Öl-Bestandszahlen aus den USA schwach
vom 11.03.2010 09:45:57
Fallende Ölpreise bleiben bis auf Weiteres Wunschdenken. Der Ölmarkt zeigt sich in robuster Verfassung und wenig korrekturfreudig. Auch gestern ging es weiter nach oben. Ab 16:30 Uhr (MEZ) gab es am Ölmarkt eine Rallye, die die Preise für Rohöl (Sorte Brent Crude) und Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) um rund 2 % in die Höhe schnellen ließ. Auslöser war die Bekanntgabe der neuesten DOE-Bestandsdaten in den USA, die die Erwartungen enttäuschten.
Im Einzelnen gab das Department of Energy folgende Bestandsveränderungen in den US-amerikanischen Großtanklagern bekannt:
- Rohöl: leichter Aufbau (+ 1,4 Mio Barrel)
- Destillate (Heizöl, Diesel): mäßiger Abbau (- 2,2 Mio Barrel)
- Benzin: mäßiger Abbau (- 2,9 Mio Barrel)
Die Lagerbestände an Mineralölprodukten (Heizöl, Diesel, Benzin) markieren durch den jüngsten Rückgang ein 12-Monats-Tief, liegen aber noch deutlich über dem Niveau von vor der Wirtschaftskrise. Die Rohölbestände können gegen diesen Trend weiter zulegen. Sollte sich die Bevorratungstendenz in den nächsten Wochen weiter fortsetzen (Driving Season im Sommer) werden insbesondere die Benzipreis weiter zulegen. Erfahrungsgemäß ist der Benzinpreis in der Lage, den gesamten Mineralölmarkt mit nach oben zu ziehen.
Die Heizölpreise in Deutschland und Österreich steigen heute weniger stark als zunächst erwartet. Der Aufschlag beträgt nur rund 0,20 € pro 100 Liter. Dies liegt am stabilen Euro (1,365 $) und schwächeren Ölnotierungen zum Handelsauftakt an der Londoner Börse ICE. Die Gasöl- und Rohölkurse kommen deutlich zurück.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 80,00 $, Gasöl ca. 658 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,365 (leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis mit Test der 80-$-Marke
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise werden stark durch Euro/Dollar-Verhältnis beeinflusst
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Die Lagerbestände für Heizöl, Benzin und Diesel sind in den USA auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen. Dies spricht für ein Ende des Nachfragerückgangs und tendenziell steigende Ölpreise. www.heizoel24.de - 11.03.2010