Heizölpreisrückgang setzt sich fort

24.01.25 • 11:11 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Saudi-Arabien will über die nächsten vier Jahre 600 Milliarden Dollar in die USA investieren. Donald Trump fordert das Land auf zusätzlich die Ölpreise zu senken. Der neuste DOE-Bericht zeigt derweil einen deutlichen Rückgang der US-amerikanischen Rohöl- und Destillatbestände und Indien sucht verzweifelt nach Alternativen zu russischen Rohölimporten.

Der Euro konnte sich auf 1,05 Dollar steigern und folgt einem starken Aufwärtstrend und auch die Ölpreise folgen einer moderaten Aufwärtsbewegung. Die Nordseerohölsorte Brent startet dennoch mit 78 Dollar pro Fass auf dem Niveau des gestrigen Vormittags in den Handel, während die US-amerikanische Sorte WTI auf 74 Dollar pro Fass fiel. ICE Gasoil startet mit 720 Dollar pro Tonne minimal unterhalb der gestrigen Vormittagswerte in den Handel.

Saudi-Arabien gab an über die nächsten vier Jahre 600 Milliarden Dollar für Investitionen in und den Handel mit den USA investieren zu wollen. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump fordert allerdings, dass Saudi-Arabien diese Summe auf eine Billion Dollar „aufrunden“ solle. Er geht davon aus, dass Saudi-Arabien dem zustimmen wird. Dies könnte die Ölnachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt deutlich steigern.
Zusätzlich fordert er Saudi-Arabien auf die Ölpreise zu senken. Da Saudi-Arabien der größte Ölproduzent des Ölförderkartells OPEC+ ist und über massive Ölförderreservekapazitäten verfügt, wäre es dem Land durchaus möglich, dem US-amerikanischen Präsidenten hier entgegenzukommen. Laut Trump sind auch die Förderquotenkürzungen der OPEC+, aufgrund der künstlich erhöhten Ölpreise, schuld an dem andauernden Russland-Ukraine-Krieg und sinkende Ölpreise würden seiner Meinung nach helfen den Krieg beenden zu können.

Der neuste Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) wirkt tendenziell Ölpreissteigernd. Zwar stiegen die Benzinbestände der USA, allerdings kaum mehr als vom Markt erwartet. Derweil sanken die Rohölbestände moderat und die Destillatbestände, zu denen auch Heizöl gehört, unerwartet und deutlich. Beides suggeriert eine steigende Nachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Indien sucht derweil verzweifelt neue Rohöllieferanten. Das Land importierte rund ein Drittel seines Rohölbedarfs aus Russland. Aufgrund der neuesten US-amerikanischen Sanktionen, welche noch unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden eingeführt wurden, suchen die dortigen Raffinerien nach Alternativen. Die Situation wirkt ähnlich der der EU, als diese sich vom russischen Gas löste. Es werden ungewöhnlich hohe Mengen am Tagesmarkt eingekauft und Indien versucht neue Verträge mit alten Lieferanten zu schließen. Dies könnte sich als schwierig erweisen, da diese von Indien ohne großes Zögern vor zwei Jahren durch Russland ersetzt wurden.

Nachdem die Preise seit Donald Trumps Amtsantritt diese Woche kontinuierlich fallen, sinkt die Heizölnachfrage wieder. Zwar sank der durchschnittliche Tankinhalt von 55 auf 54 Prozent und es könnten kurzfristig die angekündigten Strafzölle der USA für deutliche Anstiege am Ölmarkt sorgen, die Heizölinteressenten scheinen derzeit allerdings auf einen anhaltenden Heizölpreisabwärtstrend zu spekulieren.
Noch trägt diese Hoffnung Früchte und Heizölinteressenten in Österreich, der Schweiz und Deutschland können sich heute Vormittag um durchschnittliche Preisrückgänge von 0,15 Cent, 0,3 Rappen und 0,35 Cent pro Liter freuen. In der Bundesrepublik liegt der durchschnittliche Heizölpreis damit nur noch in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern etwas über der ein Euro pro Liter Marke. Regional gibt es bereits erste Angebote um 0,95 Cent pro Liter, womit sich ein Blick in die eigene Region für Interessenten mit akutem Heizölbedarf lohnt. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer nicht auf fallende Preise spekulieren kann und tanken muss, kann über eine Finanzierung nachdenken. Der doch nicht ganz unerhebliche Betrag, den eine Tankfüllung kostet, kann in bequemen Raten bezahlt werden. So bleiben Sie finanziell flexibel. HeizOel24

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