Euro im Höhenflug - Onlineboom beim Heizöl

Die Ölpreise an den internationalen Börsen zeigen weiterhin kaum Bewegung und sind im Bereich von 44 Dollar je Barrel Rohöl (Brent) festzementiert. Die Heizölpreise in der DACH-Region zeigen sich im Wesentlichen ebenfalls unverändert und steigen marginal um 0,1 bis 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter. Die Nachfrage bleibt trotz hervorragender Einkaufskonditionen schwach.

Die Ölpreise treten weiterhin auf der Stelle. Spanend stellt sich dagegen – erstmals seit langem – ein Blick auf den Devisenmarkt dar, wo der Euro in den letzten Wochen steil geht. Seit Anfang Juli gewann die Gemeinschaftswährung fünf Cent auf den US-Dollar. Seit Mai sind es knapp zehn Cent und der aktuelle Stand von 1,17 Euro je Dollar entspricht dem höchsten seit über zwei Jahren. Wenn auch nicht so spektakulär, so konnte der Euro jüngst auch gegenüber dem Britischen Pfund und dem Schweizer Franken Boden gut machen. Ausgerechnet oder gerade in Krisenzeiten ist das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung zurück. Heizölkunden profitieren durch die Wechselkursgewinne von günstigeren Importpreisen für das in Dollar gehandelte Öl. Neben dem gestiegenen Wettbewerbsdruck im Inland ist dies der entscheidende Faktor für die nach wie vor äußerst günstigen Heizölpreise, die den stabileren Rohölpreisen zuletzt trotzten.

Die Einkaufskonditionen für Heizöl bleiben bis auf weiteres hervorragend. Nahezu alle Faktoren sprechen aktuell für einen Kauf. Die Rohölpreise sind sehr niedrig, es gibt Rückenwind vom Devisenmarkt und die schwache Inlandsnachfrage sorgt für hohen Wettbewerbsdruck und kurze Lieferzeiten. Einzig die Aussicht auf womöglich noch günstigere Preise liefert ein Gegenargument für Verbraucher mit leerem Tank. Wer darauf spekuliert, hat noch rund einen Monat Zeit. Erfahrungsgemäß steigt die Zahl der Heizölbestellungen und damit auch das Preisniveau ab Ende August deutlich an. Auch im Ausnahmejahr 2020 mit seinem bemerkenswert hohen Bevorratungstand ist davon auszugehen, dass der Heizölmarkt die übliche Herbstbelebung erfährt. Gemäß BAFA-Zahlen wurde zwischen Januar und Mai 25% mehr Heizöl ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum und die Bestellwelle hielt bis weit in den Juni an. Wie in anderen Branchen, sorgte Corona auch beim Heizöl für einen Online-Boom. Die Zahl der Internet-Bestellungen für Heizöl lag in den ersten sieben Monaten 2020 genauso hoch, wie im gesamten Vorjahr.

Nichtsdestotrotz: Speziell in Deutschland werden viele Kunden zum Jahresende noch einmal nachtanken, denn so günstig wird es wohl nie wieder. Der Einstieg in die CO2-Bepreisung ab 1. Januar 2021 und das Auslaufen der Mehrwertsteuerermäßigung dürften für einen Preissprung von ca. 20 Prozent sorgen, sofern man regierungsseitig am Geplanten festhält. Kurz vor Ultimo droht also ein neuer Lieferstau, denn über den Steuersatz entscheidet der Liefertermin, nicht das Datum der Bestellung. - ok

HeizOel24-Tipp: Heizölpreise beobachten und vergleichen. Am Besten täglich bei HeizOel24. 28.07.2020

Börsendaten:
  Dienstag 28.07.2020 - 12:48 Uhr Schluss Vortag 27.07.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
43,47 $
pro Barrel
43,46 $
pro Barrel
+0,02%
Gasöl 374,25 $
pro Tonne
376,75 $
pro Tonne
-0,66%
Euro/Dollar 1,1732 $ 1,1748 $ -0,14%
(konstant)
USD/CHF 0,9182 CHF 0,9200 CHF -0,20%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 28.07.2020 - 12:48 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 41,36 € 41,20 € +0,39%
Österreich 57,85 € 58,03 € -0,30%
Schweiz 67,23 CHF 67,14 CHF +0,14%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant fallend
alle Angaben ohne Gewähr
TKW bei der Lieferung

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