Ölpreise an der Börse

Ölpreise wieder weicher – Realität dominiert Hoffnung

Mit der IEA-Abwärtskorrektur für die globale Ölnachfrage in ihrem aktuellen Monatsbericht fielen die Ölpreise gestern auf ihre Tagestiefs. Und auch die DOE-Bestandsdaten verhinderten ein Aufrappeln der Futures und sorgten dafür, dass die Ölpreise mit leichten Verlusten aus dem Handel gingen. Mit diesen Signalen zeigt sich auch heute für das Inland Abwärtspotenzial bei den Heizölpreisen von etwa 0,4 Cent bzw. Rappen pro Liter Heizöl.

Die aufgrund des Veterans Day in den USA erst gestern veröffentlichten Daten der US-Rohölbestände widersprechen den API-Daten teilweise erheblich und entziehen diesen die bullishe Wirkung. Meldete das American Petroleum Institut am Dienstag noch einen starken Rohölrückgang von 5,1 Millionen Barrel für die letzte Berichtswoche, gab das Department of Energy Aufbauten in Höhe von 4,3 Millionen Barrel an, was Anleger sehr überraschte. Für die Raffinerieprodukte deckten sich die gemeldeten Abgänge im Großen und Ganzen mit denen vom API. Dennoch überwogen die preisdrückenden Aspekte des Berichts, sodass nach dem bearishen Monatsreport der IEA auch das DOE das Aufwärtspotenzial der Öl-Futures nahm. Am Morgen kostete ein Fass der amerikanischen Ölsorte WTI 40,51 US-Dollar, der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent fiel auf 43,02 US-Dollar.

In ihrem aktuellen Monatsbericht zeigte sich die Internationalen Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris skeptisch und senkte deshalb ihre Prognose für die Ölnachfrage für 2020 erneut. Angesichts der neuen Lockdowns aufgrund des besorgniserregenden Anstiegs neuer Corona-Fallzahlen ist eine konjunkturelle Erholung in den nächsten Monaten nicht zu sehen. Zwar gibt es mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff Hoffnung, doch ist der flächendeckende Einsatz erst mittelfristig angesetzt. Die Verbreitung des Corona-Virus ist dagegen allgegenwärtig und erzwingt immer weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Die IEA zeigt sich daher realistisch und weist darauf hin, dass die Ungewissheit, wann die Wiederaufnahme des normalen Lebens möglich sei, noch den Raum dominiert. Die Agentur geht davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr um 8,8 Millionen Barrel pro Tag sinken wird. Dies ist eine Abwärtskorrektur von 0,4 Millionen Barrel gegenüber der Prognose vom Vormonat. Mit der Aussicht auf den Impfstoff sieht die IEA für das kommende Jahr einen Anstieg der Ölnachfrage um 5,8 Millionen Barrel pro Tag.

Die Kombination aus schwächerer Nachfrage und steigendem Ölangebot wird auch Thema der bevorstehenden OPEC-Versammlung am Ende des Monats. Wegen der anhaltend schwachen weltweiten Ölnachfrage hatte sich die Organisation im Mai auf eine Rekordkürzung der Fördermengen in Höhe von 9,7 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Nachdem die Ölpreise wieder stiegen, wurde die Drosselung im August auf 7,7 Millionen reduziert. Gerüchten zufolge, ist eine Verschärfung der Maßnahmen durchaus denkbar. Der aktuelle Monatsbericht der OPEC geht für 2020 von einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 9,8 Millionen Barrel pro Tag gegenüber dem Vorjahr aus. Mit den Berichten und der Pandemie-Lage deutet sich ein Richtungswechsel an den Ölbörsen an, da der Aufwärtstrend nicht länger gestützt werden kann. -jw

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Börsendaten:
  Freitag 13.11.2020 - 12:58 Uhr Schluss Vortag 12.11.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
43,19 $
pro Barrel
43,27 $
pro Barrel
-0,18%
Gasöl 349,50 $
pro Tonne
358,50 $
pro Tonne
-2,51%
Euro/Dollar 1,1818 $ 1,1805 $ +0,11%
(konstant)
USD/CHF 0,9144 CHF 0,9142 CHF +0,02%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 13.11.2020 - 12:58 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 40,81 € 41,14 € -0,81%
Österreich 55,20 € 55,27 € -0,12%
Schweiz 64,79 CHF 65,64 CHF -1,30%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht steigend leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr
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