Öl Pipeline

Ölpreis, -angebot und -nachfrage: EIA erhöht Prognosen

Die Rohölpreise am Weltmarkt können weiter zulegen und erreichen am Mittwochvormittag ein neues Drei-Jahres-Hoch. Brent und WTI sind so teuer, wie zuletzt im Dezember 2014. Gleiches gilt für Heizöl in der Schweiz. Kunden in Deutschland und Österreich kommen im Vergleich etwas günstiger weg und zahlen nur so viel wie zuletzt im Sommer 2015.

Die Ölpreise ziehen unter dem Einfluss des gestern veröffentlichten Monatsberichts der US-Energiebehörde an. Die Energy Information Administration (EIA) sieht entsprechend des aktuellen Zahlenwerks eine höherer globale Ölnachfrage und hat die Verbrauchswerte sowohl rückwirkend für 2017 als auch perspektivisch für 2018 erhöht. Parallel soll 2018 jedoch auch das Angebot 2018 stärker steigen als im letzten Bericht prognostiziert. Der Ölmarkt soll im laufenden Jahr von einer Unterversorgung in eine Überversorgung drehen, die auch 2019 anhält. Trotz der Vorzeichenänderung bei der Versorgungslage wurden allerdings gleichzeitig die Ölpreisprognosen erhöht. Die EIA sieht die Kosten je Barrel um vier bis fünf Prozent höher als Zuletzt. Mit Prognosen zwischen 54,01 Dollar je Barrel WTI für das erste Quartal und 57,31 Dollar im vierten Quartal 2018 liegen aber auch die erhöhten Schätzungen weit unter der aktuellen Realität. Ein Barrel US-Rohöl (WTI) kostet heute Vormittag 63,40 Dollar. Europäisches Nordseeöl wird mit 69 Dollar je Barrel gehandelt. Trotz der Erhöhten Preisprognose der EIA ergibt sich also aus aktueller Sicht ein deutliches Abwärtspotential von über zehn Prozent für den Ölpreis. Die Rückkehr zu einer Überversorgung des globalen Marktes durch das Hochfahren der amerikanischen Fracking-Öl-Produktion bleibt das Zünglein an der Waage. Auf der anderen Seite spielt die haussierende Weltkonjunktur der OPEC in die Karten. Auch wenn diese nach eigenen gar keinen Ölpreis über 60 Dollar angestrebt hat, ist er bis auf Weiteres Fakt. Interessant in diesem Zusammenhang wird es mit zunehmender Dauer der eingeläuteten Hochpreisphase zu beobachten sein, wie es um die Förderdisziplin der einzelnen OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten bestellt ist. Das Abkommen zur Deckelung der Fördermengen läuft aktuell erstaunlich genau nach Plan, könnte aber ins Wanken geraten, wenn mit jedem exportieren Liter Öl immer höhere Gewinne winken.

Kunden mit Kaufabsichten für Heizöl sollten den Markt weiterhin genau beobachten. Die Preise sind den Prognosen weit vorausgeeilt. Das Potential für eine Abwärtskorrektur an den Börsen wächst nahezu täglich. Und selbst wenn der Crash ausbeleibt sollten Verbraucher im Hinterkopf behalten, dass das, was aktuell als hoher Ölpreis gilt, noch immer unterdurchschnittlich ist. 2008 und von 2010 bis 2014 war Öl über weite Strecken doppelt so teuer und der Durchschnittspreis der letzten 10 Jahre liegt bei rund 85 Dollar je Barrel. - ok

HeizOel24-Tipp: Heizölpreise beobachten, vergleichen und im richtigen Moment kaufen. Erzielen Sie Ihren persönlichen Heizkostenkostenvorteil bei HeizOel24. 10.01.2018

Börsendaten:
  Mittwoch 10.01.2018 - 11:54 Uhr Schluss Vortag 09.01.2018 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
69,09 $
pro Barrel
69,20 $
pro Barrel
-0,16%
Gasöl 612,00 $
pro Tonne
612,75 $
pro Tonne
-0,12%
Euro/Dollar 1,1992 $ 1,1934 $ +0,49%
(etwas fester)
USD/CHF 0,9776 CHF 0,9831 CHF -0,56%
(etwas schwächer)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 10.01.2018 - 11:54 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 62,62 € 61,90 € +1,15%
Österreich 74,13 € 73,59 € +0,73%
Schweiz 90,74 CHF 90,09 CHF +0,72%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
fallend fallend
alle Angaben ohne Gewähr
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