Ruhiges Meer

Ölpreis: Die Ruhe nach dem Sturm

Die Aufregung über die Iranpolitik hat sich über den Feiertag zumindest etwas gelegt und auch die haussierenden Ölpreise sind zu Ruhe gekommen. Entsprechend der verhaltenen Vorgaben vom Weltmarkt sind auch bei den Inlandspreisen für Heizöl kaum signifikante Bewegungen zu erwarten. Rechnerisch besteht am Freitagmorgen ein geringes Abwärtspotential von 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl. Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage bleibt abzuwarten, ob sich die, aus Gasölpreis und Dollarkurs ermittelten, Abschläge auch in der Praxis durchsetzen können.

Im Nachgang zur Rede von US-Präsident Trump ist sowohl die politische als auch die Börsenwelt dabei, die Situation neu zu bewerten. Bei den Ölpreisen äußert sich die Konsolidierung in einer Seitwärtsbewegung auf dem erreichten 3,5-jahres-Hoch. D.h. die Risikoprämie von gut zehn Dollar je Barrel Rohöl, die während der vergangenen Wochen sukzessive eingepreist wurde und am Mittwoch ihren vorläufigen Höchststand erreichte, hat Bestand. Für weitere Aufschläge reicht es aktueller Sicht jedoch nicht. Dem Markt fehlen Käufer, die den Kurs weiter nach oben treiben. Gleichermaßen fehlt es – abgesehen von kleineren Gewinnmitnahmen – aber auch an Verkäufern, die eine Abwärtsbewegung in Gang setzen könnten. Ergebnis: Die Ölpreise stagnieren. Die Lagerbestandsdaten, die am Mittwochnachmittag vom Department of Energy (DOE) gemeldet wurden, lagen in allen drei Produktbereichen (Rohöl, Gasöl und Benzin) unterhalb der Analystenerwartungen. Die Zahlen wurden jedoch so stark von der Iran-Thematik überlagert, dass sie kein zusätzliches Aufwärtspotential in den Markt bringen konnten.

Am heimischen Heizölmarkt sind die Käufer dagegen zurück. Die Mediendebatte um die Trump-Rede hat zahlreiche Hausbesitzer wachgerüttelt und die zuvor dahindümpelnde Heizölnachfrage schlagartig angeheizt. In den letzten drei Tagen wurde nahezu genauso viel Heizöl per Internet geordert, wie in der gesamten ersten Mai-Woche. Auch der gestrige Feiertag wurde äußerst rege für Bestellungen genutzt. Die Nachfrage lag höher, als an einem normalen Wochentag. Ein Trend, der sich auch für den heutigen Brückentag abzeichnet. In Verbraucherkreisen dominiert die Vorsicht. Das aktuelle Preisniveau von ca. 67 Cent je Liter Heizöl in Deutschland, 78 Cent in Österreich und 94 Rappen in der Schweiz mutet zwar mit Blick auf die letzten drei Jahre abschreckend an. Wer sich allerdings an die echten Hochpreisjahre 2008 und 2011 bis 2014 erinnert, der weiß, was bei einer wirklich ungünstigen Ölpreisentwicklung noch folgen kann. Ausgehend vom jetzigen Niveau war Heizöl hier noch einmal 30 bis 50% teurer. - ok

HeizOel24-Tipp: Heizölpreise beobachten und vergleichen! Der Ölmarkt befindet sich durch die Iran-Krise in einer entscheidenden Phase für die Preisentwicklung im weiteren Jahresverlauf. Preisbewusste Kunden sollten nun engmaschig beobachten, wie sich die Notierungen entwickeln und ihre Kaufentscheidung entsprechend der eigenen Erwartungen treffen. HeizOel24 - 11.05.2018

Börsendaten:
  Freitag 11.05.2018 - 11:24 Uhr Schluss Vortag 10.05.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
77,35 $
pro Barrel
77,53 $
pro Barrel
-0,23%
Gasöl 675,00 $
pro Tonne
677,00 $
pro Tonne
-0,30%
Euro/Dollar 1,1915 $ 1,1916 $ -0,01%
(konstant)
USD/CHF 1,0019 CHF 1,0027 CHF -0,08%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 11.05.2018 - 11:24 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 67,60 € 67,83 € -0,35%
Österreich 78,06 € 78,30 € -0,31%
Schweiz 94,49 CHF 94,71 CHF -0,23%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
steigend steigend
alle Angaben ohne Gewähr

Heizöl: Preisschock am Rhein

weiterlesen

Heizöl: Rhein wird zum teuren Nadelöhr

weiterlesen
TKW bei der Lieferung

Heizölpreise: Das große Warten auf Regen

weiterlesen

Pressekontakt

+49 (0)30 701 712 0
Oliver Klapschus
Geschäftsführer