Treppe aufwärts

Heizölpreise ziehen zu Wochenbeginn an

Die Ölpreise starten fester in die neue Woche und stützen sich ferner auf die Sorgen um die US-Produktion und Angebotsengpässen nach den Schäden durch Hurrikan Ida. Entsprechend teurer zeigen sich auch die Heizölpreise in Deutschland und der Schweiz, während sie in Österreich relativ unbewegt bleiben. Die Nachfrage stagniert in Angesicht der neuen Preishochs.

Zum Auftakt der neuen Handelswoche dominieren weiterhin Angebotssorgen, die Hurrikan Ida durch schwerwiegende Schäden an den US-Produktionsanlagen auslöste. Noch immer sind etwa drei Viertel der Offshore-Anlagen im Golf von Mexiko lahmgelegt, während die Mehrheit der neun US-Raffinerien im US-Bundesstaat Louisiana am Freitag wieder in Betrieb genommen werden konnte. Folglich erwarten Marktteilnehmer nun einen Anstieg der Nachfrage, was den Rohöl-Notierungen Auftrieb gab. Während die Betroffenen noch mit den Auswirkungen von Ida kämpfen, hat sich am Wochenende über dem Südwesten des Golfs der nächste Sturm gebildet, der die US-Golfküste ansteuert. Tropensturm Nicholas soll Prognosen zufolge in der Nacht von Montag auf Dienstag auf das Festland des US-Bundesstaates Texas treffen und könnte den Betrieb der ortsansässigen Raffinerien gefährden. In Louisiana hat der Gouverneur inzwischen erneut den Notstand ausgerufen, da Ausläufer von Nicholas Starkregen für die Region bringen könnte. Auf bullisher Basis bauen die Ölpreise ihre Freitagsgewinne im frühen Montaghandel leicht aus und konsolidieren in einem Korridor von 70 bis 75 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Fass der Nordseesorte Brent 73,20 US-Dollar, der Preis für ein Fass US-Rohöl West Texas Intermediate (WTI) legte ebenfalls zu und markierte die 70 US-Dollar-Marke.

Bereits am Freitag deuteten sich auf dem deutschen und schweizerischen Heizölmarkt weitere Preisaufschläge an, die ihre Aufwärtsbewegung zum Wochenbeginn fortsetzen. Hier müssen Verbraucher aktuell mit einer Verteuerung zwischen 0,6 und 0,8 Cent bzw. Rappen pro Liter Heizöl rechnen. Der durchschnittliche bundesdeutsche Heizölpreis mit knapp über 71 Cent pro Liter, erreicht damit nun sein 2,5-Jahreshoch. In der Schweiz knüpft der kantonweite Durchschnittpreis mit etwa 87,50 Rappen pro Liter nahtlos an das Preisniveau von vor der Coronapandemie von 2020 an. Ähnlich verhalten sich die Heizölpreise in Österreich, die sich mit durchschnittlich 75,50 Cent pro Liter zwar seit einer Woche weitestgehend unbewegt zeigen, dennoch das Preisniveau von Februar 2020 erreicht haben. Entsprechend verhalten zeigt sich die aktuelle Nachfrage der Ölheizer. Zumindest in Deutschland kann zu lange warten, teurer werden. Denn ab Januar 2022 wird die CO2-Gebühr auf Heizöl, Gas und Benzin angehoben. Wichtig zu wissen ist, dass nicht das Datum der Bestellung gilt, sondern der Liefertag entscheidend ist. Liegt dieser bereits im nächsten Jahr, greift automatisch die neue CO2-Gebühr. Daher am besten rechtzeitig und im aktuellen Jahr tanken. -jw

HeizOel24-Tipp: Sie warten auf einen bestimmten Heizölpreis? Wir benachrichtigen Sie gerne, wenn dieser erreicht ist. Aktivieren Sie dazu einfach en Preis-Alarm im Info-Center. HeizOel24. 13.09.2021

Börsendaten:
  Montag 13.09.2021 - 11:21 Uhr Schluss Vortag 12.09.2021 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
73,55 $
pro Barrel
72,95 $
pro Barrel
+0,82%
Gasöl 615,50 $
pro Tonne
611,25 $
pro Tonne
+0,70%
Euro/Dollar 1,1787 $ 1,1812 $ -0,21%
(etwas schwächer)
USD/CHF 0,9215 CHF 0,9175 CHF +0,44%
(etwas fester)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 13.09.2021 - 11:21 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 71,44 € 70,58 € +1,21%
Österreich 75,62 € 75,45 € +0,23%
Schweiz 87,45 CHF 86,48 CHF +1,12%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht steigend leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr
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