Ölpreisprognosen für Heizölverbraucher durchaus positiv

Die Ölpreise bewegen sich am Mittwochmorgen kaum und die Heizölpreise sind unverändert in den Tag gestartet. Die Heizölnachfrage bleibt moderat. Der Blick richtet sich auf das aktuelle Börsengeschehen und die mittel- bis langfristigen Ölpreisprognosen.

Die US-Energiebehörde (EIA) sieht in ihrem aktuellen Monatsbericht, der am Dienstagabend veröffentlicht wurde, eine knappere Angebotssituation am Weltmarkt. Im vergleich zum letzten Bericht wurde zwar auch die prognostizierte Nachfrage leicht nach unten korrigiert, das erwartete Angebot macht allerdings einen stärkeren knick nach unten. Im laufenden Jahr ergibt sich nunmehr eine statische Unterversorgung des Weltmarktes von 0,28 Mio. Barrel pro Tag (zuvor: 0,04). Für 2019 wird eine Überversorgung von 0,28 Mio. Barrel pro Tag berechnet, was die vorherige Schätzung mehr als halbiert.

Preislich gesehen hält die EIA kurz- bis mittelfristig an ihren Prognosen fest und sieht bei den Rohölpreisen bis Mitte 2019 nur marginale Abweichungen zum letzten Bericht. Demnach soll im laufenden Quartal der höchste Durchschnittspreis von 69,41 Dollar je Barrel US-Rohöl (WTI) erreicht werden, ehe die Preise bis Mitte 2019 kontinuierlich auf 62,31 Dollar je Barrel fallen. Bei Nordseeöl (Brent) gestalten sich die Erwartungen ähnlich. Am langen Ende wurden die Preisprognosen dagegen deutlich angehoben und für die zweite Jahreshälfte 2019 wird mit einem neuen Teuerungsschub auf dann wie der knapp 68 Dollar je Barrel WTI und 72 Dollar je Barrel Brent gerechnet. Aktuell wird WTI mit 69,20 und Brent mit 74,70 Dollar je Barrel gehandelt.

Im Fazit des EIA-Berichts bleibt der Ölmarkt im labilen Gleichgewicht. Die bis Ende 2017 in vielen Prognosen propagierte Überversorgung ist nicht eingetreten und durch unerwartete Unwägbarkeiten bis auf weiteres nicht mehr Wahrscheinlich. Insbesondere der stetig wachsende Öldurst Chinas hält die Weltweite Nachfrage hoch und allein die Rekordproduktion Amerikas schafft es nicht, das Marktgleichgewicht zugunsten einer Überversorgung zu kippen. Die Fehlmengen durch die neuen Iransanktionen, die anhaltenden Förderausfälle in Venezuela und die anhaltend restriktive Förderpolitik der OPEC sind zu groß.

Übertragen auf den Heizölmarkt lässt sich der Ölpreisprognose der EIA durchaus etwas positives abgewinnen! Bis bis zum Sommer nächsten Jahres könnte Heizöl zumindest phasenweise billiger werden. Langfristig gesehen können Verbraucher davon ausgehen, dass sich die Heizölpreis auf einem ähnlichen Niveau einpendeln, das auch aktuell anliegt. Rekordpreise wie zuletzt im Oktober 2012 sind demnach nicht zu erwarten. - ok

HeizOel24-Tipp: Wie geht es weiter mit den Öl- und Heizölpreisen? Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den täglichen Marktberichten von HeizOel24. – 08.08.2018

Börsendaten:
  Mittwoch 08.08.2018 - 11:41 Uhr Schluss Vortag 07.08.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
74,71 $
pro Barrel
74,46 $
pro Barrel
+0,34%
Gasöl 662,75 $
pro Tonne
659,00 $
pro Tonne
+0,57%
Euro/Dollar 1,1594 $ 1,1596 $ -0,02%
(konstant)
USD/CHF 0,9956 CHF 0,9959 CHF -0,03%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 08.08.2018 - 11:41 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 69,24 € 69,12 € +0,17%
Österreich 80,13 € 80,01 € +0,15%
Schweiz 96,77 CHF 96,66 CHF +0,11%
4-Wochen-Prognose
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