Heizölpreise pendeln im engen Korridor

07.10.26 • 12:20 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise steigen am Mittwoch wieder, weil im Golf von Mexiko ein Sturm aufzieht und die Sorge um Ausfälle in der US-Förderung die Kurse stützt. Dazu kommen neue Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus und US-Lagerdaten, die überraschend wenig Rohöl zeigen. Gasöl macht seinen Rückgang vom Dienstag damit mehr als wett. Und auch die Heizölpreise in Deutschland und der Schweiz ziehen an, in Österreich geht es dagegen weiter nach unten.

Die Nordseesorte Brent kostet am Vormittag 101,27 US-Dollar je Barrel und damit knapp drei US-Dollar mehr als gestern Mittag. Die amerikanische Sorte WTI steht bei 89,94 US-Dollar. Gasöl, aus dem Heizöl gewonnen wird, schloss gestern mit 1.329,50 US-Dollar je Tonne gut 50 US-Dollar unter dem Vortag. Heute kostet es 1.390,00 US-Dollar. Der Euro wird etwas schwächer und kostet 1,12 US-Dollar.

Den Dienstag über ging es zunächst abwärts, weil wieder mehr Öl aus dem Persischen Golf auf den Weltmarkt gelangt und Riad stabile Transporte durch die saudischen Pipelines meldete. Am Nachmittag drehte die Stimmung mit den Lagerdaten des American Petroleum Institute (API) dann. Laut API sanken die Rohöl- und Benzinbestände, was bullish aufgefasst wurde. Ob das Department of Energy die knappe Versorgungslage mit den offiziellen Daten heute bestätigen kann, wird sich zeigen. Zusammen mit dem Monatsbericht der US-Energiebehörde EIA reichte das allerdings, um Brent und WTI bis zum Abend fast auf den Stand vom heute Morgen zurückzubringen.

Heute früh legen die Preise weiter zu, was vor allem am Wetter liegt. Im Golf von Mexiko hat sich ein Tief gebildet, das nach Einschätzung von US-Meteorologen binnen zwei Tagen Hurrikanstärke erreichen könnte. Es wäre der erste Hurrikan dieser Saison, die offiziell seit Anfang Juni läuft und erst Ende November endet. Gewöhnlich bringen gerade die Monate August bis Oktober die schwersten Stürme hervor, in diesem Jahr blieb ein Hurrikan bislang aus. Für die Ölindustrie steht einiges auf dem Spiel, denn aus den Förderfeldern vor der Küste stammen rund 15 Prozent des amerikanischen Rohöls und etwa fünf Prozent des Erdgases. An Land kommt die Hälfte der US-Raffineriekapazität hinzu, mindestens sechs große Anlagen liegen in der vorhergesagten Zugbahn. Der Ölkonzern Chevron holt sein Personal bereits von den Plattformen. Wie stark der Markt das zu spüren bekommt, hängt am Tempo des Sturms. Zieht er rasch durch, bleiben die Ausfälle kurz, ein langsamer Sturm richtet dagegen meist größere Schäden an, deren Reparatur Wochen dauern kann.

Mit den festeren Börsenvorgaben ziehen auch die Heizölpreise entsprechend an. Kaum wurde gestern ein Dreiwochentief erreicht, ist es heute auch schon wieder passé. Der Liter Heizöl kostet im deutschen Bundesschnitt aktuell 1,65 Euro und damit rund vier Cent mehr als am Dienstagabend. Mit der Aufholung des gestrigen Preisrückgangs setzt Heizöl heute seine Seitwärtsbewegung fort. Der 7-Tage-Durchschnitt von rund 1,64 Euro je Liter bleibt also engmaschig im Visier. Den Aufschlag bekommen Haushalte überall zu spüren, wenn auch unterschiedlich stark. In Hessen zahlen Käufer über fünf Cent mehr als gestern, in Hamburg sind es gut zwei. Beim Preisniveau selbst hat sich dagegen wenig verschoben. Hamburg bleibt mit 1,59 Euro die günstigste Adresse, in Hessen kostet der Liter mit 1,70 Euro gut elf Cent mehr.

In Österreich geht der Rückgang dagegen weiter. Der Liter kostet 1,79 Euro und ist damit so günstig wie seit knapp vier Wochen nicht mehr. Seit dem Hoch Mitte September summiert sich das Minus dort auf knapp 13 Cent. In der Schweiz zieht der Preis deutlich an, der Liter kostet derzeit 1,69 Franken. Den Rückgang vom Dienstag hat er damit mehr als wettgemacht und liegt nur noch gut einen Rappen unter seiner Jahresspitze.

HeizOel24-Tipp: Wer den Tank jetzt füllen muss, aber die Summe nicht auf einmal aufbringen möchte, verteilt sie einfach auf mehrere Monate. Mit dem Ratenkauf kommt das Heizöl sofort, bezahlt wird bequem in monatlichen Raten. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
165,35 €
Veränderung
+2,60 %
zum Vortag
165,35 €
/100l
Prognose
+1,30 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 07.10.2026, 13:13
Nordseeöl 101,85
$/Barrel +0,80%
Gasöl 1.409,50
$/Tonne +2,16%
Euro/Dollar 1,1191
$ -0,59%
US-Rohöl 89,98
$/Barrel +0,08%
Börsendaten
Mittwoch
07.10.2026
12:20 Uhr
Schluss Vortag
06.10.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
101,94 $
pro Barrel
101,04 $
pro Barrel
+0,89%
Gasöl
1.411,50 $
pro Tonne
1.379,75 $
pro Tonne
+2,30%
Euro/Dollar
1,1191 $
1,1257 $
-0,59%
(etwas schwächer)
USD/CHF
0,8326 CHF
0,8311 CHF
+0,18%
(konstant)
Heizölpreis
Mittwoch
07.10.2026
12:20 Uhr
Schluss Vortag
06.10.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
165,24 €
159,70 €
+3,47%
Österreich
179,14 €
179,67 €
-0,30%
Schweiz
169,02 CHF
162,83 CHF
+3,80%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl fallend
Heizöl fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizölpreise fallen auf 3-Wochen-Tief
06.10.26 • 12:42 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise geben den zweiten Tag in Folge nach, nachdem neue Schiffsdaten wieder deutlich mehr Lieferungen vom Persischen Golf zeigen. Gasöl verliert dabei spürbar. Die Heizölpreise sinken in Deutschland und der Schweiz spürbar, in Österreich leicht.Die Nordseesorte Brent kostet am Mittag 98,55 US-Dollar je Barrel und damit rund vier US-Dollar weniger als gestern Vormittag. Die amerikanische Ölsorte Weiterlesen
Heizölpreise: Oktober zeigt sich gelassen
05.10.26 • 12:44 Uhr • Janin Wordel
Gasöl hat am Freitag kräftig nachgegeben, nachdem die G7-Staaten die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus ihren Notvorräten angekündigt hatten. Zum Wochenstart holt der Preis einen Teil davon zurück, Brent und WTI bewegen sich dagegen kaum. Der Liter Heizöl kostet in Deutschland rund einen Cent mehr als am Freitag. In Österreich bleibt der Preis auf der Stelle, in der Schweiz zieht er um rund fünf Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv