Ölpreis Höhenangst

Ölpreis: Börsencrash voraus?

An den Börsen geht die Angst um. Platzt zehn Jahre nach der Bankenkrise die nächste Spekulationsblase? Plötzliche Kursverluste sorgten gestern für Aufregung in nahezu allen Marktsegmenten. Auch der Ölpreis gab deutlich nach. Die Inlandsnotierungen für Heizöl folgen dem Weltmarkt und sind heute durchschnittlich einen Cent bzw. Rappen je Liter tiefer in den Handel gestartet. Ein Lichtblick für Verbraucher.

Es scheint, als braue sich etwas zusammen an den internationalen Finanzmärkten. Der gestrige Nachmittag hatte es in sich. Dax, Dow Jones und Co. aber auch der Ölpreis und sogar neumodische Kryptowährungen wie der Bitcoin brachen unvermittelt im Wert ein. Zwei bis fünf Prozent Minus quer durch alle Bereiche bedeuten vielfach den größten Tagesverlust des laufenden Jahres und auch am heutigen Donnerstag sind die wichtigsten Indizes im Minus gestartet. Seit längerem im Raum stehende Warnungen vor Währungsproblemen in den Schwellenländern, überzogenen Bewertungen an den Börsen und schwierigen Aussichten für die Weltkonjunktur könnten die nunmehr fast neunjährige Hausse an den Börsen jäh beenden. Platz 10 Jahre nach der Bankkrise die nächste Spekulationsblase? Für den Fall, dass sich die aktuelle Korrektur zu einem Crash auswächst dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Ölpreis unter die Räder kommen. Dies ist der wichtige Teil der Nachricht für Heizölkunden, die eine Bevorratung planen.

Die Heizölpreise im Inland geben heute deutlich um vorerst einen Cent bzw. Rappen je Liter nach. Weitere Verluste im Laufe des Nachmittags könnte sich anschließen. Ungeachtet der aufkeimenden Korrektur am Weltmarkt bleiben aber in den letzten Tagen vielfach thematisierten logistischen Widrigkeiten im Inland aktiv. Die regionalen Preise könnten also weniger stark bzw. mit Verzögerung fallen. Am Weltmarkttrend werden sie jedoch nicht vorbeikommen, so dass es diesen zu beobachten gilt. Einen ersten Anhaltspunkt für die weitere Entwicklung dürften u.a. die DOE-Lagerbestanddaten heute Nachmittag liefern. Der an und für sich kurstützende Impuls aus dem frisch veröffentlichten Monatsreport der US Energiebehörde (EIA) verpuffte gestern. Die EIA rechnet entgegen ihrer letzten Publikation nun damit, dass die leichte Unterversorgung des Weltmarktes mit Rohöl auch Anfang 2019 anhält. Die Ölpreisprognosen wurden neuerlich um rund fünf Dollar nach oben korrigiert. Brent (Nordseeöl) wird nun von der EIA im vierten Quartal 2018 mit durchschnittlich 81,09 Dollar und im ersten Quartal 2019 mit 77,00 Dollar je Barrel erwartet. - ok

HeizOel24-Tipp: Stürzt der Ölpreis ab oder nicht? Sie erfahren es bei HeizOel24 - 11.10.2018

Börsendaten:
  Donnerstag 11.10.2018 - 12:06 Uhr Schluss Vortag 10.10.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
81,92 $
pro Barrel
82,61 $
pro Barrel
-0,84%
Gasöl 728,50 $
pro Tonne
735,25 $
pro Tonne
-0,92%
Euro/Dollar 1,1561 $ 1,1526 $ +0,30%
(etwas fester)
USD/CHF 0,9888 CHF 0,9893 CHF -0,05%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 11.10.2018 - 12:06 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 80,27 € 81,46 € -1,45%
Österreich 89,34 € 90,54 € -1,33%
Schweiz 107,75 CHF 108,83 CHF -0,99%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
fallend fallend
alle Angaben ohne Gewähr

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