TKW bei der Lieferung

Heizölmarkt: Auf dem Weg zum Normalbetrieb

Die Ölpreise am Weltmarkt ziehen sich schrittweise zurück und haben sich gestern weiter vom Langzeithoch entfernt, das am Dienstag markiert wurde. Im Inland setzen sich die rechnerischen Preisabschläge, die sich aus den Börsenvorgaben ergeben, jedoch nur mit Verzögerung durch und es gilt bis zum Mittag zu warten um eine verlässliche Tendenz zu erhalten. Besonders in Süddeutschland hat sich die Preisbildung von den üblichen Standards abgekoppelt.

Börsenseitig stehen die Zeichen für den Ölpreis weiterhin auf Entspannung. Hurrikan „Gordon“ im Golf von Mexiko entpuppt sich glücklicher Weise als „heiße Luft“, soll an Florida vorbeiziehen und Mississippi nur als Tropensturm treffen. Die Gefahr für die Ölanlagen ist weitestgehend gebannt. Die US-Lagerbestandsdaten in der DOE-Version werden feiertagsbedingt erst heute Nachmittag um 16:30 (MESZ) veröffentlicht. Die API-Daten vom Mittwoch zeigten sich etwas besser als erwartet. Das Amerikan Petroleum Institute meldete nur einen geringen Rohölabbau und jeweils einen leichten Aufbau bei Heizöl und Benzin. Zusätzlich zur geringeren Sturmaktivität und den stabilen Lagerbeständen trug gestern eine relativ ruhige Nachrichtenlage zum Ölpreisrückgang bei. Keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten. Mittelfristig wird die Ölpreisentwicklung stark von den Wirkungen der US-amerikanischen Iran-Sanktionen abhängen, die im November offiziell inkrafttreten. Bereits im Vorfeld sind die iranischen Ölexporte um gut ein Drittel gesunken und sollen bis November weiter fallen, so nur noch rund 40% der Ursprungsmenge von 2,3 Mio. Barrel pro Tag exportiert werden. Im Gegenzug kommt es darauf an, wie groß das Potential der restlichen OPEC-Staaten ist, die Fördermengen zu erhöhen, um Fehlmenge auszugleichen. Durch Wackelkandidaten wie Libyen, die zu kurzfristigen Ausfällen durch Unruhen neigen, bleibt das globale Ölangebot aber auf Kante genäht.

Im Inland legt sich die Unruhe am Heizölmarkt nach dem Raffineriebrand in Vohburg langsam. Neue Versorgungswege im Großhandel werden gesucht und gefunden. Heizöl Benzin und Diesel gibt es genug, nur die bedarfsgerechte Verteilung gestaltet sich aufwändig, zeitintensiv und teuer. Abzulesen ist dies an den besonders in Süddeutschland stark gestiegenen Heizölpreisen. Aber auch die Benzin- und Dieselpreise ziehen nach. Zusätzlich problematisch bleibt das Niedrigwasser am Rhein.

Am Heizölmarkt ist zu beobachten, dass die gerade angelaufene Verbrauchernachfrage, durch den starken Preisanstieg einen Rückschlag erfahren hat. Wer mit der Bestellung warten kann, sollte sich überlegen, den Markt und die Preisentwicklung über das Wochenende hinaus zu beobachten. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Ölnotierungen auf absehbare Zeit fallen, so wächst zumindest die Hoffnung, dass der Markt die Preisspitze hinter sich lässt. Unter der Voraussetzung, dass der Ölpreis an den Börsen stabil bleibt, sollte sich auch die Inlandspreise für Heizöl in den nächsten Tagen stabilisieren. - ok

HeizOel24-Tipp:Wer auf fallende Preise spekuliert sollte einen Zeithorizont von mehreren Monaten haben. Bei kurzfristigem Heizölbedarf kann zunächst der Kauf einer Teilmenge sinnvoll sein. Ab ca. 1.500 Liter sind bei der Heizölbestellung i.d.R. adäquate Literpreise zu erzielen. HeizOel24. – 06.09.2018

Börsendaten:
  Donnerstag 06.09.2018 - 11:01 Uhr Schluss Vortag 05.09.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
77,42 $
pro Barrel
77,12 $
pro Barrel
+0,39%
Gasöl 686,50 $
pro Tonne
685,00 $
pro Tonne
+0,22%
Euro/Dollar 1,1632 $ 1,1633 $ -0,01%
(konstant)
USD/CHF 0,9696 CHF 0,9710 CHF -0,14%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 06.09.2018 - 11:01 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 75,94 € 76,18 € -0,31%
Österreich 83,94 € 84,18 € -0,29%
Schweiz 97,74 CHF 97,95 CHF -0,22%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht steigend leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

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