Stier steigende Heizölpreise

US-Sanktionen halten bullische Stimmung an den Märkten aufrecht

Der globale Ölmarkt ist geprägt von Unsicherheit, die die Rohölpreise wie eine Welle nach oben treibt. Der November gilt als Wendepunkt, wenn US-Präsident Trumps Strafmaßnahmen gegen den Iran wirksam werden. Auf die Klarheit des tatsächlich gesunkenen Iran-Öls folgen Reaktionen, die den Anstieg der Ölpreise zumindest mittelfristig deckeln sollen. Verbraucher im Inland können dank des starken Euro/Dollar-Kurses kurz aufatmen. Der Liter Heizöl kostet heute durchschnittlich 0,6 Cent bzw. Rappen weniger.

Im frühen Freitaghandel sind die Ölpreise leicht gestiegen. Die Annahme, dass mit dem Inkrafttreten der Sanktionen der USA gegen die Rohölexporte des Iran das Ölangebot knapp werden könnte, bleibt größte Sorge. Am Morgen kostete ein Barrel der amerikanischen Ölsorte WTI zur Lieferung im November 74,85 US-Dollar (+ 51 Cent), das Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember notierte bei 85,01 US-Dollar (+ 43 Cent). Die Verluste, die sich aus den stark gestiegenen US-Rohölbeständen sowie Saudi-Arabiens und Russlands Äußerung zu einer zumindest teilweisen Kompensation erwarteter Störungen aus dem Iran, wurden damit geglättet.

Die US-Investmentbank Jefferies wies auf eine derzeit ausgewogene Angebot/Nachfrage-Situation hin, warnte jedoch vor sinkenden globalen Reservekapazitäten, die das niedrigste Niveau erreichen könnten, das dokumentiert wurde. Ölproduzenten stehen vor der Aufgabe, fehlende Menge durch Produktionssteigerungen zu egalisieren. Saudi Arabien verfüge zwar über ungenutzte Kapazitäten, die jederzeit aktiviert werden können, doch sieht der saudische Energieminister Khalid al-Falih noch keine Notwendigkeit, solange die Marktbalance gegeben sei. Nach eigenen Prognosen könnte das Mehrangebot an Öl schnell die Nachfrage übersteigen und somit wieder einen Käufermarkt in Aussicht stellen. Das wirke sich wieder schlecht auf die Ölpreise aus. Die OPEC geht davon aus, dass das Rohölangebot von nicht OPEC Staaten im Jahr 2019 auf 2,4 Mio. Barrel pro Tag, die Nachfrage nur um 1,5 Mio. Barrel pro Tag steigen wird. Im November treffen sich die OPEC und an der Fördermengendrosselung beteiligten Nicht-OPEC-Staaten, um die weitere Vorgehensweise zu beschließen.

Die Inlandspreise schlagen heute eine ungewohnte Richtung ein. Durch den starken Euro/Dollar-Kurs ergeben sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz Preissenkungen von bis zu 0,7 Cent je Liter und damit bei einer 3000 Liter Bestellung rund 18 Euro bzw. Schweizer Franken Ersparnis. Diese lassen sich gut in eine kürzere Lieferfrist investieren, denn die haben sich der starken Herbstnachfrage angepasst. Zumindest gibt es Hoffnung am Ende des Preistunnels, wenn der ereignisreiche November vorüber ist. Dann werden die Karten neu gemischt. Solange heißt es durchhalten bzw. rechtzeitig bestellen. Kommt zu dem Ärger über hohe Heizölpreise noch ein kaltes Zuhause, ist die Bescherung am Ende groß. - jw

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Börsendaten:
  Freitag 05.10.2018 - 12:25 Uhr Schluss Vortag 04.10.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
84,89 $
pro Barrel
84,87 $
pro Barrel
+0,02%
Gasöl 740,75 $
pro Tonne
738,00 $
pro Tonne
+0,37%
Euro/Dollar 1,1493 $ 1,1513 $ -0,17%
(konstant)
USD/CHF 0,9938 CHF 0,9915 CHF +0,23%
(etwas fester)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 05.10.2018 - 12:25 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 80,71 € 81,29 € -0,70%
Österreich 88,68 € 89,28 € -0,67%
Schweiz 108,29 CHF 108,83 CHF -0,49%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht steigend leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

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