Heizölpreise warten auf Richtungsimpuls

23.06.22 • 09:58 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

In Österreich und der Schweiz starten die Heizölpreise auf den Vortageswerten in den Handel, während in Deutschland die Preise im Durchschnitt um 0,75 Cent pro Liter anstiegen. Der Bericht des API in den USA zeigt einen hohen Anstieg der Rohölbestände an, welche jedoch die Ölpreise nicht nach unten zwingen können. Der Präsident der USA strebt ein Aussetzen der Benzinsteuer sowohl auf Bundesebene als auch auf Bundesstaatenhöhe an.

Nachdem gestern die Rohölsorten Brent und WTI beide unterhalb der psychologisch wichtigen 110 Dollar pro Fass Marke in den Tag gestartet sind, konnte sich zumindest Brent zum heutigen Handelsauftakt wieder über diese Marke kämpfen. Aktuell wird ein Fass der US-amerikanischen Marke WTI mit 104,67 Dollar gehandelt, ein Plus von 0,35 Prozent. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 110,40 Dollar, einem Plus von 0,34 Prozent, gehandelt. Trotz der wieder steigenden Rohölpreise gibt es dennoch von Seiten des Euro preissenkende Neuigkeiten für die Heizölpreise. Gestern startete die europäische Währung unterhalb der psychologisch wichtigen 1,05 Dollar Marke in den Tag, konnte die Verluste allerdings wieder aufholen. Aktuell wird ein Euro mit 1,0565 Dollar gehandelt und startet damit auf dem Wert des Vortages in den Handel. Da Rohöl in Dollar gehandelt wird, macht ein im Verhältnis dazu stärkerer Euro den Import hierzulande günstiger.

Aufgrund eines Feiertages in den USA werden die wöchentlichen Berichte des US American Petroleum Institute (API) und des Department of Energy (DOE) diese Woche jeweils einen Tag später veröffentlicht. Gestern Nach kam als erstes der Bericht des API und gab theoretisch leicht preissenkende Impulse, die allerdings aufgrund ihrer Herkunft vom Markt so nicht eingepreist wurden. Gemeint ist der registrierte Anstieg der Rohölbestände der USA um 5,6 Mio. Barrel, der Markt hatte hier einen Rückgang von 1,2 Mio. Barrel erwartet. Das es trotzdem zu keinem signifikanten Abwärtstrend kam, liegt daran, dass die Aufstockung an der tatsächlichen Ausschüttung der strategischen Reserven in den Markt liegen wird und damit bereits eingepreist wurde. Stärker als vom Markt sind außerdem die Destillatbestände, zu denen auch Heizöl gehört, gestiegen. Hier wurde ein Anstieg von 0,3 Mio. Barrel erwartet und laut API handelt es sich um einen Anstieg von 1,2 Mio. Barrel. Dagegen erwartete der Markt bei den Benzinbeständen Abbauten in Höhe von 0,8 Mio. Barrel, während das API einen Abbau von 1,7 Mio. Barrel angibt. Insgesamt geht damit keine klare Richtung aus dem Bericht hervor und der Markt wartet nun auf die ausführlicheren Daten des heute Nachmittag zu veröffentlichenden Bericht des DOE.

Nachdem gestern bereits spekuliert wurde, dass der US-amerikanische Präsident Joe Biden ankündigen wird, dass die Benzinsteuer in den USA zeitweise ausgesetzt werden soll, ist dies gestern Abend auch so von diesem dem Kongress vorgeschlagen worden. Ziel ist es die Bundesbenzinsteuer von 18 Cent pro Galone für 90 Tage auszusetzen. Ebenfalls will er prüfen lassen ob auch die von den jeweiligen Bundesstaaten zusätzliche erhobene Steuer von durchschnittlich 30 Cent pro Galone ebenfalls für diese Zeit ausgesetzt werden kann. Kritiker gehen davon aus, dass diese Maßnahme, ähnlich wie in Deutschland, wenn überhaupt nur unzureichend bei den Bürgern ankommt und z. B. wichtige Gelder für den Ausbau der Infrastruktur in den USA fehlen. Der Präsident geht wiederum davon aus, dass durch die ohnehin höheren Steuereinnahmen kein Problem in diesem Bereich entstehen wird. Interessant für die Heizölpreise könnte ebenfalls werden, dass der Präsident die US-amerikanischen Raffinerien aufgefordert hat mehr Benzin zu produzieren. Aktuell sind die weltweiten Bestände an z. B. Diesel, Kerosin und Heizöl so niedrig, dass es sich für die Raffinerien atypischerweise lohnt zur aktuellen Saison diese zu produzieren, was zu Lasten der Benzinproduktion geht.

Die Heizölpreise in der D-A-CH-Region starten ungefähr auf dem Vortagesniveau in den Tag. Während in der Schweiz die Heizölpreise bisher stagnieren, gab es in Österreich im Schnitt einen Aufpreis von 0,05 Cent pro Liter. Einzig in Deutschland müssen Heizölkäufer wieder etwas tiefer in die Taschen schauen und durchschnittlich 0,75 Cent mehr pro Liter zahlen. Auf der anderen Seite waren die Preise in Deutschland gestern weit mehr als diese 0,75 Cent gefallen, wodurch Heizölkäufer im Verhältnis heute früh immer noch günstig einkaufen können.

Mit den gestern sinkenden Heizölpreisen stieg auch wieder das Bestellvolumen. Im Vergleich zum Vortag wurden ungefähr 20 Prozent mehr Bestellungen getätigt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass im Angesicht wieder anziehender Preise heute früh vor allem in Deutschland sehr viele Heizölinteressenten noch zuschlagen werden. Allerdings liegt das aktuelle Bestellverhalten noch nur leicht über dem Niveau des Vortages zur gleichen Zeit. -fr-

HeizOel24-Tipp: Billiger macht die HeizOel24-App das Heizöl zwar nicht, dennoch sehen Sie auf einen Blick, wenn der Preis nach unten geht und sich ein guter Kaufzeitpunkt bildet. Mit dem Preisalarm werden Sie sofort benachrichtigt, wenn Ihr Wunschpreis erreicht ist. HeizOel24 23.06.2022

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