„Heizöl ist im Sommer billiger“ - Stimmt das noch?

19.06.13 • 09:45 Uhr • HeizOel24 News

Der Heizölpreistrend lautet weiterhin: Seitwärts bis leicht fallend. Die Inlandspreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz stemmen sich damit erfolgreich gegen die leichte Teuerungstendenz am Weltmarkt. Auf dollarbasis haben sich Rohöl (Brent Crude Nordseeöl) und Gasöl (Heizöl/Diesel) zuletzt verteuert und die Börsenpreise sind auf den höchsten Stand seit Ende April geklettert. In Euro gerechnet spiegeln sie die Entwicklung der Heizölpreise wieder. In Sachen Benzin und Heizöl profitieren Verbraucher von der neuen stärke der europäischen Währungen, bzw. der aktuellen Schwäche des US-Dollar. Euro und Franken stehen auf dem höchsten Stand seit Mitte Februar und machen die Ölimporte billiger.

Ob und wie lange dieser Trend des weicheren Dollars anhält, wird entscheidend von der US-Notenbanksitzung abhängen, die seit gestern läuft. Heute Abend wird es mit Bekanntgabe der Ergebnisse die größten Börsenschwankungen geben. Entsprechend der Erwartungen hat der Euro aber bereits jetzt Rückenwind und hat am Morgen die 1,34er-Marke geknackt. Ein Euro kostet 1,341 Dollar und ein Franken 1,088 Dollar.

Auch die sinkende Heizölnachfrage im Inland sorgt aktuell dafür, dass die Heizölpreise hierzulande weniger stark steigen als von der Börse vorgegeben. Dieser typische Sommereffekt, der die Faustregel „Heizöl ist im Sommer billiger“ entstehen ließ ist aber durch das hohe Ölpreisniveau nur noch schwach ausgeprägt. Als der Liter Heizöl Ende der 1980er 20 Pfennig kostete, hatte der Sommerrabatt ordentlich Gewicht. Heutzutage liegt die mögliche Ersparnis im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Außerdem wird sie vom schnelllebigen Geschehen am Weltmarkt überlagert und dadurch verwässert. Wenn Börsenentwicklung und Jahreszeit zusammenpassen, sollten Kunden die Ferienzeit aber durchaus für die Heizölbevorratung nutzen. In diesem Jahr scheint dies der Fall zu sein. Die geringere Auslastung bringt außerdem Vorteile bei der Lieferterminvergabe. Insbesondere Sammelbestellungen mit den Nachbarn sollten jetzt stattfinden. Spätestens im August dreht sich die Situation erfahrungsgemäß um, und die steigende regionale Nachfrage schlägt zu Ungunsten der Verbraucher zu Buche. Positiv: Auch hier sind es nur noch wenige Prozent.

Ausgehend von den Einkaufspreisen der Heizölhändler ist das Preisgefüge in Deutschland aktuell sehr homogen. Die Preisverteilung ist nahezu idealtypisch. München liegt aufgrund erhöhter Frachtraten noch geringfügig über dem rechnerischen Großhandelspreis, der sich aus Gasölpreis und Euro/Dollar ergibt, Hamburg bereits leicht darunter. Anders herum ausgedrückt heißt das: Besonders in Bayern dürfen sich Kunden noch Hoffnung auf einen "Sommer-Cent" Preisersparnis je Liter Heizöl machen. Je weiter nördlich und westlich man in Deutschland wohnt, bewegen sich die Heizölpreise bereits jetzt am unteren Rand des Möglichen.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 106,20 $, Gasöl ca. 897 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,30 € / 100 l gegenüber Freitagvormittag. Schweiz: + 0,30 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,341 (etwas fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,088 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts bis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts bis leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Sommerzeit ist Sammelbestellerzeit. Planen Sie jetzt den Heizölkauf mit Ihren Nachbarn und sichern Sie sich attraktive Mengenrabatte. www.heizoel24.de - 19.06.2013
 

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