Heizöl: Geringe Nachfrage drückt Raffineriemargen

Die Öl- und Heizölpreise sind gegenüber Freitagnachmittag unverändert in die neue Woche gestartet. Am Montag zeigt sich seit dem Mittag eine leichte Teuerungstendenz, sodass Heizölkunden, die sich bereits zum Kauf entschieden haben, schnell handeln sollten. Auf den Abend zu spekulieren macht aus aktueller Sicht wenig Sinn.

Nach einer nachrichtenarmen Marktphase dürfte die aktuelle Woche deutlich mehr Impulse für den Ölpreis bereithalten. Mit den Monatsreports von EIA, OPEC und IEA steht ab Dienstagnachmittag ein wahrer Zahlenreigen ins Haus. Mit Interesse dürfte vor allem der Ausblick der Expertisen begutachtet werden, da es die erste Berichtsrunde nach dem OPEC-Meeting von Ende Juni ist. Außerdem könnten die wöchentlichen DOE-Lagerbestandsdaten am Mittwoche eine Überraschung bereithalten. Ebenfalls Ende Juni musste die größte Ölsandaufarbeitungsanlage Kanadas in Fort Mc Murray nach einem Stromausfall abgeschaltet werden. Die Produktionsausfälle dürften sich in den Lagerbestandsdaten der aktuellen Berichtswoche niederschlagen.

Die Inlandsnachfrage nach Heizöl ist trotz eines leichten Anstiegs weiterhin schwach und reicht bei weitem nicht an die Vorjahreswerte heran. Nach weit unterdurchschnittlichen Umsätzen im Mai und Juni ist auch der Auftakt in den Juli enttäuschend verlaufen. Das eigentliche Problem für den Handel könnte sich im Herbst ergeben, wenn die Nachfrage nach Heizöl sprunghaft steigt und die Logistikkapazitäten und Warenbestände auf dem Prüfstand stehen.

Aktuell macht sich die ausgedehnte Absatzflaute verbraucherfreundlich bemerkbar. Besonders im Umfeld der großen süddeutschen Raffineriestandorte Karlsruhe und Ingolstadt sorgen hohe Heizölbestände für schwindende Raffineriemargen. Auch Autofahrer profitieren vielfach, da das Überangebot an Heizöl Wechselwirkung auf Benzin und Diesel entfaltet. Für spürbare Preissenkungen am Heizölmarkt, die dann auch die Nachfrage ankurbeln bedarf es allerdings einer Korrektur an den internationalen Ölbörsen. Diese ist nicht absehbar und die Rabatte, die auf dem nationalen Markt entstanden sind verbleiben zumeist im kosmetischen Bereich. Sie schaden dem Handel mehr als sie dem Verbraucher nützen. - ok

HeizOel24-Tipp: Abwärtsimpuls oder neue Preissteigerungen? Zahlreiche Berichte und Statistiken werden den Ölmakt in dieser Woche beeinflussen. Bleiben Sie informiert mit HeizOel24. – 09.07.2018

Börsendaten:
  Montag 09.07.2018 - 12:59 Uhr Schluss Vortag 08.07.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
77,84 $
pro Barrel
77,29 $
pro Barrel
+0,71%
Gasöl 672,00 $
pro Tonne
665,75 $
pro Tonne
+0,94%
Euro/Dollar 1,1771 $ 1,1747 $ +0,20%
(etwas fester)
USD/CHF 0,9878 CHF 0,9888 CHF -0,10%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 09.07.2018 - 12:59 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 67,74 € 67,53 € +0,32%
Österreich 79,38 € 79,89 € -0,64%
Schweiz 97,33 CHF 97,33 CHF 0,00%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
fallend fallend
alle Angaben ohne Gewähr
Heizölpreis fällt leicht

Heizöl-Wochenbilanz: Es geht bergab!

weiterlesen
Heizöl Lieferung

Heizöl: Mit kleinen Mengen auf die große Ersparnis spekulieren

weiterlesen

Ölpreis im freien Fall - Heizöl zieht zögerlich nach

weiterlesen

Pressekontakt

+49 (0)30 701 712 0
Oliver Klapschus
Geschäftsführer