Heizölkunden reagieren auf Preisanstieg: Kleinere Mengen und mehr Ratenkäufe

Die Öl- und Heizölpreise stagnieren am Mittwoch auf hohem Niveau. Beim Heizöl wurden gestern in vielen Regionen neue Vier-Jahres-Hochs markeiert, die folglich auch heute Bestand haben. Die Inlandsnotierungen entwickeln sich uneinheitlich zwischen -0,2 und +0,3 Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl. .

Am Weltmarkt haben fallende Ölpreise bis auf Weiteres keine Chance. Konjunkturrisiken und bedrohlich steigende Inflationsraten in vielen Schwellenländern als Auslöser eines Nachfragerückgangs werden ausgeblendet. Vielmehr besteht weiterhin eine Fokussierung auf die Risiken der Angebotsseite. Laut Internationaler Energieagentur IEA könnten die Förderausfälle durch die bevorstehenden Iransanktionen und die strukturelle Krise in Venezuela könnten im vierten Quartal 2018 zu einer Herausforderung für den Weltmarkt werden. In Nordamerika gibt es kurzfristig weitere Verschiebungen hinsichtlich Produktverfügbarkeit und Rohölförderung, die das Preisgefüge tendenziell im gesamten Ölsektor in die Höhe ziehen.

Im Inland geht die Nachfrage nach Heizöl auf hohem Niveau langsam zurück. Die voranschreitende Bevorratung und das höchste Preisniveau seit vier Jahren führen zu rückläufigen Bestelleingängen bei den Händlern. Um die teils stak gestiegenen Lieferfristen abzubauen reicht der Auftragsrückgang allerdings nicht. Vielmehr ist es bereits ein Erfolg, dass die Wartezeiten nach dem Spätsommerlichen Heizölrun, der im September über das Land zog, nicht weiter ansteigen. Im Allgemeinen sollten Kunden bei einer Heizölbestellung aktuell mit drei bis vier Wochen Vorlauf planen. Speziell aus Süd- und Westdeutschland werden allerdings auch Lieferfristen von bis zu acht Wochen gemeldet. Expresslieferungen sind gegen Aufpreis verfügbar.

Interessante Veränderungen sind unterdessen bei den Bestellmengen zu beobachten: Während die Heizölpreise im letzten Oktober rund 25 Cent bzw. Rappen je Liter tiefer lagen und volltanken angesagt war, bestellen viele Verbraucher aktuell nur das Nötigste. In Deutschland kostet Heizöl derzeit durchschnittlich 82 Cent, in Österreich 90 Cent und in der Schweiz gut einen Franken je Liter. Die durchschnittliche Bestellmenge bei HeizOel24 ist im Vergleichszeitraum von 2.300 auf 1.900 Liter je Haushalt gesunken. Auch Ratenkäufe mit monatlicher Zahlweise liegen durch die hohen Heizölpreise voll im Trend. Während sich die Gesamtzahl der Bestellungen in der ersten Oktober-Dekade im Vorjahresvergleich um knapp ein Viertel erhöht hat, liegt die Steigerung bei den Ratenkäufen bei über einem Drittel. - ok

HeizOel24-Tipp: In diesem Herbst besonders wichtig: Heizölpreise beobachten und vergleichen bei HeizOel24 - 10.10.2018

Börsendaten:
  Mittwoch 10.10.2018 - 12:18 Uhr Schluss Vortag 09.10.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
85,12 $
pro Barrel
84,95 $
pro Barrel
+0,20%
Gasöl 747,25 $
pro Tonne
744,75 $
pro Tonne
+0,34%
Euro/Dollar 1,1489 $ 1,1492 $ -0,03%
(konstant)
USD/CHF 0,9925 CHF 0,9920 CHF +0,05%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 10.10.2018 - 12:18 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 81,28 € 81,31 € -0,03%
Österreich 89,37 € 89,49 € -0,13%
Schweiz 108,72 CHF 108,83 CHF -0,10%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

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