Trump-Rede katapultiert Ölpreise nach oben

02.04.26 • 10:02 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise ziehen heute kräftig an und drehen damit die Bewegung vom Vortag deutlich nach oben. Nach einem richtungslosen Mittwoch sorgt die neue Eskalationsrhetorik aus Washington für einen Stimmungswechsel. Für Verbraucher bedeutet das: Heizöl verteuert sich spürbar und legt aktuell um durchschnittlich zehn Cent pro Liter zu.

Am Mittwoch fehlte dem Markt zunächst die klare Linie. Die Nordseesorte Brent und die amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) gaben im Vormittagshandel nach und rutschten zeitweise unter die Tiefs des Vortags. Technische Verkaufssignale verstärkten die Bewegung zusätzlich und brachten kurzfristig Druck in den Markt.

Im weiteren Verlauf drehte die Stimmung jedoch. Ein Raketentreffer auf ein Schiff vor Katar verstärkte die Sorge, dass sich die Störungen im Öltransport ausweiten könnten. Die Preise stabilisierten sich daraufhin und arbeiteten sich zurück nach oben.

Bis zum Abend blieb das Bild dennoch uneinheitlich. Weder die US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) noch politische Signale aus Europa oder dem Irak lieferten eine klare Richtung. Die Notierungen bewegten sich in einer breiten Spanne, während sich beim europäischen Gasöl bereits leichter Abwärtsdruck zeigte.

Die entscheidende Bewegung folgte in der Nacht.

US-Präsident Trump stellte in seiner Fernsehansprache zwar erneut ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht, kündigte zugleich aber eine mögliche Ausweitung der Angriffe an. Dabei rückte er ausdrücklich auch die iranische Energieinfrastruktur in den Fokus möglicher militärischer Maßnahmen. Genau dieser Punkt verändert die Bewertung am Markt.

Denn damit rückt ein Szenario in den Vordergrund, das über kurzfristige Störungen hinausgeht. Sollten Förderanlagen oder Exportterminals beschädigt werden, könnten die Einschränkungen am Ölangebot deutlich länger anhalten.

Parallel dazu bleibt die politische Lage verhärtet. Nach iranischer Darstellung ist die Einschränkung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus eine direkte Folge der militärischen Angriffe durch die USA und Israel. Teheran betont sein Recht auf Selbstverteidigung und macht deutlich, dass Schiffe beteiligter Staaten weiterhin betroffen sein können. Gleichzeitig wird Europa vor einer stärkeren Einmischung gewarnt.

Auf westlicher Seite wächst der Druck, die wichtige Transportroute abzusichern. Insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate prüfen gemeinsam mit Partnern, darunter Großbritannien, Möglichkeiten zur Sicherung der Straße von Hormus. Konkrete Maßnahmen oder eine geschlossene Allianz sind jedoch bislang nicht erkennbar.

Unterm Strich verschiebt sich die Erwartung am Markt. Die Hoffnung auf eine schnelle Entspannung tritt in den Hintergrund. Stattdessen befeuert die Aussicht auf eine längere und intensivere Phase des Konflikts die Ölpreise. Genau diese Neubewertung treibt die Preise heute Morgen deutlich nach oben.

Für Verbraucher kommt der Preissprung unmittelbar an. Heizöl kostet aktuell im Bundesdurchschnitt rund 1,51 Euro je Liter und liegt damit etwa zehn Cent über dem Niveau vom Vortag. Dabei fällt neben der enormen Auf- und Abschläge auch die Geschwindigkeit der Bewegung ins Gewicht. Innerhalb kurzer Zeit dreht der Markt erneut nach oben und hebt die Entlastung der letzten Tage wieder auf. Solche schnellen Richtungswechsel machen die Lage schwer einschätzbar und erschweren zudem die Kaufentscheidung.

Die Nord-Süd-Schere bei den Preisen bleibt deutlich geöffnet. Während Heizöl im Norden, etwa in Hamburg mit rund 1,60 Euro je Liter oder in Hannover mit etwa 1,62 Euro je Liter, deutlich über dem landesweiten Durchschnitt liegt, bewegen sich Städte im Süden wie München oder Stuttgart mit rund 1,42 Euro je Liter klar darunter.

Der Blick in den DACH-Raum zeigt sich ebenfalls differenziert. In Österreich verharrt Heizöl noch aktuell bei rund 1,86 Euro je Liter, in der Schweiz schießt der Preis für den flüssigen Brennstoff auf knapp 1,52 Euro je Liter. Dort verteuert sich Heizöl im Schnitt um rund elf Rappen pro Liter gegenüber dem Vortag.

Mit Blick auf das bevorstehende lange Osterwochenende dürfte die Handelsaktivität am Markt vorübergehend nachlassen. An der grundsätzlichen Dynamik der Preisbewegungen ändert das jedoch wenig.

HeizOel24-Tipp: Die Osterfeiertage stehen vor der Tür. Auch wenn der Markt aktuell in Bewegung bleibt und die Preise schnell reagieren, nehmen Sie sich die Zeit zum Durchatmen und Krafttanken. Genießen Sie erholsame Tage, in denen andere Dinge wieder mehr Raum bekommen. Wir wünschen Ihnen schöne und erholsame Feiertage. HeizOel24

Die nächsten News erscheinen am 07. April 2026.

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