Heizölpreise: Euro und Franken entscheiden mit!

28.11.11 • 10:43 Uhr • HeizOel24 News

„Nachrichten satt“ gibt es auch zu Beginn der neuen Woche -ausnahmsweise einmal Positive. Im Zuge von Spekulationen über eine 600 Mrd. schwere Finanzhilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Italien hat der DAX nach acht Verlusttagen in Folge mit deutlichen Gewinnen eröffnet. Gleichzeitig steigt sowohl der Ölpreis als auch der Kurs des Euros. Mit fast 2 % kann der Rohölpreis dabei stärker zulegen, als das für den Heizölpreis ausschlaggebende Gasöl. Hier sehen wir rund 1 % höhere Preise als am Freitag. Sofern dies bis zum Mittag so bleibt, können Heizölkunden mit rund 0,2 bis 0,5 Cent weniger je Liter Heizöl rechnen. Der Euro hat nach seiner Talfahrt zumindest die Marke von 1,33 US-Dollar zurückerobert und entlastet die Inlandspreise für Heizöl über den Wechselkurs. Es bleibt also ein kleiner Rest der fallenden Ölpreise vom Freitag für deutsche und österreichische Verbraucher übrig.

Richtig teuer werden könnte Heizöl demnächst in der Schweiz. Berichten zufolge erwägt die Schweizerische Nationalbank erneut Maßnahmen zur Schwächung des Frankens. Als sichere Krisenwährung steuerte der Franken im August 2011 rasant auf die Parität zum Euro zu, ehe die Nationalbank eingriff und den Franken durch Devisenmarktinterventionen gezielt schwächte. Seitdem wird der angepeilte Zielkorridor zwischen 1,20 und 1,25 € /CHF gehalten. Der Wert gegenüber dem US-Dollar hat sich nach 1,37 CHF / $ im August auf aktuell noch 1,07 CHF / $ abgesenkt. Aus Sicht der schweizer Exportwirtschaft und des Tourismus' geht die Abwertung noch nicht weit genug. Kurse von rund 1,35 € /CHF bzw. eine Parität zum Dollar gelten hier als gesund. Führt die Notenbank diese herbei, müssten sich schweizer Heizölkunden bei gleichbleibendem Ölpreis auf Heizölpreise von rund 1,20 Franken je Liter einstellen. Wer in der Schweiz wohnt und den günstigen Spätsommer zum Tanken verpasst hat, sollte also auch jetzt noch intensiv über eine Heizölbestellung nachdenken.

Generell ist der Heizölmarkt 2011 sehr stark von Währungseffekten beeinflusst. Verbraucher sollten dies bei ihrer Kaufentscheidung beachten. Der Euro- bzw. Franken-Kurs ist bei der Heizölpreisentwicklung ein ebenso wichtiger Faktor, wie der Ölpreis selbst.

Zu guter Letzt noch eine positive Meldung für die Binnenschifffahrt am Rhein. Es ist Regen in Sicht! Ab dem kommenden Wochenende könnten Regen und Schnee (im höheren Alpenland) für eine Entspannung der Niedrigwassersituation sorgen. Zu geringe Pegelstände erschweren seit Wochen den Gütertransport auf dem Rhein. Auch Heizöl ist hiervon betroffen.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 108,50 $, Gasöl ca. 950 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,40 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,335 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Kälteschutz nicht vergessen. Wird Heizöl in unbeheizten Räumen oder im Freien gelagert, muss die Fließfähigkeit bei Frost durch ein Kälteschutzadditiv gewährleistet werden. Dies gilt auch für Diesel, sofern es sich nicht bereits um Winterdiesel handelt.www.heizoel24.de - 28.11.2011
 

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Euro/Dollar 1,1538
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