Heizöltank mit Messuhr

Heizöl: Kunden spekulieren bereits auf das nächste Preistief

Die Öl- und Heizölpreise bewegen sich am Mittwoch kaum vom Fleck. Das Preistief hat Bestand.

Der Ölmarkt hat auf dem aktuellen Tiefpreisniveau zu einer Bodenbildung angesetzt. Die Preise entwickeln sich seitwärts und zeigen keine Ambitionen einer dynamischen Aufwärtskorrektur, die nach Rückschlägen häufig zu beobachten ist. Nach unten hin scheint das Potential allerdings ebenso ausgereizt. Für eine kurzfristige Fortsetzung der Abwärtsspirale, die den Ölpreis seit Ende Mai um mehr als zehn Prozent hat einbrechen lassen fehlt es aktuell an befeuernden Meldungen. Vielmehr hat sich eine Pattsituation aus preistreibenden (bullishen) und preisdrückenden (bearishen) News eingestellt. U.a. gebt BP in einer aktuellen Studie davon aus, dass die weltweiten Ölbestände im zweiten Halbjahr 2017 durch steigende Nachfrage stärker zurückgehen dürften als zuletzt. Die OPEC-Strategie zur künstlichen Angebotsverknappung könnte knapp ein Jahr nach ihrem Beschluss anfangen, am physischen Markt zu greifen. Kurzfristig könnten sich außerdem heute Nachmittag die wöchentlichen US-Bestandsdaten heute Nachmittag als Preistreiber anbieten. Diese werden rückläufig erwartet. Gleichzeitig besteht hier das größte Überraschungspotential. Sind die Daten besser als erwartet und wird – wie in der letzten Woche - entgegen der Analystenprognosen sogar ein Bestandsaufbau in den Öllagern gemeldet, könnt der Ölpreis erneut abrutschen. Den (potentiellen) Negativmeldungen steht weiterhin vor allem das steigende Ölangebot aus den USA gegenüber. Die Schieferölförderung soll im Juni ein neues Allzeithoch erreichen.

Auf dem heimischen Heizölmarkt ist nach einem extrem starken Monatsauftakt, der für Juni eine rekordverdächtig hohe Heizölnachfrage brachte, ein gewisser Sättigungseffekt zu spüren. Die Zahl der Neubestellungen geht spürbar zurück. Ob der Bedarf infolge vieler voller Tanks tatsächlich sinkt, oder ob in Verbraucherkreisen nur bereits auf ein noch tieferes Preistief spekuliert wird, ist dabei die entscheidende Frage. Die Zahl der Marktbeobachter ist weiterhin hoch und in der revolvierenden Onlineumfrage „Kaufen oder warten?“ sprechen sich aktuell 68% der Heizölkunden dafür aus, den Heizölkauf in Erwartung besserer Preise nach hinten zu verschieben. - ok

HeizOel24-Tipp: Wann ist der Richtige Zeitpunkt für die Heizölbestellung gekommen? Verschaffen Sie sich einen Überblick und diskutieren Sie mit! HeizOel24 14.06.2017

Börsendaten:
  Mittwoch 14.06.2017 - 10:46 Uhr Schluss Vortag 13.06.2017 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
48,24 $
pro Barrel
48,26 $
pro Barrel
-0,04%
Gasöl 428,00 $
pro Tonne
427,00 $
pro Tonne
+0,23%
Euro/Dollar 1,1215 $ 1,1209 $ +0,05%
(konstant)
USD/CHF 0,9686 CHF 0,9685 CHF +0,01%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 14.06.2017 - 10:46 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 50,93 € 50,93 € 0,00%
Österreich 60,60 € 60,60 € 0,00%
Schweiz 71,69 CHF 70,50 CHF +1,69%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
leicht fallend leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

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