Heizöl nochmals billiger - Bestandsdaten drücken auf den Ölpreis

Die Heizölpreise fallen am Donnerstag weiter und erreichen mit einem Tagesminus von durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter in nahezu allen Landesteilen den tiefsten Stand seit Januar. In Bayern ergeben sich teils die besten Einkaufskonditionen seit einem Jahr. Die Kaufaktivität geht in der Hoffnung auf noch günstigere Preise leicht zurück. Das Verbraucherinteresse am Heizölmarkt bleibt weiter enorm hoch.

Der Kursrutsch am Ölmarkt geht weiter. Im Zuge der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten kamen die Notierungen erneut kräftig unter die Räder und markierten ein Fünf-Monats-Tief. Überraschend hohe Aufbauten in allen drei Produktbereichen (Rohöl, Heizöl, Benzin) sorgten für ein zwischenzeitliches Minus von fast vier Prozent. Rohöl (Brent) sackte am Mittwochabend unter 60 Dollar je Barrel, kann die Marke aber über Nacht zurückerobern. Am Donnerstagvormittag sind 60,80 Dollar Stand der Dinge.

Durch den Fracking-Öl-Boom in Amerika werden die USA immer mehr zum Selbstversorger. Laut US-Energiebehörde EIA erreichten die Importe am Golf von Mexiko im März den niedrigsten Stand seit 1986. In den letzten fünf Monaten wurde sogar mehr Öl exportiert als importiert. Die Lagerbestände stiegen dennoch. Damit wurde sowohl der Ausfall Venezuelas als wichtiger Vorlieferant kompensiert, als auch die Abhängigkeit von der OPEC drastisch reduziert. Diese Entwicklung liefert einen wichtigen Baustein zur Erklärung des jüngsten Kursrutsches an den Ölbörsen. Bereits kleine Nachfrageschwächen im Rest der Welt können den Ölmarkt schnell in eine überversorgte Situation bringen, die die Preise weiter abrutschen lässt. Interessant wird zu beobachten sein, wie die OPEC auf ihrer nächsten turnusmäßigen Halbjahressitzung Ende des Monats reagiert. Zünglein an der Waage könnte die strategische Allianz OPEC+ sein, die im letzten Jahr geschmiedet wurde. Insbesondere Russland drängt darauf, die Förderquoten im Kampf um Marktanteile wieder zu lockern.

Das Kaufinteresse der hat seinen vorläufigen Höhepunkt am Dienstag überschritten. Das Marktinteresse der Verbraucherschaft bleibt jedoch – gemessen an der Zahl der Preisabfragen im Internet – enorm. Insbesondere für den Fall, dass die Heizölpreise weiter deutlich fallen, oder abrupt nach oben drehen ist eine zweite Kaufwelle zu erwarten, die Bevorratungsaktivität aus der aktuellen Woche noch übertrifft. Der Heizöl-Sommer 2019 steht damit in einem starken Kontrast zum Vorjahr. Zwischen April und August 2018 herrschte angesichts unattraktiver Preise und voller Tanks ein regelrechter Käuferstreik. Obwohl die Heizölpreise mit blich auf die nackten Zahlen kaum zehn Prozent höher waren als heute, wurden sie als zu teuer empfunden. Es konnte keiner Ahnen, dass die Heizölpreise aufgrund unvorhersehbarer Sonderfaktoren im Herbst erst richtig abhoben. - ok

HeizOel24-Tipp: Der Moment macht den Preis Heizölpreise unterliegen vielen Faktoren und ändern sich mehrmals täglich. Neben der Wahl eines günstigen Händlers lohnt sich es sich besonders, die Ölpreisentwicklung an den Börsen zu beobachten. HeizOel24 - 06.06.2019

Börsendaten:
  Donnerstag 06.06.2019 - 10:43 Uhr Schluss Vortag 05.06.2019 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
60,92 $
pro Barrel
60,59 $
pro Barrel
+0,54%
Gasöl 546,75 $
pro Tonne
546,25 $
pro Tonne
+0,09%
Euro/Dollar 1,1238 $ 1,1227 $ +0,10%
(konstant)
USD/CHF 0,9943 CHF 0,9942 CHF +0,01%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 06.06.2019 - 10:43 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 63,19 € 63,79 € -0,93%
Österreich 72,24 € 72,84 € -0,82%
Schweiz 87,88 CHF 88,42 CHF -0,61%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
fallend fallend
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