DOE-Bestandsdaten überraschen nervösen Markt

Die US-Lagerbestandsdaten des Department of Energy und der sich abzeichnende Handelskrieg zwischen den USA und China belasten die Ölpreise. Kunden im Inland können mit leichten Abschlägen von bis zu 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl rechnen.

Die Rohöllagerbestände stiegen in der letzten Woche um 1,2 Millionen Barrel an, wie das Department of Energy (DOE) am Donnerstag mitteilte. Entgegen der Erwartungen von Analysten, die von einem Rückgang von 3,5 Millionen Barrel ausgingen. Die Rohöl-Futures von der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) fielen darauf um 1,6 Prozent, die Brent-Rohöl-Futures um ein Prozent. Leichte Aufbauten von 0,1 Millionen Barrel gab es bei den Destillaten (Diesel und Heizöl), die Benzinvorräte sanken um 1,5 Millionen Barrel. Aufgrund der Driving Season, der Urlaubszeit, in den USA wird Benzin weiterhin stark nachgefragt. Auch wenn die Veränderung der US-Bestände eher bearish zu interpretieren ist, bleiben die Ölpreise zum Freitagmorgen gegenüber Kursschluss unbewegt. Ein Barrel WTI kostete im frühen Handel 73,10 US-Dollar (+ 16 Cent). Der Preis für das Fass der Nordseesorte Brent blieb mit 77,39 US-Dollar nahezu unverändert zum Vortag.

Insgesamt bleibt der Markt nervös. Der Handelsstreit zwischen den USA und China nimmt dramatische Formen an. Erste US-Sonderzölle auf chinesische Produkte im Wert von 34 Milliarden US-Dollar traten jetzt in Kraft. Peking antwortete sofort mit Sonderzöllen auf amerikanische Einfuhren. US-Präsident Trump äußerte, dass dies erst der Anfang sei. Weitere Strafzölle werden folgen. Auch seine Ankündigung, ab November wieder Sanktionen gegen den Iran einzuführen, stützt die Ölpreise. Südkorea, ein Hauptabnehmer von iranischem Öl, hat bereits reagiert und wird die Lieferungen einstellen. Experten warnen vor drohenden Versorgungsengpässen, auch weil Sorgenkind Venezuela vermutlich bis zum Ende des Jahres Produktionsverluste von weiteren 400.000 Barrel am Tag einfahren muss. Die Produktionserhöhungen der OPEC+ sind angesichts der Produktionsausfälle wie ein Tropfen auf den heißen Stein und reichen bei Weitem nicht aus. - jw

HeizOel24-Tipp: Notdienst gesucht? Wer schnell Öl braucht, sollte per Express bestellen. Welcher Händler für Sie der Richtige ist, zeigt Ihnen unser Preisrechner. HeizOel24. – 06.07.2018

Börsendaten:
  Freitag 06.07.2018 - 11:45 Uhr Schluss Vortag 05.07.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
76,78 $
pro Barrel
77,56 $
pro Barrel
-1,01%
Gasöl 664,25 $
pro Tonne
668,00 $
pro Tonne
-0,56%
Euro/Dollar 1,1706 $ 1,1690 $ +0,14%
(konstant)
USD/CHF 0,9926 CHF 0,9931 CHF -0,05%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 06.07.2018 - 11:45 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 67,64 € 67,88 € -0,35%
Österreich 79,80 € 80,04 € -0,30%
Schweiz 97,20 CHF 97,41 CHF -0,22%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
fallend fallend
alle Angaben ohne Gewähr
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