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Heizölpreise nehmen 16-Jahres-Tief ins Visier

Die Ölpreise an den internationalen Börsen haben den Konjunkturschock am Donnerstag vergleichsweise gut verdaut. Leichte Ölpreisverluste und Währungsgewinne addieren sich dennoch zu einem respektablen Minus bei den Inlandspreisen. Verbraucher in der DACH-Region können mit Abschlägen von durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter rechnen. Der ganz große Durchbruch, der die Heizölnachfrage nachhaltig anspringen lässt, steht weiterhin aus. Verbreitet werden jedoch zum Wochenende neue Langzeittiefs erreicht. Speziell in Bayern und Baden-Württemberg sind die Heizölpreise seit März verbreitet um ein Drittel gefallen. Hier lohnt es sich derzeit besonders, einen Heizölkauf ins Auge zu fassen.

Die Aktienbörsen können sich vom gestrigen Konjunkturschock erholen. Getrieben von den großen Tech-Werten, wie Amazon, Apple und Alphabet (Google) grenzte der Dow Jones seine Verluste bereits am Donnerstag deutlich ein. Der DAX ist nach einem Tagesverlust von 3,4% am Donnerstag mit leichten Gewinnen in den Freitag gestartet. In der Old Economy und damit auch bei den großen Öl- und Gaswerten befinden sich die Kurse nach den gestrigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt überwiegend im Rückwärtsgang. Aus den USA war für das zweite Quartal von einem BIP-Rückgang von atemberaubenden 32,9% die Rede, was dem größten Absturz seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1875 entspricht. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass die Zahl bei der statistischen Auswertung auf das Jahr hochgerechnet wird. Für den in Europa üblichen Vergleich zum Vorquartal ergibt sich eine Schrumpfung der US-Wirtschaft von 9,5%. In Deutschland und Europa sieht es mit -10,1% bzw. -12,1% noch schlechter aus. Was bleibt, ist das Prinzip Hoffnung auf ein schnelles Durschlagen der gigantischen Corona-Hilfspakete auf die Konsumausgaben.

Die Ölpreise haben die erwartet schlechten Quartalszahlen relativ gut verdaut und Rohöl (Brent) notiert nach einem kurzen Rücksetzer am Freitagvormittag wieder bei den bekannten 43,30 Dollar je Barrel, die auch am Donnerstagvormittag Stand der Dinge waren. Die Gasölpreise zeigen sich im Bereich von 365 Dollar je Tonne weniger robust. Gleiches gilt für den US-Dollar, der weiter abrutscht und erstmals seit über zwei Jahren wieder weniger kostet als 85 Euro Cent. Anders herum ausgedrückt: Ein Euro kostet heute 1,185 US-Dollar.

Auf dem heimischen Heizölmarkt sorgt die Gemengelage aus niedrigem Ölpreis und günstigem Wechselkurs weiter für hervorragende Einkaufskonditionen. In Deutschland fällt der bundesweite Durchschnittspreis für die 3.000-Liter-Partie Heizöl am Freitagmittag auf 40,5 Cent je Liter und bewegt sich damit nur noch hauchzart über der seit Wochen von vielen Verbrauchern anvisierten Zielmarke von 39,9 EUR. Günstiger war Heizöl in den letzten 16 Jahren nur ein einziges Mal – im Januar und Februar 2016 als der Preis kurzzeitig auf bis zu 35 Cent je Liter absackte. Die höchsten Heizölpreise werden aktuell aus Teilen Bayerns und Mecklenburg-Vorpommerns gemeldet. In nahezu allen Ballungsräumen ist die 40-Cent-Marke bereits gefallen. Besonders günstig ist Heizöl durch hohen regionalen Wettbewerb derzeit in Berlin, Hamburg und Köln. Besonders stark gefallen sind die Heizölpreise in den vergangenen drei Monaten in Süddeutschland. Auch in den einstigen Hochpreisregionen München und Stuttgart sind nun Heizölpreise um oder knapp unter 40 Cent je Liter anzutreffen und Verbraucher starten mit der Befüllung der Tanks. Nachdem der große Heizöl-Run im April und Mai besonders aus Norddeutschland befeuert wurde, ist Baden-Württemberg Spitzenreiter in der HeizOel24-Absatzstatisktik.

In Österreich und der Schweiz ist bei Literpreisen zwischen 53,6 und 65,3 Cent bzw. 62,8 und 77,2 Rappen ein ruhiges Sommergeschäft zu verzeichnen. Die höchsten Preise finden sich in Tirol bzw. Graubünden. Die niedrigste in Kärnten, Linz und Wien bzw. in der Deutschschweiz von Basel bis Zürich. - ok

HeizOel24-Tipp: Heizölpreise beobachten und vergleichen. Am besten täglich bei HeizOel24. 31.07.2020

Börsendaten:
  Freitag 31.07.2020 - 13:20 Uhr Schluss Vortag 30.07.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
43,34 $
pro Barrel
43,38 $
pro Barrel
-0,09%
Gasöl 366,50 $
pro Tonne
365,00 $
pro Tonne
+0,41%
Euro/Dollar 1,1833 $ 1,1840 $ -0,06%
(konstant)
USD/CHF 0,9093 CHF 0,9085 CHF +0,09%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 31.07.2020 - 13:20 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 40,46 € 41,08 € -1,50%
Österreich 57,64 € 57,88 € -0,41%
Schweiz 65,94 CHF 66,79 CHF -1,27%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant fallend
alle Angaben ohne Gewähr

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