Ölpreise geben leicht nach

07.01.25 • 09:43 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA und Deutschland sorgen heute für Abwärtsdruck am Ölmarkt. Dieser wird allerdings durch die neusten US-amerikanischen Sanktionen gegen den russischen und iranischen Ölsektor abgemildert.

Während der Euro einem moderaten Aufwärtstrend folgt und sich auf 1,04 Dollar steigern konnte, folgen die Ölpreise einem leichten Abwärtstrend. Die Rohölsorten Brent und WTI halten sich dabei noch knapp auf den Vortagesvormittagswerten von 76 bzw. 73 Dollar pro Fass, während ICE Gasoil mit 697 Dollar unter die psychologisch wichtige 700 Dollar pro Tonne Marke fiel.

Schwache Wirtschaftsdaten aus der größten und der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sorgen für Abwärtsdruck am Ölmarkt.
In den USA stieg der Industrie-Einkaufsmanagerindex (PMI) im vergangenen Monat zwar auf ein Neunmonatshoch, auf der anderen Seite sanken die Aufträge im November 2024 um 0,4 Prozent. Getrieben wird der Abschwung vor allem durch ein um sieben Prozent gefallenes Auftragsvolumen im Bereich nichtmilitärischer Flugzeuge.
in Deutschland stieg die Inflation wiederum im Dezember 2024 mit 2,9 Prozent stärker als erwartet an. Die Energiekosten sanken weniger als erwartet, während die Nahrungsmittelpreise stiegen. Der Dienstleistungssektor, mit einem Preisanstieg von 4,1 Prozent, ist ebenfalls ein signifikanter Inflationstreiber. Heute werden noch die Inflationsdaten der EU erwartet, woraufhin sich der Marktfokus für Europa dann auf das anstehende Treffen der Europäischen Zentralbank (EZB) am 30.01.2025 verschieben dürfte.

Eine Ölpreisabwärtsbewegung wird derweil durch neue Sanktionen der USA gegen Russland und den Iran verhindert. Zum einen wurden dutzende Öltanker sanktioniert, die dem Iran angeblich bei der Umgehung der aktuellen Sanktionen helfen und zum anderen wurden über hundert Öltanker der russischen Schattenflotte sowie mehrere Firmen, Ölhändler und russische Versicherungsunternehmen sanktioniert. Die Sanktionen gegen den Iran sollen unter anderem dessen Möglichkeiten, Atomwaffen herzustellen, einschränken, während die Sanktionen gegen Russland dessen Krieg gegen die Ukraine die finanziellen Mittel entziehen soll.

Die Anzahl der Bestellungen liegt auch heute Vormittag unter dem für diese Jahreszeit typischen Werten, während gleichzeitig die Anzahl der auf HeizOel24 die Preise vergleichenden Heizölinteressenten bei mehr als dem Dreifachen des für diese Jahreszeit typischen Wertes liegt. Mit Füllständen von durchschnittlich 58 Prozent befindet sich weiterhin viel Platz in den Heizöltanks der D-A-CH-Region und die Kunden warten nur auf gute Händlerangebote.

In Österreich stiegen die Heizölpreise heute Vormittag um durchschnittlich 0,2 Cent an und markieren ein neues Dreimonatshoch. In der Schweiz fielen die Heizölpreise dagegen um im Schnitt 0,85 Rappen wobei hier gestern ein neues Heizölpreisdreimonatshoch markiert wurde. In Deutschland können sich Heizölinteressenten derweil über einen Rückgang von im Schnitt 0,15 Cent in allen Bundesländern freuen. Regional gibt es allerdings auch eine Vielzahl stärkerer Preisrückgänge, so dass sich für Heizölinteressenten mit akutem Bedarf ein Blick in die eigene Region sehr lohnen kann. -fr-

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