Ölpreise fallen auf März-Tief

24.06.26 • 10:50 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise stehen am Mittwoch weiter unter Druck und setzen den Rückgang der vergangenen Tage fort. Brent rutscht erstmals seit Anfang März unter die Marke von 76 US-Dollar. Die Heizölpreise ziehen in Deutschland dagegen an und starten mit Aufschlägen von durchschnittlich zwei Cent je Liter in den Mittwoch. In Österreich und der Schweiz kann sich der flüssige Brennstoff auf Vortagesniveau halten.

Am Dienstag konnten die Ölpreise kräftig abgeben, da die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA vielversprechend verliefen und die USA erste Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor lockerten. Kurz vor Handelsschluss meldete sich dann Russlands Energiebeauftragter Alexander Nowak zu Wort. Moskau erwäge wohl ein vollständiges Exportverbot für Diesel. Gasoil, der entscheidende Terminkontrakt für den europäischen Heizölmarkt an der Londoner Warenbörse ICE, zog daraufhin deutlich an. Brent und die amerikanische Ölsorte WTI ließen sich davon nicht mitreißen und schlossen den Tag mit einem Minus ab.

Heute Morgen geht es für die Notierungen jedoch weiter bergab. Die Nordseesorte Brent steht bei 75,53 US-Dollar je Barrel, die amerikanische Ölsorte WTI bei 71,81 US-Dollar. Und auch die Gasölpreise kommen ein Stück weit zurück.

Dass sich die Straße von Hormus langsam wieder füllt, stimmt Marktteilnehmer positiv. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO hat Sicherheitsgarantien ausgesprochen und immer mehr Schiffe passieren die Meerenge. Trotz der bekannten Unstimmigkeiten zwischen Washington und Teheran bezüglich des Atomprogrammes des Irans und der geplanten Durchfahrtsgebühren, scheint nun ein Nenner gefunden zu sein, auf dem arbeiten kann.

Auf dem Plan stehen heute Nachmittag noch die offiziellen US-Bestandsdaten des US-Energieministeriums. Mit Spannung erwartet werden die Bestandsveränderungen des Zentrallagers in Cushing, Oklahoma. Dieses gilt als Sorgenkind, da die Vorräte dort zuletzt auf ein kritisch niedriges Niveau gesunken sind. Fallen die Zahlen positiv aus, könnte das Brent zumindest kurz stabilisieren.

Auf Wochensicht halten sich die Heizölpreise in Deutschland stabil und zeigen eine gewisse Seitwärtstendenz. Mit durchschnittlich 1,10 Euro je Liter ist Heizöl nicht mehr ganz so fern vom Februarniveau. Durch die gestrige Aufwärtsbewegung der Gasölpreise stehen am Vormittag aber erstmal Aufschläge an und schieben den bundesweiten durchschnittlichen Heizölpreis auf 1,11 Euro. Größere Schwankungen, wie in den letzten Monaten, sind jedoch nicht mehr zu beobachten, was den anstehenden Heizölkauf wesentlich planbarer macht.

Das Gleiche gilt auch für Österreich und die Schweiz. Dort halten sich die Preise nahe am Niveau des Vortages. Der Juni zeigt sich hinsichtlich der Nachfrage durchaus belebter als in den Vormonaten. Mit der Kombination aus Abwärtsbewegung und moderaten Lieferfristen entscheiden sich viele Verbraucher ihre Tankvorräte jetzt aufzufüllen.

HeizOel24-Tipp: Ein Blick in den Intraday-Chart zeigt, wie sich die Heizölpreise im Tagesverlauf entwickeln und welche Bewegungen sich tatsächlich durchsetzen. Durch die Aktualisierung alle fünf Minuten werden Veränderungen früh sichtbar und lassen sich besser für Kaufentscheidungen einordnen. HeizOel24

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