Heizölpreise im DACH-Raum uneinheitlich

20.01.26 • 10:49 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten nahe den Vortageshochs in den Dienstag, gestützt von stärkeren Konjunkturprognosen und einer Produktionsstörung in Kasachstan. Gleichzeitig dämpfen neue US-Zolldrohungen im Streit um Grönland die Stimmung. Die Heizölpreise im DACH-Raum zeigen sich seit Wochenbeginn uneinheitlich. In Deutschland und Österreich werden leichte Aufschläge verzeichnet, in der Schweiz geben die Heizölpreise nach.

Die Ölfutures begannen die neue Woche in ruhigem Fahrwasser, nachdem sich mehrere gegenläufige Faktoren die Waage hielten. Belastend wirkten vor allem die neuen Zolldrohungen von US-Präsident Trump gegen europäische Länder im Zusammenhang mit dem Grönland-Streit sowie die wieder anlaufenden Handelsströme für venezolanisches Öl. Stützend kamen dagegen mehrere Nachrichten aus Asien und Zentralasien. China meldete für 2025 ein Rekordniveau beim Rohöldurchsatz seiner Raffinerien, was die Bedeutung des Landes als Nachfrageanker unterstrich. Zusätzlich sorgte die vorübergehende Produktionsunterbrechung am riesigen Tengiz-Ölfeld in Kasachstan für neue Aufmerksamkeit auf der Angebotsseite.

Im weiteren Tagesverlauf halfen auch die nach oben korrigierten Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds für 2026, die Preise wieder etwas zu stabilisieren. Der IWF erwartet nun ein stärkeres globales Wirtschaftswachstum, insbesondere für die USA und China. Gasoil wurde zunächst von Gewinnmitnahmen am europäischen Gasmarkt mit nach unten gezogen, konnte sich aber angesichts einer weiteren Kältewelle in Teilen Europas besser halten als Brent und WTI. Am Ende schlossen die Rohölkontrakte nahe der Vortageshochs. Im frühen Dienstagshandel zeigen sich die Ölpreise uneinheitlich. Während Brent schwächer notiert (63,85 US-Dollar), kann WTI leicht zulegen (59,58 US-Dollar).

An den Heizölpreisen haftet am Morgen noch die feste Tendenz, die gestern an den Börsen vorherrschte. In Deutschland bewegt sich der bundesweite Durchschnittspreis für Heizöl aktuell bei rund 91,7 Cent je Liter und damit rund 0,3 Cent höher als gestern. Seit Dezember letzten Jahres schwanken die Heizölpreise in einer Spanne zwischen 88 und 92 Cent je Liter. Verbraucher nutzen die immer wiederkehrenden Rücksetzer, um nachzutanken.

In Österreich bleibt das Chartbild ruhig. Mit einem Durchschnittspreis von etwa 1,06 Cent je Liter liegt Heizöl praktisch auf dem Niveau der letzten Tage. Nach dem kräftigen Rückgang im Dezember hat sich dort eine stabile Zone ausgebildet, in der sich die Preise aktuell nur noch minimal bewegen. In der Schweiz zeigt sich dagegen ein leichter Abwärtshauch. Der Durchschnittspreis liegt heute bei 93,3 Rappen je Liter, rund 0,7 Rappen unter dem Niveau vom Vortag. Damit kommen die Heizölpreise dort wieder ein Stück weit zurück zu ihrem Januar-Mittel von aktuell 92,5 Rappen.

HeizOel24-Tipp: Beobachten Sie die Preisentwicklung und bestellen Sie, wenn der Heizölpreis günstig ist. Mit der HeizOel24 App behalten Sie alles im Blick. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
169,66 €
Veränderung
-0,01 %
zum Vortag
169,66 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 18.10.2026, 13:15
Nordseeöl 109,95
$/Barrel 0,00%
Gasöl 1.455,50
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1237
$ 0,00%
US-Rohöl 101,84
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Dienstag
20.01.2026
10:49 Uhr
Schluss Vortag
19.01.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
63,91 $
pro Barrel
64,18 $
pro Barrel
-0,42%
Gasöl
654,50 $
pro Tonne
657,25 $
pro Tonne
-0,42%
Euro/Dollar
1,1725 $
1,1644 $
+0,70%
(etwas fester)
USD/CHF
0,79 CHF
0,7973 CHF
-0,92%
(etwas schwächer)
Heizölpreis
Dienstag
20.01.2026
10:49 Uhr
Schluss Vortag
19.01.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
91,75 €
90,30 €
+1,60%
Österreich
106,31 €
105,48 €
+0,78%
Schweiz
93,28 CHF
92,24 CHF
+1,13%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl konstant
Heizöl leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizöl geht günstiger ins Wochenende
16.10.26 • 08:31 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise starten mit einem kleinen Minus in den Freitag, beim Gasöl fällt der Rückgang deutlich größer aus. Den Ausschlag gibt zusätzlicher Diesel, nachdem die Internationale Energieagentur weitere Notreserven freigeben will und Russland wieder liefert. Die Heizölpreise geben in Deutschland nach, in Österreich und der Schweiz bleiben sie nahezu unverändert.Brent aus der Nordsee kostet am Freitagmorgen Weiterlesen
Heizölpreise machen Rolle rückwärts
15.10.26 • 12:08 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise geben am Donnerstag deutlich nach, nachdem die Internationale Energieagentur ihre Erwartungen an die weltweite Nachfrage erneut gesenkt hat. Gasöl rutscht inzwischen ebenfalls ab. Die Heizölpreise geben im Vergleich zu gestern teils deutlich nach.Brent aus der Nordsee steht am Mittag bei 104,17 US-Dollar je Barrel, merklich unter dem Mittwochsniveau. Die US-Sorte WTI zeigt sich davon unbeeindruckt Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv