Ölmarkt stabil, kaum geänderte Heizölpreise

29.11.11 • 09:54 Uhr • HeizOel24 News

Schuldenkrise? Sonst immer gern, aber gestern war es schlecht. Auch die Börse braucht mal eine Pause. Nach acht Verlusttagen infolge erlebte der DAX gestern einen wahren Höhenrausch und konnte im Handelsverlauf 4 % zulegen. Auch an der Wallstreet in New York ging es mit den Aktienkursen im Schnitt 2,5 % aufwärts.

Verhalten positive Nachrichten gibt es auch für alle Heizölkunden: Ölpreis und Euro zeigten sich weitgehend unbeeindruckt vom Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten. Der Preis für die Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) schwankt weiter um 950 $. Der Euro hat sich bei gut 1,33 Dollar stabilisiert. Im Ergebnis notieren die Heizölpreise heute weitgehend unverändert. D.h. auch wenn der zarte Abwärtstrend der Vorwoche gestoppt ist, wird Heizöl zumindest nicht teurer.

Für einen durchgreifenden Preisabschwung fehlt es am Ölmarkt nach wie vor an Dynamik. Die realwirtschaftliche Nachfrage nach Rohöl, Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin ist hoch. Auch der Anreiz Geld in Öl anzulegen ist weiter gegeben. Sichere festverzinsliche Anlagen bringen kaum Zinsen, Aktien und spekulative Staatsanleihen bergen hohe Verlustrisiken. Nicht nur für Spekulanten, sondern auch für Anleger, die sich einen Inflationsschutz ins Depot holen wollen ist Öl attraktiv. Selbiges gilt für Gold, das allerdings bereit sehr teuer ist.

Blicken wir auf den reinen Heizölmarkt, so zieht steigende Nachfrage im Osten und Süden von Deutschland zudem die Inlandspreise nach oben. Begünstigt ist aktuell der Norden. Der Westen könnte in den Genuss leicht sinkender Heizölpreise kommen, sobald wieder mehr Wasser im Rhein ist. Das Sparpotential inländischer Preisfaktoren ist allerdings auf wenige Cent je Liter Heizöl. Ein großer Preisrutsch kann nur vom Weltmarkt ausgehen. Wahrscheinlichster Auslöser wäre ein globaler Konjunktureinbruch. Vorsicht vor steigenden Heizölpreisen ist geboten, wenn der Euro weiter im Wert geschwächt wird oder sich akute Kriegsgefahr im Iran abzeichnet. Bleiben die äußeren Faktoren im aktuellen labilen Gleichgewicht, so ist bis zum Jahresende mit ähnlichen Öl- und Heizölpreisen zu rechnen wie jetzt. Die allgegenwärtigen Risiken hindern die Ölpreise an einem weiteren Anstieg über psychologisch wichtige Marken (z.B. 1000 $ beim Gasöl). Die o.g. Effekte verhindern ein Absinken.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 109,00 $, Gasöl ca. 953 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,10 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,332 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Energie wird immer teurer. Nutzen Sie alle Chancen, um Strom- und Heizkosten zu sparen! Günstige Tarife und weniger Verbrauch bilden eine schlagkräftige Kombination. Für den Start lohnt sich oft eine Energieberatung. www.heizoel24.de - 29.11.2011
 

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
115,14 €
Veränderung
-0,06 %
zum Vortag
115,14 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 13.06.2026, 16:39
$/Barrel 0,00%
Gasöl 964,25
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1566
$ 0,00%
US-Rohöl 84,29
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Dienstag
29.11.2011
09:54 Uhr
Schluss Vortag
28.11.2011
Veränderung
zum Vortag
Heizölpreis
Dienstag
29.11.2011
09:54 Uhr
Schluss Vortag
28.11.2011
Veränderung
zum Vortag
Ø 100l Preis bei 3.000l

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Trump-Post schickt Ölpreise auf Talfahrt
12.06.26 • 11:05 Uhr • Janin Wordel
Ein Post auf Truth Social hat am Donnerstagabend den Ölmarkt auf den günstigsten Stand seit April gedrückt. Trump sagte geplante Angriffe auf den Iran ab und stellte ein Abkommen in Aussicht. Teheran widersprach zwar prompt, aber genau diese Deeskalationssignale braucht der angespannte Markt. Die Ölpreise rutschten in Folge südwärts und nahmen Heizöl gleich mit an die Hand. Der flüssige Brennstoff Weiterlesen
Heizölpreise im Jojo-Modus
11.06.26 • 10:58 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise stiegen in der Nacht kräftig an, gaben aber die Gewinne bis zum Morgen wieder vollständig ab. Für den Schluckauf an den Börsen sorgten neue US-Angriffe auf iranische Ziele sowie Vergeltungsschläge seitens Teherans. Da ein Abkommen immer noch nicht in Sicht ist, wird der Druck wieder höher. Das Preis-Jojo im Inland funktioniert nicht ganz so schnell, weswegen Heizöl am Vormittag erstmal Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv