Heizölmarkt: Schwierige Zeiten für Händler und Verbraucher

11.11.11 • 10:48 Uhr • HeizOel24 News

Die Woche endet unter dem Eindruck eines neuen Jahreshochs bei den Heizölpreisen. Der schwache Euro und die stabilen Ölpreise am Weltmarkt lassen dem Heizölhandel in Deutschland und Österreich keine andere Wahl. Auch wenn Preiserhöhungen das Letzte sind, was dieser gerade gebrauchen kann. Das ohnehin schwierige Heizöl-Jahr 2011, steuert auf ein frustrierendes Ende zu. Für den Handel ist das Geschäft kaum noch planbar, Kunden schmerzt der tiefe Griff in den Geldbeutel. In den ersten drei Quartalen 2011 wurden fast 20 % weniger Heizöl verkauft als im Vorjahreszeitraum. Lange Absatzflauten wurden dabei von abrupten Sturmläufen der Kunden unterbrochen. Immer dann wenn Heizöl etwas billiger wurde – dies war an wenigen Tagen im Mai, Juni und August der Fall – herrschte plötzlich Hochkonjunktur im Heizölhandel. Im Herbst gab es aufgrund der Vielzahl leerer Verbrauchertanks dann doch noch so etwas wie Kontinuität. Niedrigwasser am Rhein und knappe Warenbestände in einigen Großtanklagern erschwerten dafür die Logistik. Für Kunden und Handel gleichermaßen ein herausforderndes Jahr.

Ebenso durchwachsen gestaltet sich der Ausblick für die nähere Zukunft. Dass die Heizölpreise fallen, ist keineswegs mehr sicher. Die aktuelle Finanzkrise zeigt eine deutlich andere Wirkung auf den Markt als der Bankencrash des Jahres 2008. Vor drei Jahren stürzte in den Börsenturbulenzen auch der Ölpreis ab. Diesmal begrenzt sich das Spektakel auf den Aktien- und Devisenmarkt. Wobei auf den Kursschock im August eine veritable Erholung folgte. Hohe Unternehmensgewinne machen die Krise nicht greifbar. Auch Industriemetalle tendieren schwächer. Gold, Silber und Öl sind dagegen weiter gefragt. Was zum Problem werden könnte ist der Ausblick: Im ersten Halbjahr 2012 sollte sich daher zeigen, ob aus der europäischen Staatsschuldenproblematik eine weltweite Wirtschaftskrise erwächst, oder ob es gelingt, den Brandherd wirksam einzudämmen. Entsprechend wird auch der Ölpreis reagieren. Sonderfaktoren, wie ein möglicher Iran-Krieg oder Naturkatastrophen einmal außen vor gelassen. Die Hurrikansaison am Golf von Mexiko verlief übrigens ohne negative Konsequenzen für die dortigen Ölförderanlagen. Preisdrückende Wirkung: Fehlanzeige!

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 114,00 $, Gasöl ca. 990 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,60 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,364 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Gewinnen Sie mit etwas Glück eine neue Öl-Brennwertheizung mit Solarthermie inklusive Installation. Auf oelheizung.info verlost IWO einen Gutschein für eine Ölheizung mit Solar im Wert von bis zu 12.500 Euro. www.heizoel24.de - 11.11.2011
 

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
115,14 €
Veränderung
-0,06 %
zum Vortag
115,14 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 13.06.2026, 13:55
$/Barrel 0,00%
Gasöl 964,25
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1566
$ 0,00%
US-Rohöl 84,29
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Freitag
11.11.2011
10:48 Uhr
Schluss Vortag
10.11.2011
Veränderung
zum Vortag
Heizölpreis
Freitag
11.11.2011
10:48 Uhr
Schluss Vortag
10.11.2011
Veränderung
zum Vortag
Ø 100l Preis bei 3.000l

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Trump-Post schickt Ölpreise auf Talfahrt
12.06.26 • 11:05 Uhr • Janin Wordel
Ein Post auf Truth Social hat am Donnerstagabend den Ölmarkt auf den günstigsten Stand seit April gedrückt. Trump sagte geplante Angriffe auf den Iran ab und stellte ein Abkommen in Aussicht. Teheran widersprach zwar prompt, aber genau diese Deeskalationssignale braucht der angespannte Markt. Die Ölpreise rutschten in Folge südwärts und nahmen Heizöl gleich mit an die Hand. Der flüssige Brennstoff Weiterlesen
Heizölpreise im Jojo-Modus
11.06.26 • 10:58 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise stiegen in der Nacht kräftig an, gaben aber die Gewinne bis zum Morgen wieder vollständig ab. Für den Schluckauf an den Börsen sorgten neue US-Angriffe auf iranische Ziele sowie Vergeltungsschläge seitens Teherans. Da ein Abkommen immer noch nicht in Sicht ist, wird der Druck wieder höher. Das Preis-Jojo im Inland funktioniert nicht ganz so schnell, weswegen Heizöl am Vormittag erstmal Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv