Wieviel Heizöl ist noch im Tank? Der Februar wird kalt!

27.01.12 • 09:32 Uhr • HeizOel24 News

Die Woche geht mit leicht steigenden Heizölpreisen zu Ende. Zunächst ist im Inland mit geringen Aufschlägen von ca. 0,3 Cent je Liter in Deutschland und Österreich, bzw. mit 0,3 Rappen je Liter Heizöl in der Schweiz auszugehen. Wie hoch die Aufschläge letzten Endes ausfallen, muss sich im Laufe des Tages zeigen. Nachdem die Ölpreise am Weltmarkt mit Aufschlägen aus dem asiatischen Handel in der Nacht gekommen sind, sehen wir seit Beginn des europäischen Handels Abschläge beim Ölpreis. Die Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) kostet in London aktuell 946 $. Der Euro notiert weiterhin stabil im Bereich von 1,31 US-Dollar. Vom Währungsmarkt gehen folglich keine Preisimpulse aus.

Unabhängig von den Heizölpreisen müssen sich Kunden mit kurzfristigem Heizölbedarf nun auch erstmals in diesem Winter aktiv mit der Wettersituation beschäftigen. Dass es in der ersten Februarwoche empfindlich kühl werden soll, ist so gut wie sicher. Besonders im Osten sind nächtliche Tiefstwerte von - 15 °C zu erwarten. Ob es den ganzen Februar ähnlich kalt bleibt ist natürlich noch nicht vorhersagbar, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch relativ groß. Je dominanter sich die Ostwetterlage etabliert, desto stabiler und beständiger wird sie. Das umgekehrte Beispiel haben wir in den letzten zwei Monaten gesehen, als Westwind ein mildes Niederschlagsgebiet nach dem anderen vom Atlantik herüberwehte. Jetzt steht sibirische Kaltluft parat und die Heizölvorräte müssen noch einmal neu eingeschätzt werden. Kunden sollten das Wochenende unbedingt nutzen, um einen prüfenden Blick auf die Messuhr am Heizöltank zu werfen. Der Tank in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus sollte noch mindestens 1.000 - 1.500 Liter Heizöl beinhalten, um sicher über den Winter zu kommen. Wer zu wenig Öl hat, der sollte unbedingt rechtzeitig Heizöl bestellen und natürlich den Preisvergleich im Internet machen. Kurzfristige Notdienstlieferungen sind meist deutlich teurer und daher zu vermeiden.

Für den Fall einer längeren Kälteperiode ist erstmals seit der Bevorratungswelle im Herbst, auch wieder mit einer inländischen Komponente im Heizölpreis zu rechnen. Im Moment sind die Heizölpreise ausschließlich weltmarktabhängig und bewegen sich am unteren Rand des Möglichen. Eine durchgreifende Marktbelebung im Inland kann durch steigende Händlermargen, schwindende Warenbestände und knappe Liefertermine schnell für Aufschläge von zwei bis fünf Cent je Liter Heizöl sorgen. Der Heizölmarkt wird dann vom Käufer- zum Verkäufermarkt. Kunden, die auf fallende Heizölpreise spekulieren, sollte dies unbedingt beachten.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 110,70 $, Gasöl ca. 945 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,30 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,310 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

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