Heizölpreis auf 3-Monats-Tief - Geht es weiter runter?

08.05.12 • 10:07 Uhr • HeizOel24 News

Ganz so heiß, wie gekocht wurde, wurde dann doch nicht gegessen. Die Börsen haben sich im gestrigen Tagesverlauf sehr gut von ihrem morgendlichen Wahl-Absturz erholt. Der DAX schloss nach mehr als 2 % Minus zum Handelsstart noch knapp im Plus. Auch der Euro konnte einen knappen US-Cent gut machen und kämpfte sich zurück über die 1,30er Marke. Lediglich der Ölpreis – und das ist das positive aus Verbrauchersicht – konnte nur leicht zulegen. Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) und Rohöl (Brent Crude Nordseeöl) stemmten sich gegen den Aufwärtsschwung der übrigen Börsen und zeigten kaum Erholungstendenzen.

Heute Morgen werden in London 954 Dollar je Tonne Gasöl und 112, 50 Dollar je Tonne Rohöl bezahlt. Analysten halten eine Fortsetzung der Abwärtskorrektur für durchaus wahrscheinlich. Zahlreiche Berichte zur Nachfragesituation auf dem Weltmarkt (EIA heute Abend, OPEC am Donnerstag und IEA am Freitag) und die US-Bestandsdaten nach API-Version (heute 22:30 Uhr) und DOE-Version (morgen 16:30 Uhr) könnten die Ölnotierungen weiter nach unten drücken. Die eingetrübten weltweiten Konjunkturaussichten dürften ebenso wenig für Börseneuphorie sorgen, wie die Wahlergebnisse aus Frankreich und Griechenland. Während der neue sozialistische Präsident Frankreichs bereits an „Schrecken“ verloren hat, schlagen die Wogen in Griechenland gerade erst so richtig hoch: Die Konservative sieht sich außer Stande, unter den entstandenen Mehrheitsverhältnisse eine Regierung zu bilden und hat das Mandat zurückgegeben. Neuwahlen sind wahrscheinlich.

Heizölkunden sollten Ölpreis und Eurokurs weiter fest im Blick haben. Die Gemengelage am Weltmarkt ist unübersichtlich und weitere Abschläge sind durchaus denkbar. Gefahr droht, sobald der Ölpreis wieder nach oben dreht oder der Euro absackt. Die Nachfrage nach Heizöl hat bereits gestern stark zugenommen und liegt auch heute auf einem für die Jahreszeit hohen Niveau. Abschläge von rund 5 Cent je Liter gegenüber den Jahreshöchstständen aus dem Februar und März und vor allem leere Tanks lassen die Verbraucher rasch aktiv werden. Wer dagegen Zeit und Nerven hat, der kann noch etwas abwarten, wie sich die Heizölpreise entwickeln. Die Chancen stehen gut, dass die aktuellen Literpreise von rund 87 Cent in Deutschland bzw. 98 Cent in Österreich und 101 Rappen in der Schweiz, noch nicht das Ende der Fahnenstange sind. Erstes Sprungziel sind 85 Cent bzw. 95 Cent. In der Schweiz könnte der durchschnittliche Heizölpreis erstmals in diesem Jahr unter einen Franken sinken.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 112,50 $, Gasöl ca. 954 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,10 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,302 (etwas fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,082 (leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Die Heizölpreise haben verbreitet den tiefsten Stand seit drei Monaten erreicht. Auch bis zum bisherigen Jahrestief 2012 ist es nicht mehr weit. Kunden sollten genau beobachten, wie weit die aktuelle Konsolidierung den Ölpreis nach unten drückt. Maßgeblich für den Heizölpreis ist immer der Zeitpunkt der Bestellung. www.heizoel24.de - 08.05.2012
 

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
121,13 €
Veränderung
+2,02 %
zum Vortag
121,13 €
/100l
Prognose
-2,16 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 11.06.2026, 11:12
$/Barrel -2,78%
Gasöl 1.037,00
$/Tonne -1,47%
Euro/Dollar 1,1532
$ -0,03%
US-Rohöl 89,31
$/Barrel -2,77%
Börsendaten
Dienstag
08.05.2012
10:07 Uhr
Schluss Vortag
07.05.2012
Veränderung
zum Vortag
Heizölpreis
Dienstag
08.05.2012
10:07 Uhr
Schluss Vortag
07.05.2012
Veränderung
zum Vortag
Ø 100l Preis bei 3.000l

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizölpreise im Jojo-Modus
11.06.26 • 10:58 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise stiegen in der Nacht kräftig an, gaben aber die Gewinne bis zum Morgen wieder vollständig ab. Für den Schluckauf an den Börsen sorgten neue US-Angriffe auf iranische Ziele sowie Vergeltungsschläge seitens Teherans. Da ein Abkommen immer noch nicht in Sicht ist, wird der Druck wieder höher. Das Preis-Jojo im Inland funktioniert nicht ganz so schnell, weswegen Heizöl am Vormittag erstmal Weiterlesen
Vergeltungsschläge verpuffen nur noch am Ölmarkt
10.06.26 • 11:05 Uhr • Janin Wordel
ach dem Rücksetzer am Dienstag bleibt der Ölmarkt am Mittwoch ohne klare Richtung. Neue Angriffe zwischen den USA und dem Iran sorgen zwar für Schlagzeilen, reichen aber nicht aus, um die Preise wieder nachhaltig nach oben zu treiben. Im Gleichschritt mit den Ölpreisen gehen auch die Heizölpreise. Verbraucher zahlen heute durchschnittlich einen Cent bzw. Rappen weniger.Die Ölpreise haben im gestrigen Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv