Internationale Energieagentur prognostiziert langfristig hohe Energiepreise

13.10.21 • 09:25 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Deutschland und Schweiz verharren auf Jahreshochs. Österreich erreicht ein neues Jahreshoch. Prognose der Internationalen Energieagentur kündigt dauerhaft hohe Heizölpreise an. Hohe Energiepreise schüren Angst vor Inflation.

Der heute veröffentlichte, einmal jährlich erscheinende Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) mit Namen „World Energy Outlook“ (Welt Energie Ausblick), gibt an, dass sich die Weltwirtschaft auf eine längere Phase konstant hoher Energiepreise einstellen muss. Hintergrund laut dem Bericht sind weltweit mangelnde Investitionen in Energieträger. Einzig bei Öl und Gas sieht der Bericht ausreichende Investitionen, weist allerdings mahnend darauf hin, dass diese von einem schrumpfenden Marktanteil dieser Energieträger ausgehen. Um dem Energiebedarf der Welt gerecht zu werden, müssten Staaten deutlich mehr in den Ausbau alternativer Energiequellen investieren. Positiv im Sinne sinkender Ölpreise wirkten sich erste unbestätigte Meldungen aus, dass es eine Wiederaufnahme der iranischen Atomabkommensverhandlungen geben könnte. Sollte es hier zu Einigungen kommen, stehen dem Weltmarkt signifikante Mehrmengen Rohöl zur Verfügung. Ob dies den Preis senkt, bleibt jedoch abzuwarten, da die OPEC+ dies bei Ihren zukünftigen Produktionssteigerungen wahrscheinlich berücksichtigen werden. Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigiert derweil seine Wachstumsprognosen unter anderem für die USA von sieben Prozent auf sechs Prozent. Begründet wird dies unteranderem mit dem hohen Kostendruck, dem die Unternehmen aufgrund der hohen Energiepreise ausgesetzt sind. Sollte die dadurch entstehende Inflation deutlich steigen, droht dies die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Krise auszubremsen.

Deutschland und die Schweiz starten unverändert auf Ihren gestrigen Jahreshöchstpreisen für Heizöl in den Tag. Die Österreicher beginnen den Tag dagegen mit einem durchschnittlichen Plus von 0,05 Cent pro Liter Heizöl und setzten damit ein neues Jahreshoch von durchschnittlich 87,03 Euro pro 100 Liter Heizöl. Die Nachfrage in der D-A-CH-Region ist weiterhin hoch, im Schnitt der letzten vier Wochen, war Sie gestern allerdings etwas niedriger. Die ständig neuen Höchstpreise verunsichern Heizölinteressenten, welche immer noch auf eine Entspannung der Lage hoffen. Dieser Wunsch ist allerdings kurz- und mittelfristig weder national noch international absehbar. Um den eigenen Schaden der hohen Preise abzumildern, können Heizölinteressenten kleinere Lieferungen bestellen, die sie über den Winter bringen und dann den Tank außerhalb der Heizsaision auffüllen. Da der Wetterausblick für die nächsten Wochen sich bereits häufig unterhalb von 15 Grad Celsius bewegt und die Lieferfristen im Schnitt die Monatsmarke überschritten haben, wird ein Abwarten sich für Heizölkunden wahrscheinlich als teures Vergnügen erweisen. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer nicht auf fallende Preise spekulieren kann und tanken muss, kann über eine Finanzierung nachdenken. Der doch nicht ganz unerhebliche Betrag, den eine Tankfüllung kostet, kann in bequemen Raten bezahlt werden. So bleiben Sie finanziell flexibel. HeizOel24 13.10.2021

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