Wahlen belasten den Euro - Ölpreissturz vom Freitag kommt nur teilweise an

07.05.12 • 10:41 Uhr • HeizOel24 News

Nachdem sich bereits der Freitag äußerst turbulent zeigte kommen die Börsen auch am Montagmorgen nicht zur Ruhe. Die Wahlen vom Wochenende lassen die Euro-Krise wieder aufleben. Der sich bereits abzeichnenden Präsidentenwechsel in Frankreich und das dramatisch veränderte Wählervotum in Griechenland nehmen den Euro in die Flügelzange. Die Gemeinschaftswährung stürzt am Montagmorgen auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Auch die Aktienmärkte rund um den Globus verzeichnen teils heftige Verluste. Besser behaupten als am Freitag kann sich dagegen der Ölpreis, der nach seinem kräftigen Rücksetzer zumindest stagniert.

In Bezug auf die inländischen Heizölpreise verhindern der sich behauptende Ölpreis und der morgendliche Einbruch des Euros den ganz großen Wurf, der sich am Freitag abzeichnete. Anstelle von ein bis zwei Cent Preisabschlag müssen sich Heizölkunden in Deutschland und Österreich mit „mageren“ 0,7 Cent Preisrückgang je Liter Heizöl begnügen. Die Heizölpreise in der Schweiz ermäßigen sich um den entsprechenden Frankenbetrag. Die quasi-Koppelung des Frankens an den Euro gelingt der Schweizer Nationalbank weiterhin hervorragend. Die beiden Währungen schwanken im Gleichschritt gegenüber dem Dollar.

Auch wenn sich die Abschläge beim Heizölpreis heute Morgen im üblichen Rahmen halten, sollte bei den Heizölkunden die Freude über den Rückgang der letzten Tage im Vordergrund stehen. Sich zu ärgern, dass der schwache Euro und wieder einmal die Importpreise verhagelt, bringt leider nichts. Mit rund 87 Cent je Liter Heizöl im bundesdeutschen Durchschnitt werden heute immerhin die tiefsten Heizölpreise seit Anfang Februar erreicht. Auch bis zu bisherigen Jahrestief von 85 Cent, das am 25. Januar 2012 markiert wurde ist es nun nicht mehr weit. Dass viele auf eine derartige Kaufchance gewartet haben zeigt der Onlinemarkt am Montagmorgen. Die Heizölumsätze ziehen sprunghaft an. Spannend könnte die Handelseröffnung in den USA werden. Spekulativ orientierte Heizölkunden sollten sich also den Nachmittag vormerken und gegen 16:00 Uhr noch einmal nach der Ölpreisentwicklung schauen. Lebt der Ölpreisverfall vom Freitag wieder auf wird es auch mit den Heizölpreisen in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter bergab gehen. Möglich auch, dass der Euro sich stabilisieren kann, sobald der erste Wahl-Schock an den Börsen verdaut ist.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 112,80 $, Gasöl ca. 953 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,70 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,301 (deutlich leichter)
Franken/US Dollar: ca. 1,094 (deutlich leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Die Wahlen in Griechenland und Frankreich stiften neue Unruhe an den Börsen und wirbeln besonders den Devisenmarkt durcheinander. Der Euro gibt stark nach. Bereits am Freitag ist der Ölpreis abgestürzt. Verbraucher sollten die Börsenentwicklung nun besonders intensiv beobachten. Die Chancen auf „Heizölschnäppchen“ steigen. www.heizoel24.de - 07.05.2012
 

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