Öl- und Heizölpreise: Marktkonsolidierung zum Wochenauftakt

11.01.21 • 13:31 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Nach einer erneuten Rallye am Freitag, die den Rohölpreis (Brent) auf bis zu 56 Dollar je Barrel trieb, befinden sich die Ölbörsen am Montag im Konsolidierungsmodus. Brent rutscht auf 55 Dollar je Barrel ab. Die nationalen Heizölpreise steigen im Zuge der Freitags-Gewinne nochmals leicht um durchschnittlich 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter. Die Heizölnachfrage zieht nach dem äußerst schwachen Jahresauftakt merklich an, bleibt aber weit unterdurchschnittlich.

Nach dem jüngsten Anstieg an den Ölbörsen dominieren zum Wochenauftakt leicht rückläufige Notierungen das Geschehen. Die Stimmungslage schwankt zwischen Corona-Depression und Liquiditäts-Euphorie. Pandemieseitig steigt die Angst vor der neuen Corona-Mutation namens B117. Was klingt wie eine Bundesstraße ist die zuerst in England aufgetretenen Virusvariante, die als um ein Vielfaches ansteckender als die ursprüngliche gilt und nun auch in Deutschland und anderen Staaten immer häufiger nachgewiesen wird. Konjunkturell bzw. Liquiditätsgetrieben zeigen sich die Börsen auch zu Beginn der neuen Woche mit viel Rückenwind. Der neue US-Präsident Joe Biden bringt, gewissermaßen als Antrittsgeschenk, ein gigantisches Hilfspaket im Billionen-Dollar-Bereich mit. Ölmarktspezifisch richtet sich der Fokus in der laufenden Handelswoche auf die anstehenden Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC. Je nach Aussage der Zahlenwerke und Börsenumfeld könnten sich die Ölpreise also weiter in Richtung 60 Dollar je Barrel festigen oder gen 50 Dollar konsolidieren.

Auf dem heimische Heizölmarkt kommt das Handelsgeschehen schleppend in Gang. Die Nachfrage der privaten Haushalte zieht auf niedrigem Niveau leicht an. Unterstützend auf die Nachfrage wirken, die verbreitet frostigen Außentemperaturen, die laut Langzeitwettervorhersage auch in den nächsten 14 Tagen Bestand haben sollen. Preislich dagegen gibt es weiter keinen Kaufimpuls. Die Inlandsnotierungen stecken seit dem Jahresstart im Seitwärtstrend. Die Hauptnachfrage kommt dabei weiterhin aus Österreich und der Schweiz. In Deutschland, wo die neue CO2-Abgabe und die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent zum Jahreswechsel für einen Preisschub von annähernd zehn Cent je Liter Heizöl sorgten, ist das Kaufinteresse der Verbraucherschaft weiter sehr gering. Wer den Markt verfolgt hat, hat sich im alten Jahr eingedeckt und zehrt nun von den Vorräten. - ok

HeizOel24 11.01.2021

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