Heizöl: Preisrutsch sorgt für Kaufwelle

15.01.20 • 13:08 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Öl- und Heizölpreise können am Mittwoch erstmals nach einer einwöchigen Verlustserie leicht zulegen. Heizöl wird dabei allerdings nur marginal, um durchschnittlich 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter teurer, wodurch die hervorragenden Einkaufskonditionen im Wesentlichen erhalten bleiben. Je nach Region waren gestern die tiefsten Heizölpreise seit August 2019 realisierbar, was im Onlinehandel zu einem regelrechten Kundenansturm geführt hat.

Die Ölpreise an den internationalen Börsen zeigen sich am Mittwochvormittag wenig verändert. Trader warten auf die wöchentlichen Lagerbestandsdaten und Monatsberichte zum Ölmarkt. Ebenso wird die für den Nachmittag angekündigte Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen den USA und China mit einiger Spannung erwartet. Ob und wie schnell die negativen konjunkturellen Folgen des Handelsstreits dadurch eingedämmt werden können muss sich zeigen. Neuesten Schätzungen zufolge könnten sich die chinesischen Ölimporte 2020 im Vergleich zum Vorjahr halbieren und den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2008 erreichen. Der erwartete Rückgang wird u.a. mit dem Handelsstreit begründet.

Mit Blick auf den heimischen Heizölmarkt nimmt das Geschäft aufgrund der sehr günstigen Preisentwicklung ordentlich Fahrt auf. Die Nachfrage nach Heizöl erreichte am Dienstag den höchsten Stand seit dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabische Ölanlagen Mitte September. Auch heute bleibt das Kaufinteresse der Verbraucherschaft ungebremst hoch. Bereits zur Monatsmitte zeichnet sich damit ab, dass der Januar ein absatzstarker Monat für den Heizölhandel werden wird. Bis zum Ende dieser Woche dürften bereits die Online-Verkaufszahlen aus dem Vormonat erreicht sein, denn der Dezember war eher umsatzschwach. Ob der Januar 2020 am Ende auch im Vergleich zum Vorjahresmonat die Nase vorn hat, muss sich dagegen zeigen. Der Januar war im insgesamt absatzstarken Heizöljahr 2019 einer der stärksten Monate. Entsprechend hoch liegt die Messlatte. Fest steht unterdessen, dass weder die milden Außentemperaturen, noch die anhaltende Klimadebatte spuren im Kaufverhalten hinterlassen. Beim Heizöl zählt weiterhin der Preis als mit Abstand wichtigstes Argument für die Kaufentscheidung. Auch der Marktanteil klimaneutraler Heizölangebote, die den CO2-Ausstoß über Zertifikate kompensieren, bleibt gering. Je nach Heizöllieferant lassen sich die CO2-Emissionen der eigenen Ölheizung für nur ca. einen Cent je Liter ausgleichen. Dies geschieht freiwillig durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten rund um den Globus. Einige Heizöllieferanten bieten die CO2-Kompensation sogar automatisch und völlig kostenneutral für den Verbraucher an. - ok

HeizOel24-Tipp: CO2 neutrales Heizöl. Unterstützen Sie per Mausklick ausgewählte Klimaschutzprojekte rund um den Globus. Durch die gezielte Investition in Schwellenländern erreicht jeder Euro einen enormen Hebel. HeizOel24. 15.01.2020

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
144,28 €
Veränderung
+7,19 %
zum Vortag
144,28 €
/100l
Prognose
-16,80 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 09.03.2026, 18:29
$/Barrel -7,39%
Gasöl 1.113,50
$/Tonne -15,13%
Euro/Dollar 1,1583
$ +0,39%
US-Rohöl 95,56
$/Barrel -10,78%
Börsendaten
Mittwoch
15.01.2020
13:08 Uhr
Schluss Vortag
14.01.2020
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
64,53 $
pro Barrel
64,46 $
pro Barrel
+0,11%
Gasöl
582,00 $
pro Tonne
578,50 $
pro Tonne
+0,61%
Euro/Dollar
1,1151 $
1,1126 $
+0,22%
(etwas fester)
USD/CHF
0,9654 CHF
0,9673 CHF
-0,20%
(konstant)
Heizölpreis
Mittwoch
15.01.2020
13:08 Uhr
Schluss Vortag
14.01.2020
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
63,55 €
63,63 €
-0,13%
Österreich
74,49 €
80,65 €
-7,64%
Schweiz
85,62 CHF
85,41 CHF
+0,25%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl fallend
Heizöl fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Iran-Krieg treibt Ölpreise über 100 US-Dollar
09.03.26 • 10:02 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise sind über das Wochenende in eine neue Dimension gerutscht. Brent übersprang erstmals seit 2022 die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Ölförderung gedrosselt und der Iran verkündet ihren neuen Obersten Führer. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz starten mit dem größten Tagessprung seit Beginn dem Krieg in Weiterlesen
US-Signale halten Ölpreise nicht auf
06.03.26 • 10:48 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise konnten sich im gestrigen Handel etwas beruhigen, nachdem eine Meldung aus Washington überraschte. Die Trump-Regierung könnte bald direkt in den Terminmarkt für Öl eingreifen, um die Preise zu dämpfen. Nichtsdestotrotz halten sich die Öl- und Heizölpreise an ihr gewohntes Wochenmuster und starten fester in den Freitag. In Deutschland und Österreich ist die Aufwärtsbewegung im Vergleich Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv