Heizöl: Der Preis ist heiß

14.06.13 • 09:35 Uhr • HeizOel24 News

Die am Vormittag noch ausgesprochen schlechte Börsenstimmung hat im gestrigen Handelsverlauf gedreht. Ergebnis: Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz starten rund einen Cent bzw. Rappen je Liter höher in den Freitag.

Nachdem Aktien- und Rohstoffmärkte in der ersten Tageshälfte durch teils massive Kursverluste in Asien belastet waren – besonders der japanische Nikkei brach stark ein – dominierten am Nachmittag die amerikanischen Wirtschaftsdaten. Hier gab es u.a. höhere Konsumausgaben und weniger Arbeitslose zu vermelden. Besonders Gasöl (Heizöl/Diesel) legte gegenüber dem Vormittagsniveau stark zu. Zum Handelsschluss stand ein Plus von 2,5 % und auch heute Morgen geht es hier leicht weiter aufwärts. Rohöl (Brent Crude Nordseeöl) stieg mit gut einem Prozent vergleichsweise moderat.

Die recht guten amerikanischen Kurzfristdaten von gestern stehen im Widerspruch zu den Mittelfristprognosen der Weltbank. Diese stellt ähnlich wie bereits andere Institute ein schwieriges Jahr 2014 in Aussicht. Die Weltwirtschaft könnte zwei Prozent weniger wachsen als in früheren Prognosen geschätzt. Auch das vielbeachtete Wachstum in China könnte demnach an Dynamik einbüßen, bleibt aber mit sieben Prozent auf einem hohen Niveau.

Mit Blick auf den Ölsektor stellen die nach unten revidierten Konjunkturprognosen ein bearishes Signal dar. Gleichzeitig macht die Schieferölförderung in den USA große Fortschritte. Die US-Rohölförderung ist 2012 um 14 % gestiegen und sorgt für ein wachsendes Angebot. In Europa dagegen wird es, was die eigenen Quellen anbelangt, in den nächsten Monaten etwas weniger Öl auf dem Markt geben. Revisionsbedingte Förderausfälle in der Nordsee geben Grund für steigende Kurse. In den USA liefert die unmittelbar bevorstehende Fahrsaison Treibstoff für die Börsennotierungen. Insgesamt reagiert die Börse in den letzten Tagen sehr empfänglich auf kursstützende Nachrichten.

Auch der schwache Dollar hat in den letzten Tagen zu steigenden Ölpreisen beigetragen. Zumindest vor diesen Währungsbedingten Preisverschiebungen sind Verbraucher allerdings geschützt: Der höhere Wert von Euro und Franken gleicht einen guten Teil der dollarbasierten Kursgewinne beim Öl wieder aus, ehe sie sich in den Heizölpreisen hierzulande niederschlagen können.

Die kommende Woche am Heizölmarkt könnte sehr spannend werden. Verbraucher mit Ölbedarf sollten also trotz heißen Sommerwetters am Ball bleiben. Die Börsensituation verspricht größere Ausschläge als zuletzt und der am Dienstag ausführlich thematisierte Vorjahresvergleich geht parallel zu den Wetterprognosen ebenfalls die heiße Phase. Die Heizölpreisentwicklung im ersten Halbjahr 2013 zeigt bis dato eine erstaunliche Parallelität zum Verlauf 2012. Im Vorjahr hatte der leicht fallende Trend im ersten Halbjahr ein abruptes und zum Monatswechsel Juni/Juli begannen die Kurse massiv zu steigen.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 104,70 $, Gasöl ca. 886 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 1,00 € / 100 l gegenüber gestern. Schweiz: + 1,00 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,332 (etwas leichter)
Franken/US Dollar: ca. 1,084 (etwas leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts bis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts bis leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Additive helfen sparen. Die kleinen Zusätze mit großer Wirkung sorgen je nach Bedarf für erhöhte Lagerstabilität, verbesserte Performance bei der Verbrennung oder auch für erhöhte Kälteresistenz von Heizöl und Diesel. www.heizoel24.de - 14.06.2013
 

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