Heizöl statt Aktien - "Schäfchen ins Trockene"

14.05.13 • 11:19 Uhr • HeizOel24 News

Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz treten auf der Stelle. Im Vergleich zum Montag gibt es nur marginale Veränderungen. Die Rohöl- und Gasölnotierungen ziehen geringfügig an. Im gleichen Maß könne sich auch die europäischen Währungen Euro und Franken gegenüber dem Dollar festigen. Der Euro hat mit einem aktuellen Kurs von 1,301 Euro je US-Dollar die 1,30er-Marke zurückerkämpft.

Blickt man über den Tellerrand des Ölmarkts hinaus so wird auffällig, dass sich der Ölpreis hinsichtlich seiner Entwicklung in guter Gesellschaft zu anderen Rohstoffen befindet. Auch die Preise für Industrie- und Edelmetalle sind seit März deutlich gefallen und kommen seitdem nicht mehr recht auf die Beine. Insbesondere der Einbruch im April wurde nur unzureichend ausgeglichen. Bei den Industriemetallen spielt die lahmende Autokonjunktur eine wichtige Rolle. Die Edelmetalle, insb. Gold und Platin, leiden unter abnehmender Risikoaversion. Der Aktienmarkt dagegen haussiert. DAX und Dow Jones eilen derzeit von einem Rekordhoch zum anderen und es herrscht dank rekordverdächtig niedriger Zinsen bestes Aktienwetter. Es wird gehandelt, als hätte es die Bankenkrise nie gegeben. Um die Krisenstaaten in Südeuropa ist es ruhig geworden und selbst der US-Immobilienmarkt als einstige Mutter der Krise erfährt eine Renaissance. Die Unternehmensgewinne rechtfertigen das Kursniveau vieler Aktien. Von einer klassischen Spekulationsblase kann also keine Rede sein. Die gefallenen Rohstoffpreise mahnen allerdings zur Vorsicht, den sie passen nicht recht ins Bild. Auch fehlt es noch immer an einer Exitstrategie aus der extremen Niedrigzinspolitik. Noch weiß keiner genau, wie schwer der Kater ausfällt, wenn die Notenbanken beginnen, dem Markt das ganz billige Geld zu entziehen.

Heizölkunden, die auch Börsianer sind, sollten sich also überlegen, ob sie weiter in Aktien investieren oder lieber in einen vollen Tank. Letzterer ist aktuell rund 5-8 Prozent billiger als im Vorjahr und schafft Versorgungssicherheit. Wie groß die Renditeerwartungen an der Börse in diesem Jahr noch sind, muss jeder Anleger für sich persönlich entscheiden. Fest steht eines: Die Börse ist keine Einbahnstraße und abzüglich der Kapitalertragssteuer wird der mögliche Gewinn nochmals geschmälert. Wer auf Nummer sicher gehen will kauft also Heizöl ;-) Die alte Börsenweißheit „Sell in May and go away“ hieße dann „Buy in May…“. Wer die gefallenen Rohstoffpreise bereits als Vorboten des nächsten Börsencrashs sieht, der sollte zunächst nur seine Aktien verkaufen und mit dem Heizölkauf noch etwas warten. Ob diese Rechnung aufgeht ist allerdings ungewiss. Es lebe die Spekulation.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 102,70 $, Gasöl ca. 860 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,10 € / 100 l gegenüber gestern. Schweiz: - 0,10 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,301 (etwas fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,049 (etwas fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Rohstoffe, wie Öl und Industriemetalle sind seit März verbreitet 5-20 % billiger geworden. Hiervon profitieren auch Heizölkunden. www.heizoel24.de - 14.05.2013
 

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