Sprunghafter Heizöl Kursanstieg

Sinkende Heizölpreise führen zu neuem Kundenansturm

Die Ölpreise an den internationalen Börsen haben in der laufenden Woche einen volatilen Seitwärtstrend eingeschlagen. Brent (Nordseeöl) pendelt um die Marke von 30 Dollar je Barrel. WTI (US-Rohöl) holt auf und hat die 25-Dollar-Marke übersprungen. Die Heizölpreise auf dem heimischen Markt erfuhren gestern einen regelrechten Kursrutsch von durchschnittlich zwei Cent bzw. Rappen je Liter. Die besten Einkaufskonditionen seit vier Jahren lösten eine neue Kaufwelle aus, die neuerlich das Niveau aus dem März und April erreichte.

Der Handel an den Ölbörsen befindet sich in einem Spannungsfeld aus mieser Stimmung, die sich vom Aktienmarkt überträgt und überraschend positiver Berichte zum Ölmarkt. Sowohl die Monatsreports von OPEC und IEA als auch die wöchentlichen DOE-Lagerbestandsdaten aus den USA lassen erkennen, das der Nachfrageeinbruch geringer ausfällt als erwartet und sich der Markt schneller stabilisieren könnte. Voraussetzung ist, dass eine zweite große Infektionswelle in der Corona-Pandemie ausbleibt.

Mit Blick auf die US-Lagerbestände ergab sich erstmal seit Beginn der Corona-Krise im März wieder ein Rückgang. Auch ein „überlaufen“ der Lagerbehälter in Cushing, Oklahoma (dem Zentralen Andienungslager für Nymex-Kontrakte) ist damit vorläufig vom Tisch. Die Bestände in Cushing fielen in der Berichtswoche um drei Mio. Barrel. Die deutliche Entlastung der Lagerkapazitäten schlägt sich auch unmittelbar im Preis für WTI-Rohöl nieder. Der Juni Kontrakt, der am Dienstag kommender Woche seinen letzten Handelstag hat, notiert am Donnerstagvormittag bei 26,10 Dollar je Barrel und damit nur 35 Cent unter dem folgende Juli-Kontrakt. Ein Sturz der Preise ins Negative, wie er beim letzten monatlichen Kontraktwechsel am 21.April zu beobachten war, weil keiner das angediente Öl benötigte, ist kaum zu erwarten. Der Ölmarkt zeigt deutliche Anzeichen einer Normalisierung.

Die heimischen Heizölmarkt normalisiert sich ebenfalls zusehends. Zumindest, was die Endverbraucherpreise anbelangt, ist zu beobachten, dass sich diese nun immer deutlicher bergab in Richtung des rechnerischen Niveaus bewegen, das sich aus Gasölpreis du Dollarkurs an den Börsen ergibt. Anders als bei den Diesel- und Benzinpreisen an der Tankstelle, die durch steigende Nachfrage bereits wieder leicht anziehen, steht den Heizölpreisen der Absolute Tiefpunkt anlässlich der Corona-Krise mit hoher Wahrscheinlichkeit noch bevor. Das Hauptproblem bei der Zielerreichung besteht weiterhin in der außergewöhnlichen starken Nachfrage, die gestern erneut in die Höhe schoss. Die Lieferfristen für Heizöl liegen besonders in Süddeutschland weiterhin bei teils zwei bis drei Monaten. - ok

HeizOel24-Tipp: Heizölpreise beobachten und vergleichen! Am besten täglich bei HeizOel24. 13.05.2020

Börsendaten:
  Donnerstag 14.05.2020 - 11:15 Uhr Schluss Vortag 13.05.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
30,00 $
pro Barrel
29,52 $
pro Barrel
+1,63%
Gasöl 249,25 $
pro Tonne
247,00 $
pro Tonne
+0,91%
Euro/Dollar 1,0809 $ 1,0815 $ -0,06%
(konstant)
USD/CHF 0,9729 CHF 0,9721 CHF +0,08%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 14.05.2020 - 11:15 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 45,80 € 45,44 € +0,79%
Österreich 59,85 € 59,89 € -0,07%
Schweiz 65,37 CHF 65,75 CHF -0,58%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant fallend
alle Angaben ohne Gewähr
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