Driving Season

Heizölpreise: Ein Schnäppchen folgt dem nächsten

Die aktuellen Daten des US-Energieministeriums zu den Rohöllagerbeständen beflügelten gestern kurzzeitig die Ölpreise. Gewinnmitnahmen und Konjunktursorgen holen diese wieder von ihren 2-Monats-Hochs herunter und beenden vorerst die Preisrallye. Ebenfalls abwärts geht es mit den Heizölpreisen im Inland, die mit knapp einem Cent bzw. Rappen je Liter weniger als echtes Schnäppchen glänzen.

Mit den offiziellen US-Bestandsdaten des Department of Energy kam am Míttwochnachmittag neue Dynamik in den Handel. Starke Abbauten beim Rohöl ließen die Ölpreise am Donnerstag auf den höchsten Stand seit März klettern. Anleger nutzten die Kurssteigerungen für Gewinnmitnahmen, weshalb die Ölpreise ihr Hoch nicht halten konnten und letztendlich wenig verändert aus dem Handel gingen. Zum Freitagmorgen bewegten sie sich nochmal südwärts und notierten mit über zwei US-Dollar weniger pro Barrel im Vergleich zum Vortag. WTI kostete im frühen Handel 31,44 US-Dollar (-2,48 US-Dollar), die Nordseesorte Brent nur noch 33,90 US-Dollar (-2,16 US-Dollar). Grund dafür waren Zweifel über eine Erholung der chinesischen Wirtschaft, nachdem die Jahrestagung des Volkskongresses in Peking ohne Nennung von Wirtschaftszielen endete. Obwohl China die Pandemie in den Griff bekam, bleibt ein fader Beigeschmack von Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Lage.

Die US-Rohölvorräte sind in der letzten Woche um fünf Millionen Barrel gesunken und übertreffen damit sogar die API-Daten. Überraschend kamen die starken Abbauten für Analysten, die einen Anstieg erwartet hatten. Durch die Lockerungen des Corona-Shutdowns erholt sich auch langsam die Ölnachfrage. In Cushing, Oklahoma erreichte der Rückgang der Rohölreserven von 5,6 Millionen Barrel einen historischen Rekord. Es waren die stärksten Abbauten seit 2004. Die Benzin- und Destillatvorräte legten überraschend zu, was als Indikator für einen Nachfragerückgang von Raffinerieprodukten gesehen wird. Mit dem Memorial Day am Montag beginnt in den USA normalerweise die Sommerfahrsaison, es ist jedoch noch ungewiss, ob sich das Verkehrsaufkommen dem sonst üblichen Niveau annähert. Die Benzinnachfrage liegt auch mit den Lockerungen noch etwa 30% unter dem Normalwert und ist nicht nur ein wirtschaftlicher Indikator für die US-Beschäftigung, sondern auch ein Faktor, der bei der Berechnung der globalen Ölpreise miteinließt.

Auch auf dem Binnenmarkt zeigt sich eine Erholung der Benzinnachfrage. Mit dem Start der Sommerferien beginnt auch hier die Urlaubssaison. Durch die verhängte Reisewarnung in der Corona-Krise wird der Urlaub in diesem Jahr anders aussehen als vielleicht ursprünglich geplant. Flugreisen werden durch Reisen im Inland ersetzt und das Auto wird zum Transportmittel der Wahl. Für die Heizölpreise geht es zum Wochenende kräftig herunter. Diese liegen damit nicht weit weg vom Jahrestief Mitte Mai. Verbrauchern wird mit der Preisrallye an den Börsen ein Schnäppchen nach dem anderen kredenzt. - jw

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Börsendaten:
  Freitag 22.05.2020 - 12:09 Uhr Schluss Vortag 21.05.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
34,39 $
pro Barrel
35,95 $
pro Barrel
-4,34%
Gasöl 286,25 $
pro Tonne
297,00 $
pro Tonne
-3,62%
Euro/Dollar 1,0891 $ 1,0947 $ -0,51%
(etwas schwächer)
USD/CHF 0,9727 CHF 0,9707 CHF +0,21%
(etwas fester)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 22.05.2020 - 12:09 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 45,74 € 46,67 € -2,01%
Österreich 59,94 € 60,01 € -0,12%
Schweiz 67,53 CHF 67,53 CHF 0,00%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant fallend
alle Angaben ohne Gewähr
Heizöl Erdtank

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