Ölpreis: Monatsreport liefert kaum Impulse

12.08.20 • 13:06 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Öl- und Heizölpreise bewegen sich am Mittwoch kaum. Rohöl (Brent) gibt etwas nach und pendelt um die Marke von 45 Dollar je Barrel. Heizöl in der DACH-Region wird im Durchschnitt 0,1 Cent bzw. Rappen je Liter günstiger gehandelt und zeigt sich damit im Wesentlichen unverändert. Die Nachfrage liegt seit Montag auf höherem Niveau als am Ende der Vorwoche. Von einer durchgreifenden Belebung ist der Heizölmarkt jedoch weit entfernt.

Die Ölpreisentwicklung an den Börsen gestaltet sich weiterhin ruhig. Es dominiert eine Seitwärtsbewegung in enger Spanne und der erhoffte Impuls, durch den am späten Dienstagabend veröffentlichten EIA-Monatsreport, blieb aus. Die Energy Information Administration sieht demnach nur geringe Veränderungen zu den Prognosen des Juli-Reports. Die Annahmen zum globalen Ölverbrauch im laufenden Jahr wurden geringfügig nach oben korrigiert und es bleibt bei der Erwartung, dass der Bedarf im kommenden Jahr kräftig von 93,14 Mio. Barrel pro Tag im Jahresdurchschnitt 2020 auf 100,16 Mio. Barrel pro Tag steigt und damit 2021 auch die 100 Mio.-Barrel-Marke wieder knackt. Das Vor-Corona-Niveau, das 2019 bei 101,25 Mio. Barrel pro Tag lag soll aber auch im kommenden Jahr nicht wieder erreicht werden. Entsprechend bleibt das Angebot komfortabel und das Preisniveau niedrig. Für Ende 2021 erwartet die US-Energiebehörde EIA Ölpreise von durchschnittlich 52 Dollar je Barrel Brent und 48 Dollar je Barrel WTI. Dies bietet Heizölkunden auch mittel- bis langfristig gute Aussichten für niedrige Heizkosten.

Der heimische Heizölmarkt kommt bis auf Weiteres trotz äußerst günstiger Preise nicht entscheidend in Schwung. Während das Heizölgeschäft 2019 im Juli und August stark anzog und bis in den Herbst hinein stabil blieb, ist es in diesem Jahr umgekehrt. Durch die günstige Preisentwicklung im Frühjahr wurden viele Käufe vorgezogen und die Nachfrage riss Ende Juni ab. Der Auftragsstau ist abgearbeitet und der Handel steht nun in den Startlöchern für die traditionelle herbstliche Bevorratungswelle. - ok

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