Heizöl deutlich teurer
vom 01.03.2010 09:52:32
Die Abwärtskorrektur beim Ölpreis war nur sehr schwach ausgeprägt und scheint schon wieder beendet. Öl wird zum Wochenbeginn deutlich teurer. Bereits am Montagmorgen wird ein Barrel leichtes US-Öl (Sorte WTI Light Sweet Crude) über der Marke von 80 $ gehandelt, was weiteres Aufwärtspotential signalisiert. Die europäische Standard-Sorte Brent Crude (Nordseeöl) folgt mit dem gewohnten Abstand von ca. 2 $ je Barrel bei rund 78 $. Das Euro/Dollar-Verhältnis liefert aktuell nur schwache Impulse. Der Euro tritt auf der Stelle und kann sich nicht über 1,36 $ etablieren. Es scheint als bleiben die Risiken (teureres Heizöl durch weitere Abwertung des Euro) größer als die Chancen auf eine rasche Erholung der europäischen Gemeinschaftswährung.
Heizölkunden in Deutschland und Österreich müssen mit weiter steigenden Heizölpreisen rechnen. Die erwartete Korrekturphase am Weltmarkt ist zwar eingetreten, war aber zu kurz, um spürbar auf die Inlandspreise zu wirken. Nach Rückschlägen am Freitag klettern die Heizölpreise bereits heute Morgen vielerorts auf ein neues Jahreshoch. Größter Unsicherheitsfaktor bleibt der Euro. Auch wenn der Rohölpreis im Bereich von 80 $ je Barrel gestoppt wird, kann sich Heizöl durch negative Verschiebungen im Wechselkursverhältnis verteuern. Infolge des Ölpreisanstiegs und der wärmeren Witterung sind die Umsätze am Heizölmarkt förmlich eingebrochen. Verbraucher haben nun wieder mehr Zeit, auf günstigere Heizölpreise zu spekulieren. Heizölhändler können die schwache Nachfrage nach dem harten Winter zum Durchschnaufen nutzen. Fuhrpark und Fahrer arbeiteten Wochenlang an der Kapazitätsgrenze. Insgesamt rechnen wir jedoch mit einem starken Frühjahrsgeschäft. Auch der März soll verhältnismäßig kalt ausfallen und viele Heizöltanks sind nur noch wenig gefüllt.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 78,50 $, Gasöl ca. 629 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 1,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,362 (etwas fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis mit Test der 80-$-Marke
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise werden stark durch Euro/Dollar-Verhältnis beeinflusst
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Die Ausgangsituation für Heizölkunden hat sich verschlechtert. Bedingt durch höhere Ölpreise am Weltmarkt können die Heizölpreise in Deutschland und Österreich kräftig zulegen. Auch das Euro Dollar Verhältnis bleibt ein großes Risiko. www.heizoel24.de – 01.03.2010