Entspannte Börsenstimmung nach US-Wahlen - Heizöl weiter knapp

Die Ölpreise zeihen nach einem ruhigen Start in den Mittwochshandel im Verlauf des Vormittags deutlich an. Die Inlandspreise für Heizöl zeigen sich neuerlich sehr uneinheitlich. Währen es z.B. in Berlin stark und in vielen Landesteilen leicht bergab geht, ergeben sich in Frankfurt hohe Aufschläge im Vergleich zum Vortag. München und Ingolstadt melden leicht steigende Heizölpreise. Entsprechend der aktuellen Börsentendenz dürfte der Rückzug der Inlandspreise jedoch zum Nachmittag in allen Regionen versiegen.

Die Midterm-Wahlen in den USA lieferten eine Art Unentschieden, das für Beobachter nicht unerwartet kam. Die Mehrheit im Repräsentantenhaus wechselt an die Demokraten und die Meinungshoheit im Senat verbleibt in republikanischer Hand. Für Präsident Trump wird es ohne die „absolute Mehrheit“ in allen Regierungsinstanzen zukünftig etwas unkomfortabler, aber eine Wahlschlappe blieb aus. Die Börsen zeigen sich erleichtert und reagieren verhalten positiv. Aktien, Öl und Euro können zulegen. Der Dollar verbucht gegenüber der Gemeinschaftswährung Verluste von einem knappen Prozent.

Am Weltmarkt gilt es nun zu beobachten, ob der aktuell laufende Preisanstieg ein Strohfeuer ist, oder ob sich die ausgeprägt Abwärtskorrektur der letzten Wochen dem Ende zuneiget und die Ölpreise nach oben drehen. Die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI haben sich seit Anfang Oktober um knapp 20% verbilligt, könne heute jedoch rund zwei Prozent zulegen. Die iranischen Ölexporte profitieren von zahlreichen Ausnahmeregelungen bezüglich der Sanktionen, was das Angebot auf dem Weltmarkt weniger stark sinken lässt als zunächst zu befürchten war. Gleichzeitig meldet die US-Energiebehörde IEA in ihrem neuesten Monatsbericht ein steigendes Angebot, sowohl aus den USA, als auch aus Reihen der OPEC und Russland. Die Nachfrageerwartung wurde geringfügig nach unten korrigiert. Gegenüber dem letzten Bericht ergeben sich daraus deutlich gesenkte Preisprognosen für das vierte Quartal 2018 und das erste Quartal 2019, die in etwa den aktuellen Ölpreis von 73,50 Dollar je Barrel Brent und 63 Dollar je Barrel WTI widerspiegeln.

Für Heizölkunden wie Autofahrer bleibt es bis auf Weiteres obligatorisch, den Fokus der Betrachtung auf den heimischen Markt zu setzten. Die Inlandspreise für Heizöl schwanken entsprechend der regionalen Warenverfügbarkeit weiterhin stark. Die Krux dabei ist, dass sich das Angebot im Großhandel je nach Tanklager nahezu täglich ändern kann und hiermit kaum vorhersehbare Preissprünge verbunden sind. Insgesamt müssen Kunden allerdings bis auf Weiteres mit hohen Heizölpreisen rechnen, die in Deutschland von Nord nach Süd ansteigen. In Österreich und der Schweiz ist es umgekehrt. Hier sind die Heizöl- und Benzinpreise im Norden höher. Eine durchgreifende Änderung der Logistiksituation, die zu einer Normalisierung des Preisniveaus führt ist bis zum Jahresende nicht absehbar. - ok

HeizOel24-Tipp: Aufgrund der verbreitet hohen Heizölpreise sollten Verbraucher überlegen, vorerst nur den unmittelbaren Bedarf der nächsten Monate abzudecken. Vorratskäufe sind nicht anzuraten. HeizOel24. – 07.11.2018

Börsendaten:
  Mittwoch 07.11.2018 - 13:11 Uhr Schluss Vortag 06.11.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
73,41 $
pro Barrel
71,62 $
pro Barrel
+2,50%
Gasöl 695,50 $
pro Tonne
678,25 $
pro Tonne
+2,54%
Euro/Dollar 1,1493 $ 1,1419 $ +0,65%
(etwas fester)
USD/CHF 0,9955 CHF 1,0030 CHF -0,75%
(etwas schwächer)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 07.11.2018 - 13:11 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 85,15 € 85,73 € -0,67%
Österreich 90,60 € 91,35 € -0,82%
Schweiz 110,18 CHF 110,18 CHF 0,00%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht steigend leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr
Heizölpreis fällt leicht

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