Ölpreisentwicklung: Jetzt wird´s politisch!

Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gestiegen und die Heizölpreise ziehen am Mittwoch nach. Kunden müssen mit einem Anstieg von einem Cent bzw. Rappen je Liter rechnen. Die Ursachen für den markanten Anstieg sind weniger im Ölmarkt selbst als in der allgemeinen Börsenstimmung zu suchen.

Versöhnliche Töne im Handelsstreit zwischen den USA und China und eine unerwartete Zinssenkung der EZB sorgten gestern für ein Kursfeuerwerk an den Börsen, das auch den Ölpreis erfasste. US-Präsident Trump und Chinas Premier Xi hatten nach Angaben Trumps ein „sehr gutes“ Telefonat und planen nun ein längeres persönliches Treffen am Rande des G20-Gipfels in Japan.

Angesichts der sich abzeichnenden globalen Konjunkturschwäche hat nun auch die EZB die alten Waffen wieder ausgepackt. Ähnlich wie bereits die US-Notenbank Fed in der Vorwoche haben nun die europäischen Währungshüter die Zinsschraube wiederentdeckt und drehen zugleich daran. Was hilft, wenn die Konjunktur lahmt und die Inflation nicht anspringen will? Genau: Zinssenkungen! Wenn -0,4% nicht ausreichen, dann halt -0,5%. Dem Gedanken folgen konnten gestern – zumindest kurzfristig – auch die Börsen und quittierten das unverhoffte Geschenk der Zentralbank mit einem Kursanstieg fast wie in alten Zeiten der ultraexpansiven Geldpolitik. Heute wird die Angelegenheit bereits nüchterner betrachtet und die Kurse rudern leicht zurück. Über den Kater nach der Zins-Party oder gar den Ausstieg aus der Sucht wird weiterhin kaum ein Wort verloren. Wenn es schon in guten Zeiten nicht gelingt, vom billigen Geld loszukommen, wie soll es dann in schlechten gelingen? Die Alarmglocken schrillen lauter denn je und man darf Gespannt sein, welche Antworten der G20-Gipfel in der kommenden Woche liefert.

Das zweijährliche Meeting der 20 größten Industriestaaten ist auch ein entscheidender Meilenstein für das nächste OPEC- bzw. OPEC+-Treffen. Russland als wichtigstes Nicht-OPEC-Mitglied der OPEC+ würde den Gipfel gern abwarten und danach über neue Förderquoten entscheiden. Saudi-Arabien und Venezuela drängen als OPEC-Schwergewichte auf den ursprünglichen Termin Ende Juni, da die aktuellen Förderquoten zum 30.6. auslaufen. Eine Lücke zwischen alter und neuer Vereinbarung könnte die Verhandlungen erschweren und eine zwischenzeitliche Produktionserhöhung als unerwünschten Nebeneffekt haben.

Die Börsen erwartet in den kommenden Tagen und Wochen eine Fülle von Geo- und wirtschaftspolitischen Impulsen. Die ölmarktspezifischen Themen, wie Lagerbestände und Nachfragenentwicklung treten in den Hintergrund. Preisschwankung kann und wird es dennoch geben und auch die Schnäppchenjagd ist nicht beendet. Nur Prognosen werden noch schwieriger als sonst. Wer auf einen absoluten Tiefpreis beim Heizöl aus ist muss noch engmaschiger auf die Marktentwicklung schauen und auch etwas Glück haben. Um unbeschwert den Sommer zu genießen ist ein gut gefüllter Heizöltank sicherlich nicht hinderlich. Trotz des heutigen Anstiegs bleiben die Heizölpreise ganz in der Nähe des erreichten Halbjahrestiefs. - ok

HeizOel24-Tipp: CO2-neutrales Heizöl ganz einfach per Mausklick. Wer angesichts des aktuellen Umwelthypes ein Zeichen setzen will, kann mit kleinem Geld viel bewegen. Wenige Euro reichen aus, um CO2 zu vermeiden, bevor es entsteht. Die gezielte Investition in Schwellenländer entfaltet einen enormen Hebel und UN-zertifizierte Projekte garantieren für die Umsetzung. HeizOel24. - 19.06.2019

Börsendaten:
  Mittwoch 19.06.2019 - 12:09 Uhr Schluss Vortag 18.06.2019 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
61,73 $
pro Barrel
62,27 $
pro Barrel
-0,87%
Gasöl 558,75 $
pro Tonne
562,75 $
pro Tonne
-0,71%
Euro/Dollar 1,1203 $ 1,1194 $ +0,08%
(konstant)
USD/CHF 0,9978 CHF 1,0000 CHF -0,22%
(etwas schwächer)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 19.06.2019 - 12:09 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 64,53 € 63,57 € +1,51%
Österreich 74,46 € 73,26 € +1,64%
Schweiz 86,38 CHF 85,30 CHF +1,26%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht fallend leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

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