit in den Süden, an die mexikanische Grenze, bestimmen Frost und Schnee das Bild. Nach der europäischen Leitsorte Brent kostet nun, erstmals seit über einem Jahr, auch leichtes US-Rohöl (WTI) mehr als 60 Dollar je Barrel. Der Preis springt auf 60,50 Dollar und die bullische Grundtendenz des Ölmarktes, die seit Wochen von der Hoffnung auf ein nahes Überwinden der Corona-Pandemie getrieben ist, wird angefacht.

Mit Blick auf den Heizölmarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Wetter ebenfalls das Hauptthema. Auch wenn es in den nächsten Tagen mit teils zweistelligen Plusgraden vom Eiswinter nahtlos in den Vorfrühling gehen soll, hat die jüngste Kältewelle deutliche Spuren in den Verbrauchertanks hinterlassen. Bei vielen neigen sich die Vorräte schneller dem Ende zu, als aus den Erfahrungen der letzten Mild-Winter heraus erwartet. Besonders Kunden, die die die rekordverdächtig günstigen Heizölpreise 2020 zeitig im Jahr zum Auftanken genutzt haben, sind nun bereits wieder in der Situation, in der man sich Gedanken über die nächste Heizölbestellung machen muss. Diese kann im Einzelfall zwar deutlich teurer ausfallen als im letzten Jahr, im langjährigen Vergleich bleibt Heizöl allerdings nach wie vor günstig. Die rund 60 Cent je Liter, die in Deutschland aktuell zu bezahlen sind, sind im 10-Jahres-Vergleich leicht unterdurchschnittlich. In Österreich und der Schweiz sieht es mit 66 Cent bzw. 78 Rappen je Liter Heizöl EL ähnlich aus. - ok

HeizOel24-Tipp: An den Ölbörsen bleibt es spannend. Was wichtig ist und wie sich die Preise entwickeln erfahren Sie täglich in den News, hier bei HeizOel24 15.02.2021

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